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Wandertag in St. Anton am Arlberg

Wandertag in St. Anton am Arlberg

Wunderbarer Sonnenschein wartet. Heute soll es auf die Berge. Nach einem Frühstück, das alle meine Wünsche erfüllt, wartet schon Helene auf uns. Sorgsam werden unsere Schuhe und Ausrüstung kontrolliert und die ersten Wanderstöcke verteilt. Falsches Schuhwerk oder nicht ausreichende Kleidung geht einfach nicht wenn man mit ihr wandern möchte. Und das ist auch gut so. Daher legen wir noch einen Zwischenstopp im Sportfachhandel ein, wo alles ausgeborgt werden kann, was noch gebraucht wird.

Unsere Wanderführerin Helene Stevens

Alle Flachländer oder wenig geübte Wanderer sollten unbedingt mit einem Wanderführer unterwegs sein, wenn sie sich das erste Mal auf höhere oder längere Touren begeben wollen. Fragen Sie einfach an der Rezeption in ihrem Hotel oder nehmen Sie mit „unserer" Helene direkt Kontakt auf (www.skiandwalk.com). Das Valluga-Hotel arbeitet auf jeden Fall mit ihr zusammen. 

Nachdem alle Teilnehmer unserer Gruppe mit den notwendigen Utensilien versorgt wurden, geht's es nun richtig los. Durch den Ort in Richtung des „kleinen" Hausberges der St. Antoner, vorbei an der Talstation der Rendlbahn geht es bereits ziemlich steil über die erste Wiese und auch die ersten Kühe beäugen uns etwas misstrauisch, scheinen aber an Wanderer gewohnt zu sein. Es ist ein wunderbarer Tag, die Sonne strahlt nur so vom Himmel, von ein paar Wölkchen unterbrochen und ich merke, dass ich mit einer ziemlich sportlichen Truppe unterwegs bin, die auch die Steigungen rasch und ohne Atemnot nimmt. Bald verabschieden sich zwei der Gruppenmitglieder. Obwohl ich hier schon überlege auch abzubrechen, gehe ich noch weiter. Zwei Mal noch überredet mich Helene: „Nur noch bis zur nächsten Bank – und da is jetzt eh nimma so steil", noch weiterzugehen, aber dann kapituliere ich endgültig und verabschiede mich von der Gruppe.

Die Schneekanonen warten auf die Wintersaison ..

Gemütlich wandere ich denselben Weg wieder zurück und bin überrascht, welche Steigungen ich überwunden habe. Auch die Kühe sind inzwischen aufgestiegen und begrüßen mich jetzt schon eine Weide höher. Gemütlich wandere ich durch das Dorf zurück, um mich ordnungsgemäß bei der Rezeption abzumelden. 

Wenn Sie also „Newcomer" in Bezug auf Wandern sind oder konditionell nicht so richtig fit sind, sollten Sie es vielleicht zu Beginn mit einer „Anfänger-Route" probieren. Mir war der mittelschwere Wanderausflug doch ein wenig zu schwer, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. 

Da die Wetterfrösche mit Gewitter und Regenschauer drohen, möchte ich den schönen Tag noch für Fotos nutzen und fahre mit der Gampen und der Kapall-Bahn hoch hinauf. Die Aussicht ist überwältigend, die Kühe bimmeln mit ihren Glocken um die Wette, eine Schafherde sucht unter hohen Bäumen Schutz vor der Sonne und ich sehe die ersten Alpenrosen (sehr wenige) und viele, viele Enzian. Hier eine kleine Bildershow:

​Langsam schlendere ich durch das Dorf zurück, um mich ordnungsgemäß bei der Rezeption abzumelden. 

Am Berg warten sehr schöne und auch urige Restaurants auf Besucher und überall bieten stylisch gestaltete Sitzgelegenheiten einen schönen Blick ins Land. Auch die Starthütte der FIS-Abfahrt bei der WM 2001 – der Piste Karl Schranz – entdecke ich bei meinem kleinen Rundgang. 

Da aber noch im Dorf Musica et Artificium wartet, geht's bald wieder bergab.

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