Enricos Reisenotizen

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Ballonfahrt über Kappadokien

Ballonfahrt über Kappadokien

Die Mitarbeiter im Reisebüro, eine Freundin, die bereits Kappadokien besucht hatte und zu guter Letzt unser Reiseführer: Alle empfahlen auf jeden Fall die Reise im Ballon…

Mit dem Ballon über Kappadokien in einen wunderschönen Tag …

Ich hatte ja gemischte Gefühle, meine Mutter war jedoch trotz ihrer 80 Jahre felsenfest entschlossen: Wir machen eine Ballonfahrt. Also schnell gebucht, wenn das Wetter ok ist, dann sollte es gleich am nächsten Tag losgehen. Doch schon während des Tages war klar: Das Programm wird umgestoßen, das Wetter ist nicht gut genug und so wurde das Erlebnis um einen Tag verschoben. Doch dann war es soweit… 

Um 5 Uhr früh ist die Abfahrt geplant, das bedeutet der Wetter schrillt um 4:30 Uhr. Ich beginne schon meine Entscheidung zu bereuen, draußen ist es noch finster. – Ich hasse es zeitig aufstehen zu müssen. Nach langem Hin und Her entscheiden wir uns doch etwas wärmere Klamotten anzuziehen und auch mitzunehmen (gute Entscheidung!). Der Kleinbus, der uns zum Startplatz bringen soll, ist pünktlich und schon geht's los in die „Nacht" hinein.

Der Tag begann sehr früh …

Am Startplatz angekommen ist schon eine Menge los. Kleinwägen karren die Körbe der Ballons zu ihren Startplätzen und man beginnt die Ballonhüllen am Boden auszulegen.

Die Ballons werden ausgerollt

Wir bekommen Kaffee und Tee und Kekse. Besser als gar nichts, allerdings bessert sich meine Laune noch nicht unbedingt dadurch. Eine Menge Leute wartet auf das, was da noch alles kommen sollte. Eine asiatische Gruppe neben uns wärmt ihre Instantsuppen mit heißem Wasser auf. Alle anderen halten mit klammen Fingern ihren Tee oder Kaffee und knabbern an den Keksen. Wir stehen ein bisschen in der Gegend rum, harren der Dinge und sind sehr froh, uns für die warme Variante unserer Kleidung entschieden zu haben. Es ist doch ziemlich kühl. 

Langsam zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen am Horizont, die Körbe werden aufgerichtet und die Helfer beginnen die Ballons aufzublasen. Jetzt wird das Ganze zum interessanten Spektakel. Überall werden die immer runder werdenden Kugeln größer und größer.

Gruppen-Einteilung

Die Menge an „Ballonreisenden" wird aufgeteilt und zu ihren Ballons geführt. Noch muss gewartet werden, dann hebt sich ein Ballon nach dem anderen in den Himmel, der Korb wird aufgerichtet, und auch wir klettern mit 18 anderen ins Innere. Die einzigen Einstiegshilfen sind auf jeder Seite des Korbes „Löcher", die man als Stufen benutzen kann. Ich habe zuerst um Muttern Angst, aber durch regelmäßiges Nordic Walking und Yogatherapie schwingt sie sich mit Hilfe der Ballonfahrer ohne größere Probleme in den Bauch des Korbes.

Noch wird der Ballon „aufgeblasen“

Das Gas faucht und unser Steuermann erklärt uns, wie wir uns bei Start und Landung zu verhalten haben. Ich überlege nochmal kurz, ob es wirklich für mich die richtige Entscheidung ist, doch schon geht es los: ein Ballon nach dem anderen hebt sich vom Boden ab und steigt auf in den Himmel über Kappadokien.

Und los geht’s …

Es ist wunderbar. Komischerweise habe ich keine Höhenangst. Wir schweben dahin, der Himmel ist erfüllt mit bunten Ballons, die Sonne schickt wärmende Strahlen, verspricht einen wunderschönen Tag und wir treiben langsam über die wunderschönen Täler von Kappadokien.

Der Himmel ist voll mit Ballons...

Wir versuchen die Täler, die wir schon besucht haben zu finden, freuen uns die vielen Feenkamine von oben zu sehen und fotografieren wie die Japaner. Es ist einfach wunderbar. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Je nach Flugbewegung blinzelt die Sonne hinter den Hügeln hervor und taucht die Täler in einzigartiges Licht. Jetzt ist klar, warum die Ballonfahrten alle so früh am Morgen beginnen und es zahlt sich aus, so früh aufzustehen. Die vielen „Ahhs" und „Ohhs" unserer Mitreisenden zeigen, dass es allen so geht.

Unser Kapitän gibt Gas …

Am Boden sehen wir die Armada von Kleinbussen, die den Ballons zum Landeplatz voraus fahren. Ich bin schon auf die Landung gespannt, genieße aber weiter den Flug und bin sehr enttäuscht, als ich merke, dass wir uns anscheinend dem Ende der Reise nähern. Die fast zwei Stunden sind sehr schnell vergangen. 

Die Landung klappt hervorragend. Wir brauchen gar nicht in die Hocke gehen, wie uns unser „Flugkapitän" am Anfang erklärt hat. Nach einigen Manövern von ihm mit dem Ballon und einem Reversieren des „Landeplatzes" stellt er den Ballonkorb sicher auf der Ladefläche des dafür vorgesehenen Autos ab. Es ruckt nicht einmal stark. Wir brauchen nur mehr aus dem Korb klettern…

Sektempfang nach der Landung

Am Boden erwartet uns schon die Empfangscrew mit Sekt und Urkunden. Jeder Teilnehmer am Ballonflug erhält ein Foto mit einer Urkunde. Wir feiern noch ein bisschen und dann geht's mit einem Kleinbus zurück ins Hotel zum Frühstück.


Ein Wort noch zu den verschiedenen Ballongesellschaften: 

Wir haben uns bei der Buchung auf unseren Guide verlassen, der unseren Flug bei Anatolien Balloons gebucht hat. Obwohl in unserem Reiseführer diese Firma etwas abfällig beurteilt wurde („…wurden 8 nagelneue Ballone und der dazugehörige Fuhrpark angeschafft. Ob sich mit der Zeit auch die entsprechend guten Piloten einfinden werden, bleibt abzuwarten.."), können wir nur das Beste erzählen. Alle Mitarbeiter waren sehr freundlich, der „Flugkapitän" wirkte auf uns sehr kompetent, alles hat hervorragend geklappt und wir hatten nie Angst oder auch nur ein ungutes Gefühl. Daher: Empfehlung für die Anatolien Balloons von unserer Seite.

Und: Wenn Sie eine Kappadokien-Reise machen, buchen Sie einen Ballonflug. Sonst verpassen Sie etwas. Wirklich…

Mittagessen in Yaylapinar
Die Täler
 

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