Türkei - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken
Die meisten zieht es in die Türkei zum Baden im Meer oder zum Party machen. Dabei hat das Land auch ein riesiges kulturelles Erbe und wahre Naturschätze. Verpassen Sie nicht, auch diese zu sehen ...

Maya World Belek Melissa Garden

Schon bei unserer Ankunft in der Türkei waren wir in einem Maya World Hotel und waren begeistert – auch das Melissa Garden kann man wärmstens empfehlen.

Maya World Belek Melissa Garden

Das Hotel ist sehr schön, modern ausgestattet und man fühlt sich wohl. Allerdings liegt es nicht direkt am Strand, sondern 1,5 km abseits vom Meer. Für richtige Strand- und Meeresurlauber vielleicht eine etwas zu große Entfernung. Auf der anderen Seite gibt es in den Ferienanlagen ja auch genügend Menschen, die nie ins Meer, sondern immer nur in den Pool baden gehen.

Zimmer im Maya World Belek Melissa Garden

Das Hotel verfügt über einen Außenpool mit Wasserrutschen, bietet aber auch einen privaten Zugang zum Strand und Golf-Freunde sollten auch auf ihre Rechnung kommen: in der näheren Umgebung gibt es immerhin 11 Golfplätze und der nächste ist nicht einmal 200 Meter entfernt.

Maya World Belek Melissa Garden

Wer Wasserski oder Windsurfen mehr schätzt, kann dies am Privatstrand des Hotels ausprobieren.

Zimmer im Maya World Belek Melissa Garden

Das Personal ist freundlich und das Essen – wir haben das Abend- und das Frühstücksbüffet probiert – ist einfach traumhaft. Es war eine wirklich reiche Auswahl an den verschiedensten türkischen Spezialitäten, aber auch der internationalen Küche vorhanden, man wusste gar nicht wo man zuerst anfangen sollte. In einem separaten Raum vor dem Speisesaal gibt es einen Grill, der auch noch allerlei Köstliches zaubert. Aber allein mit den Vor- und Nachspeisen hätten wir unseren Hunger mehr als Stillen können und es war wirklich einiges Köstliches dabei.

Maya World Belek Melissa Garden

Die Zimmer sind funktionell und eher – bis auf den Fernseher – modern eingerichtet. Vielleicht für einen langen Aufenthalt ein wenig klein, aber auch da wird man sich ja eher weniger am Zimmer aufhalten. Jedes Zimmer verfügt aber auch über einen möblierten Balkon und im ganzen Hotel gibt es kostenfreies WLAN.

Maya World Belek Melissa Garden

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, kann man sich in den komplett ausgestatteten Spa-Einrichtungen verwöhnen lassen, die wir leider nicht ausprobieren konnten. Im Wellnesscenter finden sich auf jeden Fall Dampfbad, Türkisches Bad, Hammam und man kann diverse Spezialmassagen buchen.

Maya World Belek Melissa Garden

Alles in allem, ein nettes Hotel, für eine kurze Aufenthaltsdauer geradezu ideal. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es im Sommer bei voller Belegung in und um den Pool (und dorthin ging unser Balkon) auch in den Nachtstunden ziemlich laut werden könnte. Als Zwischenstopp bei unserer Rundreise aber voll ok.

Maya World Belek Melissa Garden

Warum wir dann allerdings für die nächste Nacht nochmals übersiedeln mussten, haben wir alle nicht ganz verstanden, aber so ist das nun einmal auf Kaffeefahrten… 

Maya World Belek 
07100 Belek, Akınlar Mh. Deniz Cd. Dinler Bahçesi Karşısı, Antalya
Tel: + 90 242 324 8351
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.mayahotels.com.tr/Maya-World-Belek/de

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Cender Hotel

Das Viersternhotel in Antalya hat eine ausgezeichnete Lage, – egal ob man an den Strand oder in die Altstadt will.

Cender Hotel

Es ist ein moderner Bau, der auf den ersten Blick schon ein gewisses „Wow" beim Gast hervorruft. Alle Räume haben Seeblick, Balkon, Klimaanlage, Satelliten-TV, Brandmelder und Safe. Im Badezimmer warten Dusche und Haarfön auf den Gast.

Cender Hotel

Das Hotel hat vier Restaurants, vier Bars und ein Pub und drei Konferenzräume mit einer Kapazität von 20 bis 300 Teilnehmern. Außerdem ist das Hotel mit einem Schwimmbad, einem Türkischen Bad, einer Sauna, einem Dampfbad, einem Fitnessraum und einem Jakuzzi ausgestattet. Für die kleinen Gäste gibt es ein eigenes Kinderbecken. In der Lobby des Hotels ist der Internet-Zugang mit WLAN möglich. Außerdem steht den Gästen eine Parkgarage zur Verfügung.

Cender Hotel

Wir waren also bei der Ankunft ziemlich beeindruckt. Nach dem – freundlichen – Check-in ging es mit dem Lift hoch hinauf und wir bezogen unser Zimmer. Bei der Vergabe der Zimmerschlüssel hatten wir ein ganz besonderes Glück: wir haben ein Eckzimmer bekommen. Großartig! Nicht nur ein wunderbarer Ausblick auf den Strand, sondern auch ein ganz komfortables Zimmer mit einer wunderschönen, runden Sitzecke. Vielleicht nicht ganz praktisch, da die Sitzecke auf Kosten der „Staumöglichkeiten" geht, auf der anderen Seite aber schon beeindruckend. Auch der Balkon war beeindruckend – groß, rund und schön – mit wunderbarem Ausblick auf das Meer. Komischerweise gab es – weder auf unserem Balkon, noch auf den Nachbarbalkonen Sessel oder Liegestühle. Drei Plastikstühle waren allerdings im Zimmer vorhanden.

Blick vom Hotelzimmer

Dann wartete die nächste Überraschung auf uns: sowohl in unserem Zimmer, wie auch in den Baderäumen unserer Mitreisenden fehlten die Duschköpfe. Für ein Vierstern-Hotel nicht unbedingt eine Empfehlung. Vorgewarnt von unseren Mitreisenden duschten wir mit Vorsicht, manche unserer Reisegruppe hatten zuvor schon in einem Wasserstrahl gestanden, der von der Decke wieder zurückgespritzt war und sie daher einer unfreiwilligen Kopfwäsche unterzogen wurden.

Blick auf den Pool

Die nächste Enttäuschung – und vielleicht die größte – wartete aber beim Abendessen auf uns.

Cender Hotel – Am Balkon ein Teil unserer tollen Reisegruppe

Der Tisch, der für uns reserviert war, lieblos gedeckt. Auf dem Tisch standen bereits verschiedene Flaschen alkoholfreie Getränke, Mineralwasser, Bier, Wein mit Preiskärtchen davor. Wollte man etwas davon trinken, musste man zu einer schlecht gelaunten Dame am Eingang des Speisesaals pilgern, die nach Bezahlung dann den entsprechenden Bon aushändigte. Dann zurück zum Tisch, dem Kellner den Bon übergeben und wenn man Glück hatte, brachte dieser dann nach einer mehr oder weniger langen Wartezeit das Gewünschte.

