Das war das Mistfest 2017 - Enricos Reisenotizen

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Das war das Mistfest 2017

Beim Mistfest 2017

Einmal im Jahr lädt die MA 48 zu ihrem Mistfest – dieses Jahr waren wir dabei! 

Um die Mittagszeit machten wir uns nach zwei Flohmarktbesuchen auf den Weg: schließlich sollte ja auch der 48er Tandler am Mistfest vertreten sein und dessen Angebot wollte ich schon immer sehen.  

Kaum da, schon eingekauft: Schnittlauch
Kaum da, schon eingekauft: Schnittlauch

 Schon vom Weiten haben wir bemerkt: es wäre besser gewesen mit den Öffis zu kommen, denn die Wiener kommen in Scharen zum Mistfest. Ich hatte ja erwartet, dass am Mistplatz Parkplätze eingerichtet sind, das war aber ein Irrtum. So war es notwendig einige Runden zu drehen und ein Stückchen zu gehen, um dann endlich unter dem Hebekran zum Fest zu gelangen.

Mir kommen gerade Zweifel: Ist das überhaupt ein Hebekran?
Mir kommen gerade Zweifel: Ist das überhaupt ein Hebekran?

Jung und alt war auf den Beinen, selten so viele Kinderwägen gesehen und für jeden war etwas dabei: Information, Spaß und Spiel – fast wie bei den Überraschungseiern, nur wertvoller.

Hier wird Schnittlauch fachmännisch gepflanzt
Hier wird Schnittlauch fachmännisch gepflanzt

Kinder pflanzten Schnittlauch und Kresse in einen Blumentopf, den sie dann mit nach Hause nehmen konnten. 

Geschicklichkeit war hier notwendig
Geschicklichkeit war hier notwendig

Es gab Geschicklichkeitsparcoure und Rutschburgen, einen Flying Fox und ein Gewinnspiel, bei dem einzelne Stationen besucht werden mussten. Viele nahmen daran teil: man sah sie mit Kugelschreiber und Folder von Station zu Station eilen, um Stempel und Antworten zu erhalten. 

Werner Gruber mit seinem jungen Assistenten
Werner Gruber mit seinem jungen Assistenten

 Werner Gruber erklärte wie immer launig, dass Physik keinen Mist baut und schoss zur Gaudi aller Raketen durch den Saal. Natürlich durfte auch der Gag mit dem rauchenden Popcorn nicht fehlen. Auch hier war es schön zu sehen, dass besonders viele Kinder und Jugendliche seinem Vortrag lauschten und er sie auch bei seinen Experimenten zum Mitmachen auf die Bühne holte.

Schneckenrennen
Schneckenrennen

Schon einmal ein Schreckenrennen gesehen? Mit vielen grünen Leckerbissen gelockt, waren die „Hausträger" ganz schön schnell unterwegs und die Kinder enthusiastisch dabei.

Einmal auf einem Polizei-Motorrad sitzen!
Einmal auf einem Polizei-Motorrad sitzen!

 Außerdem zu sehen: viele, viele kleine Feuerwehrmänner und Polizisten – schließlich gab es die Möglichkeit einmal in einem richtigen Feuerwehrauto zu sitzen, sich die komplette Ausstattung erklären zu lassen und auch auf einem Motorrad der Polizei zu sitzen. Cooool !

Auch die Kletterwand war gut besucht!
Auch die Kletterwand war gut besucht!

 Die Kletterwand war ebenfalls gut besucht und die Hundestaffel des Samariterbund passte nicht nur auf die Mitarbeiter des Standes auf, sondern stellte sich auch als „Streichelhunde" zur Verfügung.

Er passt auf seine Stoffkollegen auf ...
Er passt auf seine Stoffkollegen auf ...

 Der 48er Tandler hatte eine tolle Auswahl seiner vielen Produkte mitgebracht und genau hier fanden wir jene LPs, die wir suchten! Zu einem vernünftigen Preis.

Beim 48er Tandler gibt es auch viele kleine 48er Souvenirs
Beim 48er Tandler gibt es auch viele kleine 48er Souvenirs

 „Leider" war auch wieder die Trash-Werkstatt mit einem Stand vertreten und daher musste ich mir leider einen M*-Ring an den Finger heften. Immerhin günstiger als der Couch- oder Stehtisch aus den Waschmaschinentrommeln, der mich wieder einmal so schön anlachte.

Die Mädels von der Modeschule
Die Mädels von der Modeschule

 Dafür bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Designerkleides, das mir zwar sehr gut gefällt, in das ich aber leider nicht hineinpasse und vielleicht auch schon zu viele Jahre am Buckel habe. (Anmeldungen erwünscht – bis 38 sollte es passen). Dieses stammt von der Modeschule Siebeneichengasse, die es in Überraschungspackerl gesteckt hatte, und mit dem Erlös der Packerl wieder eine Schule in Ghana unterstützt. Außerdem wurden Entwürfe bei einer Bühnenmodeschau vorgeführt. Bravo Mädels! Sowohl für euer karikatives Engagement wie auch für eure Modelle. Toll!

Der Oldtimer fand viele Bewunderer
Der Oldtimer fand viele Bewunderer

Ein weiteres Kompliment muss man den Kfz-Lehrlingen des Technik Centers machen: die haben nämlich einen Borgward Isabella TS aus 1961 komplett zerlegt, restauriert und auch wieder fahrtauglich gemacht. Dafür gab es mehr als bewundernde Blicke …

Ein weiteres Highlight: der Kehrforce 1
Ein weiteres Highlight: der Kehrforce 1

Der orange Diensthubschrauber „Kehrforce 1" wurde ebenfalls von den Lehrlingen des Technik Centers auf Vordermann gebracht und konnte heuer auch wieder bewundert werden. Und es gab eine richtig lange Schlange davor, schließlich konnte man sich ja einmal auch ins Cockpit setzen. 

