Im Sommer in der „Wiege des Skilaufs“ – Anreisetag - Enricos Reisenotizen

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Im Sommer in der „Wiege des Skilaufs“ – Anreisetag

Im Sommer in der „Wiege des Skilaufs“ – Anreisetag

Er ist einer der bekanntesten Orte Österreichs, wenn man ans Skifahren denkt. Ältere Leser können sich sicher noch an Karl Schranz erinnern, der hier geboren wurde, die holländische Königsfamilie ist immer wieder zu Gast und auch Putin hat den Ort schon besucht. Und er war Austragungsort der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2001: St. Anton am Arlberg.

St. Anton am Arlberg: Die Berge rufen auch im Sommer ….

Im Winter hierher zu kommen und über tief verschneite Hänge zu wedeln ist also klar, aber im Sommer? Um das zu klären ging es am letzten Wochenende im Juni 573 km von Wien in den Westen, Luftlinie wären es nur 473 km gewesen.

Das Hotel Valluga in St. Anton am Arlberg

Obwohl im Osten Wien der Ferienbeginn am selben Wochenende die ersten Urlauber auf die Straße bringt, schaffe ich es rechtzeitig vor den Zeugnisverteilungen die Stadt zu verlassen und mich gemütlich auf den Weg zu machen. Mein Navi und Google Maps streiten mal wieder über Fahrzeit und –dauer, da Google einfach die kürzere Zeit angibt, folge ich Google und komme nach gut fünf Stunden entspannt im sonnigen St. Anton im Hotel Valluga, benannt nach der wohl berühmtesten Bergspitze und Abfahrt, an. Zimmer gecheckt, Hausführung mit Maite Pozo, der Direktorin des Hotels Valluga gemacht (mehr darüber auf www.ask-enrico.com), die Infos über die nächsten Tage bekommen und schon bin ich mitten in einer interessanten Weinverkostung.

Die Weinverkostung

Alfred von der Firma Morandell gibt uns einen ausgezeichneten und unterhaltsamen Überblick über die Weine des Hauses.

Herr Alfred von Mirandell

Den Einstieg machen wir mit einem ausgezeichneten Sekt vom Weingut Schloss Gobelsburg „Brut". Der „Kellermeister" Michael Moosbrugger des Schlosses kommt aus St. Anton (seiner Familie gehört das Hotel Post), ihn hat es nach Wien zum Studium verschlagen und anschließend heuerte er auf Schloss Gobelsburg, von wo nicht nur hervorragender Sekt, sondern ebensolche Weine kommen.

Sekt vom Weingut Schloss Gobelsburg

Ein Genuss – wie auch meine Kollegen aus der Schweiz und Deutschland feststellen – ist dann der Grüne Veltliner Smaragd von der Domäne Wachau Weissenkirchen, Dürnstein. Wichtig zu wissen ist hier – wie uns Herr Alfred wieder erklärt, die Unterteilung der Qualitätsstufen: Steinfeder, Federspiel und Smaragd in aufsteigender Reihenfolge. Namensgeber für den Smaragd ist die äußerst seltene Smaragdeidechse, während der Name Federspiel an Greifvögel und Steinfeder an ein Gewächs erinnern soll. 

Es folgt ein Sauvignon Blanc Klassik vom Landesweingut Silberberg, Leibnitz/Südsteiermark. Mein Favorit unter den Weißweinen. Hier erfahren wir, dass die Bezeichnung „Klassik" immer auf einen Ausbau im Edelstahltank hinweist und dass der Chardonnay in der Steiermark Morillon genannt wird. Herr Alfred behauptet, dass der Sauvignon, aus der Familie der Burgunder, die einzige Weinsorte ist, die weltweit gleich schmeckt. Diese Aussage muss ich erst einem Test unterziehen. Ich nehme aber bereits gerne Erfahrungswerte der p.t.* Leserschaft entgegen.

Auf geht's zu den Rotweinen: Ein Zweigelt Dornenvogel vom Weingut Glatzer aus Göttlesbrunn, Niederösterreich Carnuntum steht nun am Programm, benannt nach kleinen Vögeln, die in den Dornen nisten. Obwohl er weich den Gaumen umschmeicheln soll, ist er mir ein wenig zu – tja, wie nennt man es jetzt wohl am besten – rau? Aber auch er findet seine Freunde.. 

Als nächstes steht ein Blaufränkischer von Leo Hillinger auf dem Programm. Ich gestehe seine Flat Lakes, die bei Hofer (= der österreichische ALDI) gelistet sind, munden mir sehr – auch wenn er angeblich damit nicht mehr viel zu tun hat. Auch der hier verkostete Blaufränkische trifft eher meinen Geschmack als der Zweigelt. Ob der Flat Lake nicht vielleicht doch… – müsste man einmal gemeinsam probieren.

Die verkosteten Rotweine

Dann kommt die Krönung, nein, nicht von Jakobs, sondern vom Weingut Josef Salzl aus Illmitz am Neusiedlersee: Pannoterra Barrique nennt sich der edle Tropfen der sich aus Zweigelt, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah zusammensetzt und mir auf jeden Fall am besten mundet. Und so geht es leicht beschwingt zum Abendessen. 

Im Valluga Hotel kann man jeweils zwischen zwei Varianten bei Vor- und Hauptspeisen wählen. Natürlich gibt es eine reiche Auswahl am Salatbuffet und einige Schmankerl zur Nachspeise. Wer mit Käse seinen Magen schließen möchte, hat ebenfalls die Möglichkeit dazu.

Die Paradeisersuppe

Ich wähle gut: Eine Tomatensuppe mit Ei und Speck – findet sich super zusammen, auch wenn man es zuerst vielleicht nicht so erwartet- und eine Dorade mit Gemüse. Kompliment an den Küchenchef – es schmeckt…

Die Dorade auf Gemüse

Und so nimmt der Anreisetag ein gutes Ende und ab geht's zur wohlverdienten Ruhe. Schließlich steht morgen eine Wanderung am Programm.

* Zitat Wikipedia: p.t., vor allem früher auch als P.T. geschrieben, (beide Schreibweisen ohne Leerzeichen) steht für pleno titulo (lateinisch etwa „mit dem jeweiligen vollen Titel angesprochen") oder häufiger praemisso titulo (mit Voraussetzung des Titels), vor allem in Österreich gebräuchliche Höflichkeitsfloskel zur Anrede einer unbestimmten Mehrzahl von Personen, deren Titel nicht einzeln aufgeführt werden können („p.t. Publikum", „p.t. Hausparteien")

Musica et Artificium in St. Anton am Arlberg
Wandertag in St. Anton am Arlberg

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