Im Zimmer des Cender Hotels

Das Essen war in Buffetform. Normalerweise liebe ich Buffets – man hat eine große Auswahl und kann sich so mit kleinen Häppchen durch die verschiedenen Spezialitäten kosten. Hier gab es weder eine große Auswahl noch waren es Spezialitäten. Auf der ganzen Reise, in jedem Hotel oder Restaurant haben wir hervorragend gegessen – hier nicht. Es kann schon einmal vorkommen, dass einem das eine oder andere Gericht nicht schmeckt, Gusto und Ohrfeigen sind ja verschieden, wie es so schön im Sprichwort heißt, aber dass mir gar nichts schmeckt, kommt eigentlich fast nie vor – im Cender Hotel war es so.

Ausblick vom Hotelzimmer

Auch den Wein, der nicht unbedingt zu der billigsten Sorte vom Preis her zählte, kann man nicht zu der Kategorie Qualitätswein rechnen und für die Qualität stimmte das Preis-Leistungsverhältnis keinesfalls.

Zimmer im Cender Hotel

Es war eine Massenabfertigung der Gäste. Da der Lärmpegel in diesem großen Saal auch relativ hoch war, verließen alle bald den Saal. Das wurde auch vom Personal unterstützt, da keiner nach weiteren Wünschen fragte und auch keine Speisen am Buffet nachgelegt wurden. Auch die „Bonverkäuferin" schloss bald ihre Kassa und verließ ihren Verkaufsplatz, womit es dann auch unmöglich war, noch ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken. Das war aber kein Problem, auch wir waren froh, die Massenausspeisung rasch wieder zu verlassen…

Blick auf den Outdoor-Pool

Schade. Die Außenansicht des Hotels ist genauso hervorragend wie die Lage. Möglicherweise wechselt das Personal (und die Duschköpfe) in der Hauptsaison. Aber dennoch: Freundlichkeit und eine komplette Ausstattung der Zimmer sollte auch in der Nebensaison möglich sein.

Im Zimmer des Cender Hotels

Leider war das unsere letzte Nacht in der Türkei – nochmals schade, dass uns diese jetzt so in Erinnerung bleibt. 

Cender Hotel
07100 Antalya, Gençlik Mah. Işıklar Cad. No: 42
Tel: 90 242 243 43 04
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.cenderhotel.com.tr

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Denizim Park

Essen muss der Mensch – auch wenn er sich auf einer Urlaubsreise befindet. Wenn es dann noch gut schmeckt, umso besser: Am letzten Tag waren wir noch gemeinsam zu Mittag im Denizim Park.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Der Denizim Park ist, wie der Name schon sagt, eigentlich mehr als nur ein Restaurant. Hier kann man essen, die Kinder können spielen, es gibt Pony reiten und einiges mehr. Bei unserem Besuch war man mit Reisegruppen ziemlich ausgebucht, um nicht zu sagen: voll. Damit alle möglichst schnell zu ihren nächsten Besichtigungen aufbrechen konnten, gab es für alle ein vorbestelltes Menü und keinen Zutritt zum Buffet (leider). Aber zur Ehrenrettung des Restaurants muss gesagt werden: Es gab zwei Hauptspeisen zur Auswahl, es wurde wie am Laufband schnell serviert und auch wieder abgeräumt und das Essen war durchaus schmackhaft.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Denizim Park will mehr sein als ein Restaurant. Das Restaurant möchte ein ganz spezieller Ort in einer ganz speziellen Umgebung sein, seinen Gästen mehr bieten als ein „normales" Restaurant: hier kann der Besucher – so er möchte – mit seiner Familie den ganzen Tag verbringen und die Vergnügungs- und Freizeiteinrichtungen nutzen.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Im Denizim Park können Sie Frühstück bekommen oder zu Mittag und am Abend essen, hier werden Seminare, Hochzeiten, Verlobungen, Cocktail-Partys und Abschlussfeiern veranstaltet. Eine eigene Organisation kümmert sich darum, die besonderen Wünsche der Gäste zu erfüllen und sicher auch jener der Reiseveranstalter.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Besonders Eltern mit Kindern werden diesen Ort zu schätzen wissen. Findet man einen Platz im Nomadenzelt können die Kleinen in der Nähe in der Wiese herumtollen, größere können auch auf den Spielplatz gehen, man kann Ponny reiten, oder die Kaninchen und die Enten beobachten. Es gibt einen Miniclub und vieles mehr, das den kleinen Gästen sicher Spaß macht und damit auch den Eltern einen entspannten Besuch ermöglicht.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Fazit: Sicher kein First Class Restaurant, aber ein Restaurant mit freundlicher, schnell und effizient arbeitender Bedienung, reicher Auswahl am Buffet und hervorragenden Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten für die kleinen Gäste.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Eigentlich ein ideales Urlaubsrestaurant. Als einzig störend könnte man dabei die Größe empfinden. Das machen aber wieder die vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder wett. Wer hierher essen kommt sollte, vor allem in der Hochsaison, Kinder mögen und gegenüber einer gewissen Lautstärke abgehärtet sein. Die entwickelt sich ganz automatisch – egal ob durch Kinder oder viele Reisegruppe. Das gilt allerdings nur für das „Nomadenzelt" – man kann aber auch auf einige andere Essplätze ausweichen….

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com
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Özkaymak Hotel

Ein Hotel gleich neben einem großen Einkaufszentrum – das ist Kundenservice. Wenn die Tourteilnehmer allerdings schon zu erschöpft sind, nutzt es auch nix … Nach einer längeren Autofahrt kommen wir in Konya und damit im Özkaymak Hotel an.

Özkaymak Hotel in Konya.

Das Hotel verfügt über einen Innenpool, ein Türkisches Bad und eine Sauna. Die Zimmer sind geräumig und verfügen über Klimaanlage, TV und eine Minibar. Das Bad ist mit einer Dusche oder einer Badewanne und einem Haarfön ausgestattet. Im Fitnesscenter kann man trainieren oder sich eine wohltuende Massage gönnen. Zimmerservice, Wäsche- und Bügelservice, Geldwechsel und Autovermietung runden das Angebot ab.

Das Restaurant im Özkaymak Hotel in Konya

In der Teras Bar & Restaurant im letzten Stock des Hotels kann man die Aussicht über Konya genießen und auch gleich einen Blick auf eines der größten Einkaufszentren der Stadt werfen. Hier kann man sich zu Mittag oder am Abend während der Hauptsaison mit À la carte-Gerichten verwöhnen lassen. Bei unserer Kappadokienreise gab es allerdings ein vorbestelltes, aber sehr wohlschmeckendes Menü. Ein ausgezeichnetes Süppchen, eine wohlschmeckende Blätterteigvorspeise, fantastische Köfte und eine Art Creme Brulée zum Abschluss. Ausgezeichnet.

