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Kulinarisches Wunderland Slowenien – Teil 2

 Haute Cuisine gibt es in Slowenien auch in den Hotels – egal ob ihr im Hotel Livada Prestige das Restaurant besucht oder in Bled das Grand Hotel Toplice. Sagenhaft was da auf die Teller gezaubert wird…

Oft sind die Hotelarrangements ja mit Halbpension – und auch diese Variante ist in den beiden Hotels empfehlenswert. Doch jetzt möchte ich einmal vorstellen, was die Küchenchefs alles auf die Teller zaubern können, wenn man sie nur lässt ….  

Hotel Livada Prestige

Unsere Rundreise haben wir ja das letzte Mal im Restaurant Rajh begonnen. Nun folgt der zweite Teil – wir übersiedeln ins Hotel Livada Prestige nach Moravske Toplice.  

Schwarzes Wasser oder normales Wasser - der Gast hat hier die Qual der Wahl

Es ist das Haus des schwarzen Wassers. Allein das wäre eine Grund hierher zu kommen, wenn möglich allerdings nicht mit einem weißen Bikini oder Badeanzug. 

Blick auf das Becken mit schwarzem Heilwasser

Wer das schwarze Heilwasser genießen möchte (und das sollte man) kleidet sich am besten in dunkle Wäsche – oder und das ist natürlich hervorragend – genießt sein Bad nackt! In seinem Zimmer! Die große Badewanne kann nämlich alternativ mit normalen oder mit Heilwasser befüllt werden und hüllenlos kann sich nichts verfärben….

Aber wir wollten eigentlich vom kulinarischen Teil erzählen. 

Köstliches zur Begrüßung

Gesundes kann wirklich absolut gut schmecken, das bewiesen bereits die Welcome-Drinks, mit denen wir im Hotel Livada Prestige der SAVA Hotels & Resorts empfangen wurden.

Bei der Besprechung mit der Marketingleiterin und der Pressechefin der SAVA Hotels

Doch das ganz große Highlight erwartete uns beim à la carte Menü am Abend. Es war eine Rundreise durch all die Spezialitäten, die Slowenien so zu bieten hat, vor allem natürlich die Gegend um Moravske Toplice. Doch nun genug geplaudert – jetzt geht's zum Menü.  

Ein wunderschön gedeckter Tisch wartet auf unsere Gruppe

 Wir starten mit einem Vorspeisenteller, auf dem wir einen Schinken nach Mur-Art, Rinderzungen-Mousse mit Bohnen, ein Kübelfleisch Röllchen und ein Topfennockerl mit Bärlauch vorfinden. Begleitet wird die wunderbare Kombi mit dem Hauswein des Livada Prestige, einen schönen trockenen Weißen der P&F Winery.

Der Vorspeisenteller

Vor allem das Kübelfleisch und der Schinken hat es mir besonders angetan. Das bedeutet nicht, dass der Rest schlecht war, ganz im Gegenteil, aber ich liebe dieses Kübelfleisch und auch den Schinken nun einmal so sehr.  

Weiter geht es dann mit einem Blätterteigtäschchen mit Blutwurst (welch tolle Idee, muss ich auch einmal probieren), einem Schweinefilet in Speckhülle, weiße Rüben mit Fleisch und einem Kartoffelsterz mit Sahne und Zwiebel.  

Vorspeisenteller 2 oder weitere kleine Köstlichkeiten aus der Küche

 Wie schon gesagt, diese Blätterteigtaschen sind sehr empfehlenswert, das Schweinefilet wunderbar zart und super gewürzt und der Kartoffelsterz ebenfalls ausgezeichnet. Weiße Rüben musste ich erst einmal googlen, um zu wissen was damit gemeint war. Anscheinend gibt es diese in zweierlei Form: rund – auch als Herbstrübe bekannt oder in länglicher Form, wir im Osten sagen dazu Rettich oder Eiszapfen. Diesen habe ich eigentlich immer nur roh zu einem Butterbrot gegessen, aber warum sollte man die Eiszapfen nicht auch einmal gekocht probieren – mein Horizont – auch geschmacklich – erweitert sich gerade wieder einmal…

Wer nun glaubt, damit ist der kulinarische Rundgang abgeschlossen, der hat weit gefehlt – es folgt der Hauptgang und der hat es in sich: Uns erwarten ein Rehfilet mit Kürbiskernen an Steinpilzpüree, ein gebratenes Kalbsmedaillon mit geräuchertem Käse, Kartoffelstrudel mit Grammeln, Knollengemüse und grüne Bohnen.

Herz, was willst du mehr? Hier ist Geschmack zu Hause

 Es ist wirklich alles so butterweich wie es aussieht. Ich weiß eigentlich nicht so richtig, womit ich anfangen und dann wieder aufhören soll. Ich mag Grammeln (Grieben) und diese im Kartoffelstrudel als Fülle – hmmm – das Reh schmeckt herrlich und das Steinpilzpüree passt natürlich hervorragend dazu. Was soll ich noch über das Kalbsmedaillon sagen – köstlich.

Das einzige Problem stellt die Aufnahmefähigkeit meines Magens dar: einfach zu klein. Dazu wird ein trockener Hauswein von Vinakoper serviert. Sehr schön rund im Geschmack. Gib deinen Text hier ein ...

Der wunderbarer Abschluss eines großen Menüs - eine Neuinterpretation der Prekmurska Gibanica

 Das Menü endet mit einer Locata panonia und einem halbsüßen, duftenden Traminer von Steyrer und ich bin platt.

 Egal, welchen Teil ihr aus diesem Menü probiert, es lohnt sich. Bereits mit der Hälfte, wenn nicht mit einem Gang hat der Normalsterbliche den Hunger gestillt, aber man kann einfach nicht aufhören.

 Und man muss wirklich die verschiedenen Geschmacksrichtungen probieren, Neues kennen lernen, „Altes" in neuen Kombinationen erleben. Ein Besuch, der sich für Feinschmecker echt lohnt ….

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Grande Cuisine im Grand Hotel
Wir fahren übern See – juchhe
 

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