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Am Super Sonntag auf der Burg Aggstein

Am Super Sonntag auf der Burg Aggstein

Der Christkindlmarkt und das Mittelalterfest sind bereits vielen Freunden der Burgruine Aggstein bekannt, jetzt gibt es auch noch Markttage und die Super Sonntage… Letzten Sonntag war es soweit. Die Wölfe von Dunkelstein waren zu Besuch auf der Burgruine. Die Sonne lachte erstmals seit langem vom Himmel und so machte ich mich auf, Aggstein wieder einmal zu besuchen.

Blick auf die Donau vom Parkplatz unter der Burg. Bei manchen Veranstaltungen startet hier der Shuttlebus zur Burg.

Am großen Parkplatz unter der Burg angekommen, überlege ich mir zuerst mit dem Auto bis zur Burg hinaufzufahren – das Straßenschild mit dem Hinweis auf die Steigung bringt mich aber dann wieder zur Vernunft: ich beschließe sportlich zu sein.

Auf geht’s – der Esel-Steig

Also stelle ich das Auto wieder am Parkplatz ab und mache mich per pedes auf den Weg. Schließlich kann ich dann auch gleich den Esel-Steig ausprobieren, der Wanderweg, der erst im Vorjahr wieder neu eröffnet wurde und durch den Wald zur Ruine hochführt. Es ist ein alter Steig, der früher von den Herren von Aggstein einsehbar war, sodass sie immer rechtzeitig wussten, wann und ob Gefahr für die Burg drohte.

Es ist schön im Wald zu wandern, manchmal allerdings richtig steil.

Die Burg liegt hoch oben auf einen Felsenvorsprung mit wunderbarem Blick auf die Donau. Das „Hoch oben" muss man sich aber erarbeiten: auch hier ist die Steigung nicht zu verachten. Ich bin zwar einer Familie begegnet, die den Weg auch mit Kinderwagen zurückgelegt hat, aber dazu gehört schon einiges an Sportsgeist – ich würde da eher den Weg über die Straße empfehlen. Auch auf ihren Hund sollten Sie sich verlassen können: wenn der beste Freund des Menschen an bestimmten Stellen des Steigs plötzlich fest an der Leine zieht, könnte es sonst sein, dass Sie diese Strecke dann am Hosenboden schnell überwinden.

Ein kleine Hütte im Wald oder ein Luxushochstand?

Gehen Sie es am besten gemütlich an: es ist wunderbar langsam durch den Wald zu schlendern, den kleinen Bach glucksen zu hören, und den Vögeln beim Singen zu lauschen. Beim Eselsteig finden sich am Rande auch immer wieder Brombeerensträucher – für Proviant am Wegesrand ist also gesorgt, wenn man zur richtigen Zeit seinen Ausflug plant. (Wer über die Straße zurückgeht, kann sich jetzt an den Walderdbeeren erfreuen, die am Straßenrand viele Früchte zeigen).

Erdbeeren am Wegesrand

Einige Passagen sind ziemlich steil und es kostet ein wenig Geschick und auch Kondition diese Steigungen zu erklimmen: ich habe es trotzdem – allerdings mit einem leichtem Muskelkater am nächsten Tag und viel Schweiß geschafft.

Die Ritter sind schon da …

Gut, dass in der Burg die Taverne schon auf die Wanderer wartet. Gut, dass es hier nicht nur Gutes zum Trinken, sondern auch Gutes zum Essen gibt. Egal, wonach Sie Lust und Laune haben, ob ein Schmalzbrot mit Zwiebel, Toast oder dem hausgemachten Schweinsbraten, lassen Sie sich vom Tavernen-Team verwöhnen.

Im Burghof, Blick auf die Taverne

Oder wie wäre es einmal mit mittelalterlicher Kost? Bei meinem Besuch letzte Woche fand ganz standesgemäß im Rittersaal ein richtiges Ritteressen statt. Auch das ist auf Aggstein möglich.

Im Rittersaal wird getafelt

Nachdem man sich gestärkt hat, kann man dann die Wanderung durch die Burg unternehmen, die Ausstellung besichtigen und die Geschichte der Burg kennenlernen. Wer es genau wissen möchte, holt sich den neuen Audioführer, den es auf Deutsch und auf Englisch gibt. Für die 5-12jährigen gibt es eine besonders spannende und lustige Version.

Auch das gab’s schon zur Ritterszeit – ein ganz spezieller Platz für ein stilles Örtchen.

Verpassen Sie auf keinen Fall den Besuch des Rosengärtleins. Um diesen Platz rankt sich zwar eine besonders grausige Geschichte in der Vergangenheit, aber der Ausblick auf die Donau ist wunderschön, den Gefangenen, die hier entscheiden konnten, ob sie lieber verhungern oder sich in die Tiefe stürzen wollen, wird die Aussicht allerdings egal gewesen sein. Achtung beim Durchschreiten der Steintore – wir sind anscheinend größenmäßig ziemlich gewachsen.

Jetzt gibt es einen Zaun im Rosengärtchen – früher musste man hier verhungern oder sich in den Abgrund stürzen

Dann noch ein wenig die Sonne genießen – die Nibelungenausstellung noch anschauen – und runter geht's wieder – diesmal auf der Straße. Vorher habe ich mich klarerweise noch von den Rittern verabschiedet, die das Tor zum Burghof bewachten. Da sie aber gerade mit kleinen Besuchern ins Gespräch vertieft waren, schnell ein Foto und dann ciao.

Jetzt kann man mit/bei den Rittern spielen

Durch die schöne Wachau geht es entlang der Donau nach Wien zurück – ein gelungener Ausflug und ein schöner Tag geht zu Ende. Wann ich Aggstein wieder besuche? Na, vielleicht zum Markttag am nächsten Sonntag….

Wer will kann hoch hinaus

Mehr über die Geschichte der Burgruine Aggstein finden Sie hier auf askEnrico. Schauen Sie auch immer wieder auf die Newsseite – hier erfahren Sie von den vielen Veranstaltungen auf der Burg.

Ein Blick zurück auf die Burg

Burgruine Aggstein
3642 Aggsbach Dorf
Tel.: +43 2753 8228
Fax: +43 2753 8228-4
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ruineaggstein.at

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