Köfte im Özkaymak Hotel in Konya

Die Zimmer sind etwas dunkel aber dafür sehr groß. Die Ausstattung und das Design sind vielleicht ein bisschen „altertümlich" und ein bisschen plüschig, aber es ist alles sauber und auch die Freundlichkeit des Personals ist ok. Es ist vielleicht nicht das überschwängliche Entgegenkommen, das man oft in Hotels entgegengebracht bekommt, aber es passt.

Özkaymak Hotel in Konya

Das Essen ist gut und auch das Frühstücksbuffet ist gut und reichlich.

Ein Süppchen zum Abendessen

Sollten Sie nicht mit einer Reisegruppe ins Özkaymak Hotel kommen und am Flughafen von Konya, der 14 km vom Hotel entfernt ist, ankommen, können Sie den kostenpflichtigen Shuttleservice nutzen. Parkplätze für ihr Auto sind gratis vorhanden.

Die Bar im Özkaymak Hotel

Das Mevlana-Rumi-Museum liegt weniger als 10 Autominuten entfernt und wenn Sie in Konya sind, sollten Sie nicht versäumen diesem einen Besuch abzustatten. Es ist sehenswert!

Die Aussicht auf das Einkaufszentrum

Özkaymak Konya Hotel
42030 Konya, Nalçacacı Caddesi 92
Tel: +90 332 237 87 20
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.ozkaymakotels.com/en/konya-otel/index.html

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Leder und Schmuck

Die Türkei ist nicht nur für ihre Teppichmanufakturen bekannt, sondern auch für Leder und Schmuck. Klarerweise werden daher auf einer „Kaffeefahrt" auch eine Lederfabrik und ein Schmuckgeschäft besucht. Da der Preis der Reise unter anderem auch durch diese Unternehmen gesponsert wird, ist auch in deren Geschäften ein Besuch vorgesehen. Manchmal lohnt es, manchmal nicht …

Der Schmuck

Zuerst geht es in die Schmuckabteilung. Eine hervorragend Deutsch sprechende Lady präsentiert das Unternehmen, das seit 1955 besteht und von einer armenisch-türkischen Familie gegründet wurde. Beide Familien hatten ihre Geschäfte zuerst im geschlossenen Bazar von Istanbul, seit 2008 gibt es auch die Filiale in Antalya. Während sie weiter erzählt, warum man hier so günstig Schmuck kaufen kann (staatliche Förderung, tax free, günstige Löhne) können wir den Meistern beim Verarbeiten und Fassen der Steine zuschauen. Schmuck wird hier auch gleich gereinigt oder neu gefasst – kostenlos. Nach Erklärungen über die verschiedenen Goldarten und Karat werden wir in den Schauraum geführt, wo schon die Verkäufer, die allesamt hervorragend Deutsch sprechen auf uns warten. Mein Durchgang ist rasch beendet, da ich einfach mit dieser Art von Schmuck nicht viel anfangen kann, ob er nun günstig war oder nicht oder ob die Verarbeitung einwandfrei war, entzieht sich daher meiner Kenntnis, auch hätte ich dafür nicht das notwendige Wissen um dies beurteilen zu können. In einem weiteren Nebenraum erholen wir uns bei einem Cola und warten auf die anderen. Allerdings ist unsere Reisegruppe sehr widerstandsfähig – auch im Schmuckgeschäft hat anscheinend niemand etwas gekauft.

Das Leder

Die Empfangshalle von Naturel in Antalya

Weiter geht es zur nah gelegenen Firma naturel. Naturel ist ein sehr großes Unternehmen, das nicht nur einige Verkaufsräume in der Türkei besitzt, sondern auch in Griechenland und Dubai. Der Shop in Antalya besitzt eine Verkaufsfläche von 10.000m2, der Besucher kann aus 20.000 Produkten wählen. Und immerhin werden hier an die 200 Menschen beschäftigt. Die Verkaufsshow beginnt mit einer Modeschau, in der wirklich sehr schöne Modelle gezeigt werden. Da wir Ende April unterwegs sind, lockt man uns mit Winter-Ausverkaufspreisen. Jeder kann die verschiedenen Modelle gleich probieren und sollte zumindest fühlen wie weich das Leder ist, wie gut verarbeitet.

Ist doch ein schönes Stück! Und wie fühlt sich das Leder an?

Einige von uns werden beim Ausverkauf der Winterjacken schwach. Sie sind doppelseitig zu tragen und sehen wirklich toll aus. Auch einige Jacken schauen sehr schön aus und das Leder ist wirklich ganz weich. Gott sei Dank gibt es die Jacken, die mir vom Schnitt oder der Farbe her gefallen nicht meine Größe – und für ein Jäckelchen, für das ich zwischen 500 und 1000 Euro bezahlen müsste, möchte ich schon dass es mir wie angegossen passt.

Bei Naturel in Antalya

Im Verkaufsraum werden wir dann wieder von gut geschulten Verkäufern umgarnt. Es gibt nicht allzu viele verschiedene Schnitte, diese Modelle aber dann in den unterschiedlichsten Farben. Dennoch hier werden auch mit unserer Gruppe Geschäfte gemacht. Während ich den Jacken widerstehen kann, wartete im Erdgeschoss eine weitere Herausforderung auf mich: Taschen! Große, kleine, schwarze, braune, und in vielen anderen Farben und Schnitten. Jetzt war es um mich geschehen – nach etlichem Gustieren, sah ich sie: meine Traumtasche, die ich schon lange gesucht hatte. Elegant, aber doch sportlich, nicht zu groß und nicht zu klein und in einer braun-gräulichen Farbe, die man zur eleganter Businesskleidung (sehr selten), wie auch zu Jeans (häufig) auch tragen konnte. Optimale Größe für all die vielen Utensilien, die Frau eben in einer Tasche verstauen muss.

Hier wird gleich nach der Modeschau probiert …

Und – ausgesprochen wohlfeil! 90 Euro empfand ich als echte Mezzie. Gekauft.

Eine kleine, aber feine Modeschau erwartete uns

Am Parfumstand konnte ich dann auch dem Lieblingsparfum meiner Tochter nicht widerstehen und auch das war eigentlich ein Schnäppchen. Fazit: Kaffeefahrt gelungen, Umsatz gemacht und ich hatte auch zwei Einkäufe getätigt, von denen ich mich auch heute noch nicht über den Tisch gezogen fühle. Eine echte Win-Win-Situation. Auch der Rest unserer Reisegruppe zeigte sich mit den Einkäufen zufrieden. Natürlich muss man bei den Einkäufen aufpassen und teilweise ist es schwierig, die Verkäufer sind hervorragend geschult, und in manchen Geschäften muss man handeln, da der Preisnachlass ja schon miteinberechnet wurde und nicht jedem (mir nicht) liegt das. Aber all das weiß der Konsument, wenn er sich auf eine Kaffeefahrt in die Türkei begibt. Und wir sind doch angeblich alle verantwortungsvolle und selbstbestimmte Konsumenten, oder?

