Enricos Reisenotizen

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Über den Dächern von Wien

Über den Dächern von Wien

Jetzt ist sie da: Die neue Kamera am Dach des Naturhistorischen Museums in Wien. Ihre Vorstellung war Grund genug, Wien mal von ganz hoch oben zu betrachten.Am 31.8.2015 war es soweit. Um Meteore bereits während ihres Falles zur Erde zu entdecken, dokumentiert nun eine Spezialkamera am NHM Wien Sternschnuppen und Feuerbälle am Himmel von Wien.

Ludovic Ferrière (Co-Kurator der Meteoritensammlung) & Christian Köberl (Generaldirektor des NHM Wien) mit der Meteoritenkamera © NHM Wien, Hischam Momen

Zwei Meteoriten pro Jahr sollten eigentlich über Österreich pro Jahr herniedergehen, gefunden wurden allerdings in den letzten 250 Jahren lediglich sieben Stück. Um diese Ausbeute zu erhöhen und der wissenschaftlichen Forschung zuzuführen will man nun die Meteoriten bereits beim Fall beobachten und damit auf ihren „Landeplatz" wie auch auf ihren Startplatz Rückschlüsse ziehen zu können.

Blick auf das Naturhistorische Museum

Die Kamera auf dem Dach des NHMs soll als Testinstallation für ein ganzes Projekt dienen, dass im Endausbau an die 12-13 Kameras über Österreich verteilt braucht. Beim zukünftigen Ausbau der Beobachtungen ist auch an eine Zusammenarbeit mit anderen „Feuerball-Beobachtungs- und Forschungsnetzwerken" gedacht und soll auch Bürger in das Projekt mit einbeziehen. Schließlich werden – bei aller Berechnung des „Landeortes" – auch Beobachtungen am Boden notwendig sein, um „gelandete" Meteoriten auch auffinden zu können.

Blick auf den „Rathausmann“ und die Votivkirche

Soweit, so gut zu den Feuerbällen, Meteoriten und ihrer Beobachtung. Was aber den Besucher jetzt schon faszinieren könnte, aufs Dach des Naturhistorischen Museums zu klettern, ist die fantastische Aussicht. Genießen Sie es einmal und schauen Sie auf Heldenplatz und die Kaiserin Maria Theresia hinunter.

Blick auf das Maria Theresia Denkmal

Folgen Sie dem Verlauf des Rings und den Doppeldeckerbussen, die mit Touristen beladen entlang fahren. Riskieren Sie einen Blick auf den Zwilling des Naturhistorischen Museums – auf das Kunsthistorische Museum und vor allem genießen Sie all die Figuren, Verzierungen, die man von unten gar nicht so richtig wahrnehmen kann. Es ist und bleibt ein einzigartiges Erlebnis.

Blick auf die Stadt

Folgen Sie ihrem Blick in die Ferne zu den Türmen des Rathauses und der Votivkirche, von Ferne ist auch noch der „Hundertwasserturm" der Fernwärme und Müllverbrennung erkennbar und genießen Sie den Anblick der Hofburg ganz aus der Nähe. Auch der Steffl und die Karlskirche sind zu sehen. Bewundern Sie die alten Häuserfronten rund um das Museum, die allein durch ihre Bauweise und Dekorationen an ihre Zeit als Paläste erinnern. Nirgendwo ist das historische Wien den Besuchern näher, als mit dem Blick von hoch oben.

Der Engel des Naturhistorischen Museums

Das gute Nachricht zum Schluss: Jeden Freitag, Samstag und Sonntag um 15:00 Uhr (englisch) und 16:00 Uhr (deutsch) sowie jeden Mittwoch um 18:30 (deutsch) kann man sich einer Führung über den Dächern Wiens anschließen. Der kulturhistorische Spaziergang führt durch das Museum bis auf die Dachterrasse und der fantastische Wienblick wird wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Fotokamera auf keinen Fall vergessen!

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