Beim Reparaturnetzwerk konnte man sich wieder einmal davon überzeugen, dass reparieren nicht immer die schlechteste Lösung ist. Besser reparieren als wegschmeißen. 

Alles für Hunger und Durst
Alles für Hunger und Durst

Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt: von Burgern bis zu Kartoffelchips, vom Bier bis zu Obst- und Gemüsesäften war für alles gesorgt. Die Marktstände Wiens informierten auch über ihr Angebot und wer wollte konnte sich auch mit Gemüse, Arconiasäften und –marmeladen und anderen Köstlichkeiten eindecken. Auch Mohnspezialitäten wurden angeboten und von dem wunderschönen dicken Bund Schnittlauch hab ich auch heute noch einiges im Eiskasten.

Wahnsinn, was alles in ein Feuerwehrauto passt
Wahnsinn, was alles in ein Feuerwehrauto passt

 Auf der Bühne und bei den Feuerwehrautos überzeugten große und kleine Stars, junge und alte von ihrer Musik. Wir fanden besonderen Gefallen an Rocky und Knostl – kaum zu glauben, dass Reggae so gut mit Rap zusammenpasst, einfach nur geil!

Rocky und Knostl
Rocky und Knostl

 Und das ist auch nur ein kleiner Auszug von all den Angeboten an Information und Unterhaltung, die es ein Wochenende gab. Es war ein tolles Fest!

Jetzt wird es natürlich wieder die ewigen Negaranten und Mieselsüchtigen geben, die sofort schreien werden: ah – und das alles mit meinem Steuergeld.
Ja, stimmt, auch mit meinem – und ich finde es sehr gut und toll, dass es solche Tage gibt. Genauso wie ich finde, dass Wien eine der lebenswertesten Städte ist.

Mariahilfer Straße – fürchterlich. Nein, gar nicht, finde ich klasse. Museumsquartier, unsere Innenstadt – ja auch da gehörten die Autos eigentlich raus. Wir haben eine der besten U-Bahn-Verbindungen, die ich kenne, zu sehr leistbaren Preisen. Wer das nicht glaubt, möge sich doch einmal ein Ticket für die Öffis in München oder in Bochum lösen, und dann erst weiterschimpfen – wahrscheinlich aber nicht mehr über Wien.

 Auch bezüglich der Müll-, Abwasser und sonstiger Gebühren (auch wenn sie wirklich ziemlich erhöht wurden) sind wir im internationalen Vergleich mit Großstädten noch immer die Insel der Seeligen.

Ein Kulturangebot hat die Stadt, das seinesgleichen sucht. Nicht nur Hochkultur. Wer ein bisschen sucht und schaut wird fündig – von modern bis klassisch. Und sehr oft zu leistbaren Preisen. 

Die Straßen sind sauber, die Stadt ist eine der sichersten in Europa und ja – man kann auch die U6 benutzen ohne von Drogendealern angesprochen zu werden. Auch die Stahlstiefelträger am Bahnhof Floridsdorf sind Gott sei Dank selten und in der Minderheit. Ja, es gibt manchmal auch ein paar leicht Illuminierte, die herumlungern, tun aber nichts. Ok, sicher kein schöner Anblick und es ist auch nicht schön, wenn man mit Alkoholfahne angeschnorrt wird …

Gib deinen Text hKopftücher trug bereits meine Großmutter und einige Kleidungen mit Kopftuch finde ich echt schick. Also was soll's? In der Straßenbahn kann man beobachten (in Floridsdorf!), dass eher die Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei älteren Mitmenschen aufstehen und den Sessel anbieten und auch den Frauen mit den Kinderwagen helfen – und nicht nur den Kopftuchträgerinnen. Also – aufhören zum Meckern, Beispiel nehmen – ich werde weiter beobachten, vielleicht holt die autochthone Bevölkerung ja auf.ier ein ...

Natürlich gibt es auch dunkle Ecken und Probleme hier, nicht alle sind wohlerzogene Engel – die Einheimischen nicht und auch nicht die „Zuagrasten"  - und man soll Missstände ansprechen, warum nicht? Aber nicht im gehässigen Ton und ewig anpatzend.

Und manchmal sieht man nicht immer gleich die Vorteile. Ist mir auch schon passiert: Ich habe früher z.B. auch gegen die Donauinsel gestimmt, weil ich lieber das wilde Überschwemmungsgebiet behalten wollte – und heute? Sorry – heute bin ich doch froh und stolz auf die Donauinsel, so wie sie jetzt ist.
So wird es bei vielen bald mit der Mariahilfer Straße sein – auch bei der Kärntner Straße gab es zuerst bei der Umwandlung in die Fußgängerzone Proteste und heute sind wir doch alle froh, gemächlich entlang spazieren zu können.
Man sollte eben auch offen für Veränderungen sein, auch wenn man mal anderer Meinung ist.

Wirkliche Probleme könnte man ja auch ruhig ausdiskutieren und ändern. Aber stellt dieses Wien-Bashing ein. Noch dazu mit falschen Zahlen und fadenscheinigen Argumenten.

Ich kann es nicht mehr hören und viele mit mir auch nicht mehr.

Wien ist meine Stadt und Wien ist schön. Basta.

Design, Design in Wien - Teil 1 MQ
viennacontemporary 2017
 

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