Bei Naturel in Antalya

Naturel Shop Antalya
Sinan Mah. Anso Sok. 463
Altınova, Antalya
Tel: + 90 242 321 4888
www.naturelgroup.com

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Die Karawanserei Öresin Han (Delikhan Tepesi)

Die Karawansereien könnte man vielleicht mit unseren Poststationen vergleichen. Reisende konnten hier ihre Tiere versorgen und übernachten. Aber Karawansereien waren noch mehr …

Karawanserei Öresin Han

Das Wort Karawanserei kommt aus dem Persischen, wird aber auch heute noch in vielen Sprachen verstanden. Die ersten „Gebäude" entstanden bereits im 10. Jahrhundert in Zentralasien. Im 13. Jahrhundert erstellten die Seldschuken ein großes Netz an Karawansereien in Anatolien. Der Abstand zwischen den einzelnen Karawansereien betrug um die 40 km und entsprach damit der Strecke, die eine Karawane in einem Tag zurücklegen konnte. Sie waren ursprünglich wahre „Luxushotels": verfügten über Werkstätten, Ärzte kümmerten sich um kranke oder verletzte Reisenden, es gab Bäder, Küchen, Tee- und Kaffeestuben. Auch für die Unterhaltung war gesorgt: Musikkapellen spielten für die Gäste. Meistens befand sich seitlich des Eingangstores ein Betraum, die größeren hatten auch eine kleine Moschee im Innenhof. Später unter osmanischer Herrschaft wurde es spartanischer: Nun mussten Matratzen und Decken, Koch- und Essgeschirr mitgebracht werden. Aber immerhin waren die Dienstleistungen an den Karawanenstraße kostenlos.

Karawanserei Öresin Han

Der Grundriss der Karawanserei entsprach meist einem Quadrat oder Rechteck, seltener wurde im Achteck gebaut. Sie hatte einen großen Innenhof, um den arkadengesäumte Gebäude standen. Während im Erdgeschoss die Ställe für die Tiere und Läden waren, wurden die Reisenden im Obergeschoss untergebracht.

Karawanserei Öresin Han

Karawansereien waren massive Wehranlagen mit steinernen Mauern und eisenbeschlagenen Toren. Hier konnte man sicher übernachten, die Tiere verpflegen und Lebensmittel für die Weiterreise einkaufen. Große Karawansereien dienten auch als Warenlager und Handelsplatz. Erst im 20. Jahrhundert verloren sie ihre Funktion.

Karawanserei Öresin Han

Die Öresin Han Karawanserei gehört zu einer Gruppe von gut erhaltenen Gebäuden, die auch auf der Unesco Liste angeführt sind. Bis vor kurzem nahm man an, dass die Öresin Han im dritten Quartal des 13. Jahrhunderts gebaut worden war. Doch bei der Renovierung 2007 wurde eine Inschrift entdeckt, die das Datum 1188 angibt.

Karawanserei Öresin Han

Das Portal zeigt nach Südosten und die Karawanserei verfügt über einen großen Saal mit fünf Gängen, die durch ihre ungewöhnliche Anordnung auffallen. Die Halle ist 727m2 groß. Obwohl das Gebäude vor der Renovierung schon sehr verfallen war, beeindruckten die architektonischen Proportionen, die Verarbeitung und vor allem die Zwickel der Kuppel. Das Portal und ein Teil der Kuppel lagen in Trümmern. Lange Jahre wachte der Bau, obwohl verfallen, stolz und würdevoll über die einsame Strecke, die früher eine wichtige Verbindungsstrecke der Seldschuken war. Heute führt die Straße von Aksaray nach Nevşehir, die Karawanserei liegt ca. 12 km östlich von Aksaray.

Karawanserei Öresin Han

Nach der Renovierung, die 2010 abgeschlossen wurde, eröffnete man in der Halle ein Restaurant und einen Souvenirshop. Auch wir legten in der Karawanserei einen Zwischenstopp ein, um einen türkischen Café zu trinken, die Halle zu besichtigen und auch das eine oder andere Souvenir zu kaufen. Damit hat das Gebäude eigentlich die gleiche Funktion wie früher: Reisenden einen Ort zum Rasten und Ausruhen zu bieten.

Blick auf die „Vulkanberge“
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Antalya

Zumindest den Flughafen der Stadt kennen viele Türkei-Urlauber, aber die Stadt? Dabei bietet sie eine wunderschöne Altstadt, einen tollen Wasserfall und Rundfahrten mit „Piraten"booten, und einiges mehr… Auch bei unserer Kappadokientour war der Flughafen von Antalya der Start und das Ende der Reise. Wir hatten allerdings Glück und damit noch fast eineinhalb Tage, um uns auch ein bisschen in der Stadt umzusehen. Und das sollte man, es lohnt sich. Aber fallen Sie bloß nicht gutgläubig auf jeden Iman herein….

Antalya - Hadrians Tor

Geschichte

Die Umgebung von Antalya war, ebenso wie Perge, schon um früh besiedelt. Schon 4.500 v.Chr. kamen in die Ebene zwischen Anaya und Antalya die Hethiter aus dem Kaukasus und aus Mesopotamien. Vom 9. bis zum 7. Jahrhundert v.Chr. wanderten Griechen und Trakier ein; es erfolgten weitere Städtegründungen. Schließlich kam die Gegend um Antalya zum lydischen Königreich, zu den Persern und 336 v.Chr. kam Alexander der Große ins nah gelegene Perge. Das Gebiet um Antalya wurde in der Antike Pamphylia genannt, was so viel wie „sehr fruchtbar" bedeutete.

Blick auf Antalyas Wahrzeichen

Die Stadtgründung von Antalya erfolgte um 135 v. Chr. durch Attalos II. von Pergamon, der für sein Herrschaftsgebiet einen Hafen brauchte und somit auch gleich eine Stadt dazu gründete. Auf ihn soll auch ihr erster Name, Attaleia zurückgehen, später wurde sie auch Atalia und Adalya genannt. Nach seinem Tod übernahmen die Römer die Herrschaft über die Stadt und bauten die Stadt und den Hafen weiter aus, auch um von hier aus die Seeräuber bekämpfen zu können. 130 nach Chr. kam Hadrian zu Besuch in die Stadt, das Hadrian-Tor erinnert noch heute daran, und half die Entwicklung der Stadt zu beschleunigen.

Am Weg zum Hafen

Auch der Apostel Paulus und sein Begleiter Barnabas besuchten die Stadt, die in byzantinischer Zeit sogar Bischofssitz wurde. Im 8. Jahrhundert wurde die Stadt neu befestigt, um arabischen Angriffen besser Widerstand leisten zu können. 860 eroberte eine arabische Armee die Stadt. Während der Kreuzzüge war Antalya oft Zwischenstation, 1149 flohen Kreuzfahrer hierher. 1085 gelang türkischen Seldschuken die Eroberung der Stadt, die später wieder byzantinisch wurde. Doch auch dann wechselten die Herrscher ständig: 1214 eroberten die Seldschuken die Stadt und 1415 die Mongolen, danach zogen die Osmanen in die Stadt ein. Wenn auch die goldenen Zeiten der römischen Herrschaft vorbei waren, in denen Antalya ein Handelsdrehpunkt der Karawanen war, entwickelte sich die Stadt doch stetig weiter und lebte hauptsächlich vom Handel mit Früchten.

Blick auf die Stadtmauer

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bereits auch der wichtige osmanische Schriftsteller Evilya Ҫelebi, der bei seinen Reisen sogar Wien und Buda besuchte und dessen Werk 2013 zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde, Antalya. Er erzählt in seinen Memoiren, dass die Altstadt von Antalya innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke gegliedert ist, aber außerhalb dieser noch an zwanzig weitere Bezirke besiedelt sind. Er zählte an die dreitausend Häuser und behauptet, dass der Hafen sogar eine Schiffsflotte von Zweihundertschaften beherbergen könnte. Ende des Ersten Weltkrieges wurde Antalya kurzzeitig von italienischen Truppen besetzt, durch die Staatsgründung durch Kemal Atatürk wurde die Besetzung aber relativ schnell wieder aufgehoben. Seit 1970 entdeckte der Tourismus Antalya und mit ihrem Flughafen hat sie sich als zentrale Drehscheibe – vor allem der Flüge aus Deutschland und Österreich – etabliert. Heute besitzt die Antalya an die 1.5 Millionen Einwohner und durch den Tourismus gibt es auch kaum Arbeitslosigkeit in der Region. Dadurch hat sich die Stadt auch enorm ausgedehnt: 70% der Gebäude sind nicht älter als 20 Jahre (2014) eher noch jünger.

Eine Regenschirm-Parade

Sehenswürdigkeiten

Planen Sie genügend Zeit für Ihren Ausflug nach Antalya ein, es gibt einiges zu sehen. Vielleicht beginnen Sie oberhalb des alten Hafens. Dort sehen Sie zuerst ein großes Atatürk-Denkmal. Von dort können Sie schon einen ersten, wunderschönen Ausblick auf das Meer und den Hafen genießen. Außerdem sehen Sie bereits eines der Wahrzeichen der Stadt, das Sie auch nach wenigen Metern erreichen können.

Yivli Minarett (das kannellierte Minarett)

Das Yivli Minarett, das Wahrzeichen von Antalya, ist ein seldschukisches Monument aus dem 13. Jahrhundert, das Sultan Alaeddin Kaykubat I. in Auftrag gegeben hat. Gebaut auf einem quadratischen Steinblock hat es seinen Namen nach den acht Halbzylindern aus Ziegelstein und den türkisen Keramikverzierungen, die das Minarett so einzigartig machen. Das Oberteil war mit Fließen und hellblauen, quadratischen Mosaiksteinen verziert. Das Minarett ist 39.62 Meter hoch und 92 Stufen führen zur Spitze. Über Jahrhunderte diente es außerdem der Schifffahrt zur Orientierung. Das Minarett wurde 1955 und 2010 restauriert.

Yivli Minarett

Die Gıyaseddin Keyhüsrev Medrese

Die Gıyaseddin Keyhüsrev Medrese

Eine Medrese oder Madrasa ist seit dem 10. Jahrhundert die Bezeichnung für eine Schule in der islamische Wissenschaften unterrichtet werden. Zu den Unterrichtsfächern gehören islamische Rechtswissenschaften, sowie die Überlieferung der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed, arabische Sprachlehre und Koranwissenschaften, in einigen Schulen werden auch andere Wissenschaften wie Logik und Mathematik unterrichtet. Meistens wird eine Medrese üblicherweise durch eine fromme Stiftung finanziert, wobei es dem Stifter dabei zusteht, über das Lehrprogramm sowie die Anzahl der Studenten, Lehrer und anderen Bediensteten zu bestimmen.

Antalya

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Medrese, deren Portal und Altar Meisterwerke der Steinmetzkunst sind, gehörte zum Hauptkomplex der vom Seldschuken-Sultan Alaeddin Keykubat errichteten Yivli Moschee und war damals eine Hochschule für Theologie und Wissenschaft. Diese Medrese wurde nach der Yivli Minarett Moschee genannt, weil sie im Innenhof der Moschee stand. Gebaut wurde sie von Atabey Armağan in der Periode des Seldschuken-Sultans Gıyaseddin Keyhüsrev von 1239 bis 1240. Das Gebäude wurde leider komplett zerstört, nur das Portal und Spuren des Fundaments blieben erhalten.

Antalya

Der Rahmen der niedrigen Eingangstür wird von Halbsternen und Dreiecken auf beiden Seiten gesäumt. Der Bogen ist mit zickzack-förmigen Steinen verbunden. Über der Tür befindet sich in einer Nische an der Spitze des Bogens eine Inschrift, die auf den Baumeister hinweist. Ein weiterer Satz bedeutet: Der einzige Herrscher ist Gott. Der Bau dieser heiligen theologischen Schule wurde vom Großen Sultan beauftragt, dem Schatten Gottes in der Welt, Gıyaseddin Keyhüsrev, dem Sohn von Keykubat …

Der Hafen

Blick vom Schiff auf einen Teil des Hafens

m Hafen finden Sie viele Rundfahrtsboote, die ihre Touren anbieten. Man segelt einmal auf das Meer hinaus und dann entlang der Küste wieder zurück. Die Stimmung an Bord ist ausgelassen, es wird oft getanzt und gesungen. Wir waren fast mit einem kleinen Discoschiff – wenn auch am Nachmittag – unterwegs. Wer es lieber ruhiger mag, sollte sich vielleicht von den „Piratenschiffen" à la Pirates of the Caribbean fernhalten.

Pirates of the Caribbean im Hafen von Antalya

Wenn Sie die Atatürk-Straße entlang gehen, werden Sie auf viele Figuren stoßen, die am Gehsteig entlang der Straße bis zum Hadrian Tor stehen. Schauen Sie sich nur um, es sind einige tolle Gestalten dabei. Sie erinnern ein bisschen an die „Merkwürdigen Statuen" in Bratislava.

Die Figuren von Antalya

Das Hadrians-Tor

Hadrians Tor

Es ist der Zugang zur Altstadt von der Atatürk-Straße aus. Das Hadrians Tor, gebaut 131-132 zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian, war das Ende der Straße die von Side, Aspendos und Perge nach Antalya führte. Hadrian betrat Attaleia durch dieses Tor, als er die Städte von Pamphylia besuchte. Es ist auf vier Sockeln erbaut, drei Torbögen und Ornament-verzierte Pfeiler schmücken das Tor. Eigentlich ist der Bau weniger ein Stadttor, sondern hat mehr den Charakter eines römischen Triumphbogens. Die beiden Türme links und rechts der Torbogen stammen aus verschiedenen Zeiten: der linke stammt noch aus der römischen Zeit, der rechte soll unter dem Sultan Keykubat erbaut worden sein. Es gibt zwei Inschriften auf den Stützbalken des Tores, die Hadrian gewidmet sind. Sie sind in vergoldeten Bronzebuchstaben ausgeführt und nun im Berliner und im Oxforder Museum zu sehen. Eine Inschrift besagt, dass die Heilige Lucia die Kosten für den Turmbau übernahm. Die Bastion auf der rechten Seite des Tors wurde in der Seldschuken-Periode renoviert, wie eine Inschrift beweist. Das Hadrians-Tor wurde 1961-1962 noch einmal renoviert.

Die Altstadt von Antalya und ihre Häuser

Das Alp Pasa Hotel mit Museum in der Altstadt

Obwohl viel zerstört wurde, sind noch immer viele Häuser, die an vergangene Zeiten erinnern, oft behutsam renoviert wurden und heute als Hotels und Pensionen den Gästen jenen Luxus bieten, von dem der Sultan nur träumen konnte. Als ein gelungenes Beispiel kann man das Hotel Alp Pasa anführen, dass schon durch einen kurzen Blick in den Garten bzw. Vorhof überzeugt. Hier wurde während der Renovierungsarbeiten unter anderem eine historische Zisterne entdeckt. Ein kleines Museum wurde mit den Funden direkt im Hotel eingerichtet, größere Teile wurden aber ins Antalya Museum gebracht und können dort besichtigt werden. 1972 wurde auch das Gebiet der Altstadt unter Denkmalschutz gestellt.

In der Altstadt

Wenn Sie die alten Häuser betrachten, werden Sie bemerken, dass man beim Bau der Häuser mehr an die Wärmeisolierung als an Kälte gedacht hatte. In erster Linie wurde Stein und Marmor – vor allem im Eingangsbereich – verbaut, um sich so eine angenehme Kühle in den Sommermonaten zu erschaffen. Oft wurden diese Räume dann auch als Vorratskammern benutzt. Viele der Häuser sind dreistöckig gebaut, oft sind auch Holzaufbauten zu sehen.

In der Altstadt

Heute ist die Altstadt mit ihren vielen Hotels, Pensionen und Restaurants ein beliebtes Vergnügungsviertel. Große Teile der Altstadt sind Fußgängerzone oder haben ein nur geringes Verkehrsaufkommen, man kann also ohne Probleme „um sich schauend" durch die Straßen wandern. Da Antalya aber an einer Steinküste liegt, muss man sich auf ein „Auf und Ab" und teilweise Stufen steigen gefasst machen.

Es geht bergauf und bergab

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Bei seinem Altstadtspaziergang kommt man auch am Kesik Minarett vorbei, das römische, byzantinische, seldschukische, osmanische und hellenistische Zeiten erlebte. So wurde es zuerst als römischer Tempel verwendet und später im 6. Jahrhundert AD in eine Basilika mit drei Schiffen und einem rechteckigen Grundriss umgebaut, im 7. Jahrhundert – während der arabischen Invasion – erlitt die Kirche großen Schaden, wurde im 9. Jahrhundert repariert und im 11., 13. und im 14. Jahrhundert erweitert. In der Selcuk-Periode zur Moschee umgewandelt, wurde das Gebäude – als Antalya unter die Herrschaft Zyperns von König Peter I. kam, wieder zur Kirche, um in der Zeit von Prinz Korkut, Sohn des Sultans II. Beyazid, wieder in eine Moschee umgewandelt und mit einem Minarett mit einem Einzelbalkon in der nordwestlichen Ecke ergänzt zu werden.

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Die Verzierungen auf dem Portal spiegeln die architektonischen Besonderheiten der osmanischen Zeit im 15. Jahrhundert wider. Bei einem Feuer 1896 wurde das Gebäude zum größten Teil zerstört. Zuvor war die Moschee als Korkut oder als Freitagsmoschee bekannt, nach dem Feuer, dem das Oberteil der Moschee zum Opfer fiel, wurde sie auch „verkürzte" Moschee genannt.

Karakaş Cami Moschee

Karakaş Cami Moschee

Sie liegt gegenüber dem Hadrian Tor und mit ihr verbindet uns eine typische „Touristengeschichte". Auf unserem Weg zum Eingang in die Altstadt gaben wir uns – schon durch das viele Fotografieren – als typische Touristen zu erkennen. Es war daher nicht verwunderlich, dass uns neben vielen Verkäufern der diversen Geschäfte auch ein Mann in recht gutem Deutsch ansprach und uns fragte, ob wir nicht die Moschee von innen sehen möchte. Er sei der Iman und er würde sie uns gerne zeigen. Natürlich waren wir hoch erfreut und interessiert.

Karakaş Cami Moschee

Der Iman führte uns in den Vorhof, zeigte uns die Waschgelegenheiten, und bat uns schließlich am hinteren Hof um eine kleine Spende, da er arme Kinder – inzwischen schon an die 20 – hier in der Moschee durchfüttern müsse. Selbstverständlich spendeten wir gerne. Als er dann nochmal etwas forsch nachfragte, ob es nicht etwas mehr sein könnte, wurde ich zum ersten Mal ein bisschen skeptisch und verweigerte eine weitere Spende, aber da hatten wir eigentlich schon ganz gut in die Tasche gegriffen. Er führte uns in den Vorhof zurück und erklärte uns, dass er nun schnell nach Hause gehen würde, um den Schlüssel zu holen.

Karakaş Cami Moschee

Wir sollten eine Runde durch die Altstadt machen, in einer halben Stunde wäre er zurück und dann könnten wir auch das Innere sehen. Gesagt getan – wir kehrten etwas später zurück und siehe da, die Moschee war offen. Wir blickten vorsichtig herum, versuchten nichts falsch zu machen und hielten Ausschau nach unserem Iman. Plötzlich erschien ein anderer, um einiges besser gekleideter Mann, der uns im besten Vorarlbergisch fragte, ob er uns vielleicht helfen könnte. Als wir ihn nach dem Iman fragten, und ihm sagten, dass dieser uns versprochen habe, uns das Innere zu zeigen, konnte er sein Grinsen kaum zurückhalten. Dann stellte er sich als der „richtige" Iman der Moschee vor, erklärte uns, dass hier ein Betrüger sein Unwesen trieb, dem schon einige Touristen auf den Leim gegangen waren und bot uns an, die Moschee zu besichtigen.

Karakaş Cami Moschee

Erst danach fiel mir auf, was an „unserem" Iman alles nicht gepasst hatte: seine herunter gekommene Kleidung, die schlechten Zähne, dass er keinen Schlüssel bei sich hatte, dass er uns auf der Straße angesprochen hatte und einiges mehr.

Karakaş Cami Moschee

Die Moschee ist übrigens auch im Inneren sehr schön und der „wahre" Iman sehr nett. Schuhe ausziehen, keine kurzen Röcke und Ärmel und Respekt zeigen, dann kann man sie gerne – außer zu Gebetszeiten – besichtigen. Der „Vorarlberger" ist sehr nett und hilfsbereit. Lassen Sie in schön von den zwei Österreicherinnen grüßen …

Lara

Antalya

Lara ist ein weitgehend neu gebauter Stadtteil, der mit vielen Hotels mit Meerblick auf sich aufmerksam macht, aber auch mit traumhaften Wohnungen; auch hier Meerblick inklusive. Unser Reiseführer meinte: es ist der Stadtteil der reichen Frauen – und das kam so. Unter der Regierungszeit von Kemal Atatürk wurde es auch Frauen erlaubt, ein Erbe anzutreten. Antalya war zu dieser Zeit noch viel kleiner und die Menschen lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft. Felder, die weiter landeinwärts lagen, waren daher viel wertvoller als jene nahe beim Meer, da hier das Grundwasser häufig salziger war und daher der Ertrag der Felder nicht so hoch. Also versuchten die Männer damals, den Frauen vor allem die Felder nahe dem Meer anzudrehen.

Antalya

Doch dann entwickelte sich der Tourismus in der Region immer stärker. Hotels wurden gebaut, Zimmer vermietet, die Nähe eines Grundstückes zum Meer, der Ausblick zum Meer wurde immer wertvoller. Und so kam es, dass in Antalya oft die Frauen reicher als ihre Männer sind, und Lara gilt – auch durch die Nähe des Strandes – als jener Stadtteil, der besonders viele Frauen reich gemacht hat.

Der Düdenpark und die Düden Wasserfälle

Der Düdenpark

Antalya ist reich an Parks und Grünflächen. Der Düdenpark und die Düden-Wasserfälle sind beides sehenswert und die Wasserfälle sind ein Symbol der Stadt Antalya. Das Wasser kommt aus der Quelle aus Kırkgöz, sie fließen rund 20 Meter runter und ein zweiter Wasserfall vom Duden findet seinen Weg zum Lara Beach, wo er 40 Meter hinab in das Meer hinunter stürzt.

Der Wasserfall im Düdenpark

Der Recep Bilgin Park

Antalya

Der Park liegt oberhalb der Altstadt und bietet einen schönen Ausblick auf das Meer, den man auf vielen Sitzgelegenheiten genießen kann. Schöne Spazierwege führen durch den Park und mehrere Brunnen spenden Frische im Sommer. In den vielen Restaurants kann man die eine oder andere türkische Spezialität genießen. Auf dem Weg vom Uhrturm zum Antalya Museum kommt man am Atatürk Denkmal und am Atatürk Kultur Park vorbei

Antalya

Das archäologische Museum von Antalya

Das Museum gilt als eines der führenden Museen der Türkei und liegt unweit vom Atatürk Park. Neben Athen hat das Museum von Antalya eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Kunst. Ausgestellt sind gut erhaltene Stücke vom Neolithikum, Bronzezeit, aber auch griechische, römische und osmanische Funde. Besonders eindrucksvoll ist die Göttergalerie aus Perge, die Galerie der Kaiser, sowie die vielen Sarkophage und Mosaike. Außerdem sind der Silberschatz von Aspendos und Side und der Goldschatz der Byzantiner ausgestellt.

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Perge

Perge war eine der bedeutendsten Städte in der Vergangenheit, 60-70.000 Menschen lebten hier und wenn man die Hauptstraße entlang geht, kommt man nach wie vor aus dem Staunen kaum heraus. Wenige Kilometer von Antalya, einem der wichtigsten, touristischen Zentren der Türkei liegt die Stadt Perge, deren Besuch sich auf jeden Fall lohnt.

Perge – Das Römische Tor

Die ersten Spuren von Perge stammen aus dem 4. Jahrtausend vor Christi und wurden auf dem Tafelberg gefunden. Bereits um 2000 v.Chr. soll auf dem Hügle eine luwische Siedlung namens Paragawana (hochgelegene Burg) existiert haben. Obwohl sich für die hethitische Zeit bisher nur wenige archäologische Zeugnisse finden ließen, nimmt man an, dass der in einem Staatvertrag von 1235 v.Chr. erwähnte Ort Parcha/Parha mit Perge gleichzusetzen ist.

Perge – Das hellenistische Tor

Auch die Legende, dass zwei Teilnehmer des Trojanischen Krieges – die Seher Kalchas und Mopsos – die Stadt gegründet haben, gilt als umstritten. Erwiesen ist allerdings, dass die Stadt unter dem Einfluss von Rhodos stand und offenbar auch engen Kontakt zu Zypern pflegte.

Perge

Im 7. Jahrhundert gelangte Perge unter lydische Herrschaft, dessen legendärer König Kroisos 547 v. Chr. gegen die Perser zog, um nach der Prophezeiung des Orakels von Delphi „ein großes Reich zu zerstören" – nicht ahnend, dass damit sein Reich gemeint war. Perge kam durch diese Niederlage unter den Einfluss von Persien und blieb es bis zum Eintreffen von Alexander des Großen.

Perge – Therme

Die Stadt ergab sich freiwillig dem Feldherren, der sich hier auch einige Zeit aufgehalten hat, – nach seinem Tod (323 v.Chr.) übernahm sein General Antigonos die Stadt, die aber bald danach unter seleukidische und ptolemäische Herrschaft und wurde schließlich dem römischen Reich eingegliedert und 73/74 wurde Perge sogar die Hauptstadt der Provinz Lycia et Pamphylia. Die Lage der Stadt war damals ideal: durch den Fluss Kestros (Aksu Ҫayı) war Perge mit dem Meer verbunden und trotzdem für Feinde gut versteckt. Heute ist vom Fluss nicht mehr viel übrig, durch Versandung ist er zu einem Bach geschrumpft und damit für die Schifffahrt unbrauchbar geworden.

Perge

Einen wichtigen Sohn der Stadt sollten wir auf keinen Fall vergessen, anzuführen: um 262 v.Chr. erblickte Apollonius das Licht der Welt, der – später ein Schüler des Archimedes – zahlreiche Theorien über Kegel und Ellipsen, sowie den „Kreis des Apollonius" aufstellte.

Perge

Auch das wichtigste Heiligtum der Stadt soll nicht vergessen werden: die „Pergische Artemis", die allerdings bis heute nicht gefunden werden konnte. Unter römischer Herrschaft kam es zuerst zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung, allerdings wurde die Stadt um 80 v.Chr. vom römischen Prokonsul Gaius Verres geplündert, der eigentlich die Stadt gegen Piraten verteidigen sollte.

Perge

In Perge entstand auch eine der ältesten christlichen Gemeinde in Kleinasien. Auch Paulus und Barnabas haben die Stadt vermutlich im Jahre 53 n.Chr. besucht, wie in der Apostelgeschichte erzählt wird.

Perge - Basilika

56 n.Chr. zerstörte ein großes Erdbeben die ganze süd- und westanatolische Küste, die Ortschaften wurden nur teilweise wieder aufgebaut. Ab dem 7. Jahrhundert häuften sich die Überfälle der muslimischen Piraten und die Einwohner von Perge übersiedelten nach Antalya, deren Stadtmauern einen besseren Schutz boten.

Perge

Die Stadt geriet in Vergessenheit und erst 1835 entdeckte der französische Reisende Texier das Theater der Stadt wieder. 1946 begann man mit systematischen Ausgrabungen, bei denen heutzutage auch eine Kooperation zwischen der Universität Istanbul und Gießen besteht. Viele der gefundenen Kunstwerke sind im Museum von Antalya zu sehen. Zwei der wichtigsten Gebäude liegen außerhalb der Stadtmauern. Das Theater und da Stadion.

Perge

Das Theater

Das Theater aus dem 3. Jahrhundert hatte 14.000 Sitzplätze und gehörte zu den größten seiner Art und war früher ganz mit Marmor verkleidet. Die Hälfte des Bühnengebäudes ist in voller Höhe erhalten, man sieht noch einige Teile der früheren Ausstattung mit Marmor—Friesen und Reliefs, aber auch Wandverkleidungen und die Statuen in den Nischen sind sehenswert. Die Reliefs zeigen unter anderen den Kampf der Giganten und einige Kentauren. Von den obersten Sitzreihen hat man einen prächtigen Rundblick über die gesamte Ausgrabungsstätte und die Umgebung. Ursprünglich war hier noch eine Arkadengalerie. Leider ist das Bühnenhaus bis auf das Erdgeschoss zerstört.

Perge

Das Stadion

Wenn man vom Theater in Richtung Stadt wandert, kommt man am Stadion vorbei, das einst das größte in Kleinasien war. Dieses hatte 12.000 Sitzplätze und an die 50 Gewölbe, in denen Geschäfte untergebracht waren, über die man aber auch Zugang zum Stadion hatte. Im 34 Meter breiten und 234 Meter langen Stadion in Hufeisenform fanden neben den Wagenrennen auch noch die verschiedensten Sport-Wettkämpfe statt, wie Boxen, Speerwerfen, Laufen. Da die Kämpfer die Wettkämpfe mehr oder weniger nackt austrugen, war den verheirateten Frauen das Zuschauen bei den Kämpfen verboten. Im 3. Jahrhundert wurde die offene südliche Seite zugebaut, um das Gebäude auch für Gladiatorenkämpfe nützen zu können.

Das römische Tor

Perge

Man betritt die antike Stadt durch das römische Tor, das relativ einfach ausgeführt ist

Das hellenistische Tor

Perge - Hellenistisches Tor

Das hellenistische Tor ist schöner gearbeitet und wird von weiteren zwei Toren flankiert. Es wird auch Paulustor genannt, da angeblich der Apostel Paulus durch dieses Tor die Stadt bei seinem Besuch betrat.

Die Süd-Therme

Perge

Geht man die breite Straße entlang, gelangt man auf der linken Seite zur Süd-Therme, die eines der besterhaltendsten Gebäude in Perge ist. Sie ist im Vergleich zu anderen Thermen aus Pamphylien größer und monumentaler gestaltet. Der Thermenkomplex bestand aus mehreren Räumen: dem An- und Auskleideraum (Apodyterium), dem Kaltbad (Frigidarium), dem Warmbad (Tepidarium), den Heißbad (Caldarium) und einem Sportraum (Palaestra).

Perge - Südtherme - Die Heizung

In einigen Räumen kann man noch heute die Bodenheizung sehen. Auch die früheren unterirdischen Warmwasserleitungen kann man noch erkennen. Außerdem ist auch noch das Gymnasion (Räume für die Bildung) erhalten. In diesem, wie auch in den anderen Räumen wurden viele Skulpturen gefunden, die heute im Museum von Antalya zu sehen sind. Die Therme wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. gebaut und war mit Umgestaltungen bis in das 5. Jahrhundert in Verwendung. Das Baden war meistens kostenlos, da reiche Römer, Kaiser, Feldherren oder Politiker die Eintrittskosten für ein ganzes Jahr oft bezahlten. Außerhalb des Bades gab es Restaurants und andere Lokale.

Der Plan der Therme

Die Straße zur Akropolis

Perge - Straße zur Akropolis

Beeindruckend ist die etwa 20 Meter breite von Säulen geschmückte Straße die zur Akropolis und dem Brunnen der Akropolis führt. In der Mitte wurde sie durch eine Wasserleitung geteilt, links und rechts waren früher Geschäfte

Der Brunnen der Akropolis

Perge - Der Brunnen der Akropolis

Der 75 x 75 Meter große Baukomplex besteht aus einem quadratischen zentralen Platz, der von Säulengalerien und Geschäftsräumen umgeben war. Der Komplex, der früher als Agora interpretiert wurde, besaß eine Funktion als Macellum, ein Verkaufsplatz für exklusive Lebensmittel und wurde in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Es hatte jeweils einen Eingang an den vier Seiten. Die an der Nord- und Westseite befindlichen Geschäfte öffnen sich entweder nach innen oder nach außen zur Straße hin. Die Geschäfte an der Ostseite hatten dagegen keine Verbindung mit der Straße, an der Südseite waren die Geschäfte zweistöckig. Die Galerien waren mit Bodenmosaiken geschmückt. Im Zentrum der Anlage gab es eine rundliche Struktur, deren Funktion umstritten ist. Manche meinen, dass dies der Rundtempel der Glücksgöttin Tyche gewesen sein könnte.

Die Markthalle (Agorá)

Die Markthalle von Perge

Der 75 x 75 Meter große Baukomplex besteht aus einem quadratischen zentralen Platz, der von Säulengalerien und Geschäftsräumen umgeben war. Der Komplex, der früher als Agora interpretiert wurde, besaß eine Funktion als Macellum, ein Verkaufsplatz für exklusive Lebensmittel und wurde in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. erbaut. Es hatte jeweils einen Eingang an den vier Seiten. Die an der Nord- und Westseite befindlichen Geschäfte öffnen sich entweder nach innen oder nach außen zur Straße hin. Die Geschäfte an der Ostseite hatten dagegen keine Verbindung mit der Straße, an der Südseite waren die Geschäfte zweistöckig. Die Galerien waren mit Bodenmosaiken geschmückt. Im Zentrum der Anlage gab es eine rundliche Struktur, deren Funktion umstritten ist. Manche meinen, dass dies der Rundtempel der Glücksgöttin Tyche gewesen sein könnte.

Der Plan der Markthalle

Die Nekropole

Nekropole von Perge

Hinter den Thermen beim Westtor liegt die Nekropole. Die wichtigsten Sarkophage und Statuen befinden sich im Archäologischen Museum von Antalya.

Der Tafelberg oder die Akropolis

Der Tafelberg im Norden wird seit 1890 als Akropolis bezeichnet (Karl Graf Lanckoronski), auf die die Hauptstraße der Stadt direkt hinführt. Auf dem 90 Meter hohen und ungefähr 700 Meter breiten Plateau mit steilen Flanken wurden Funde entdeckt, die zeitlich bis an das Ende des 5. Jahrtausends v. Chr. zurückreichen. Ab dem 3. Jahrtausend vor Chr. kann man eine ununterbrochene Abfolge der Siedlungsschichten feststellen. Die anfänglich am Akropolis-Hügel gegründete Stadt wurde in hellenistischer Zeit nach Süden in Richtung Ebene erweitert und mit Befestigungsanlagen umgeben. Seine prachtvollste Zeit hatte die Stadt unter den römischen Kaisern, viele der heute noch erhaltenen Gebäude stammen aus dieser Zeit.

Plan von Perge
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