Ungarn - Enricos Reisenotizen - Seite 3

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken
In Ungarn fühlte sich Kaiserin Sisi wohler als am Wiener Hof. Viele Wiener können das auch heute noch nachvollziehen. Ungarn ist eines der beliebtesten Ausflugs- und Urlaubsziele der Ostösterreicher.

Ein kulinarisches Weekend in Bük

Also eigentlich waren wir nach Bük der Entspannung wegen gekommen. Die gab es auch, doch darüber später. Doch dazwischen landeten wir immer wieder in diesen herrlichen Lokalen ….

Die ungarische Küche ist in Österreich ja nicht unbekannt: Gulasch (das in Ungarn eigentlich die Suppe bezeichnet), Palatschinken, Gänseleber und auch viele hervorragende Torten sind den Österreichern wohlbekannt.

Herrliche kleine Köstlichkeiten aus der Koditorei Villa Rosato

Schließlich gibt es einen regen Einkaufsverkehr zwischen den beiden Ländern und wenn auch Ungarn nicht dem Euro beigetreten ist, wird er doch von den meisten Anbietern akzeptiert. Kulinarisch hat Ungarn aber in den letzten Jahren enorm aufgeholt – und das merkt man nicht nur daran, dass sogar das Bocuse d'Or Finale heuer im Mai in Budapest stattfand und dann auch noch die Goldmedaille gewinnen konnte. Die Zeit für Feinschmecker und Leckermäulchen ist gekommen …

Der Bauernmarkt

Wurst, Speck, Schinken, Käse - am Bauernmarkt gibt es die regionalen Spezialiäten

​Doch bevor wir so richtig in den kulinarischen Highlights schwelgen, vorab nochmal down to earth und zu regionalen Spezialitäten. Es soll nämlich nicht unerwähnt bleiben, dass während der Hauptsaison auf dem Platz vor der Therme (dem ehemaligen Busbahnhof) jeden Freitag von 16:00 bis 22:00 Uhr ein Bauernmarkt stattfindet, bei dem es neben Wurst und geräuchertem Fleisch, Grammeln unter anderem auch hervorragenden Ziegenkäse aus regionaler Produktion zu kaufen gibt.

Lebkuchenherzen

Auch verschiedene Fruchtsäfte, Lebkuchenherzen, Marmeladen, aber auch Lavendel, Keramik und Schmuck wird hier angeboten. Scheut euch nicht, nach einer Kostprobe zu fragen. Die Standler gehen gerne darauf ein.

Lavendel, Lavendel ...

Allerdings sollte man dieses freundliche Angebot auch nicht überstrapazieren, wie ich doch bei einigen Leuten bemerkt habe.  Nach dem deftigen Einstieg am Bauernmarkt kommen wir aber schon zum ersten Highlight.

Rigótanya Etterem

Das Rigótanya ist alleine von außen schon eine Pracht. Einer ungarischen Csárda nachempfunden wirkt es schon einladend, wenn man ankommt. Im Inneren kommt dann nochmal der Wow-Effekt. Liebevoll dekoriert, wirken die Gasträume so richtig heimelig, man fühlt sich eigentlich gleich wohl.

Das Rigótanya in Bük

Die vielen Dekorationsgegenstände im Inneren kann man kaum überblicken, immer sieht man etwas neues, wobei ich mir bei einigen Gegenständen nicht sicher bin, wozu sie verwendet wurden.

Im Inneren des Rigótanya

Bei Schönwetter lockt auch der gemütliche Garten. Egal – keine Zeit sooo lange herum zu schauen, uns erwartet ein festlich gedeckter Tisch, auf dem schon die ersten Köstlichkeiten stehen.

Schinken, Wurst, Speck und Käse - das sieht doch gut aus...

Die Käse- und Wurstplatte ist nicht nur für das Auge schön, sondern auch der perfekte Appetizer. Kaum haben wir uns gesetzt, gibt es auch schon die echt ungarische Begrüßung – ein Pálinka aus Marille wird serviert.

Der gute Pálinka - egészségére!

Es folgt eine Ragout-Hühnersuppe mit Butternockerln – einfach köstlich. Die Portionen sind typisch ungarisch: kleine Portionen gibt es hier einfach nicht. Man meint es wirklich gut mit uns.

Die Ragoutsuppe mit Butternockerl - das Rezept zum Nachkochen gibt's zum Nachkochen auf www.ask-enrico.com

Eine weitere typische Spezialität gibt's zum Hauptgang: Pörkelt (so heißt das Gulasch wirklich hier) und Dödölle. Sagenhaft gewürzt der Saft, butterweich das Fleisch und die Dödölle sind ein Kartoffelsterz, der in Nockerl gerissen wird, die dann wieder in Fett und Zwiebel herausgebacken werden. Einfach köstlich.

Dödölle mit Pörkölt (auch die Dödölle könnt ihr mit ask-enrico.com nachkochen)

Der Topfenkuchen ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass auch der ungarische Wein auch wieder zu einem Höhenflug angesetzt hat? Auf keinen Fall zu verachten – probiert es einfach aus

Beinahe hätten wir mitgekocht :-)

… Und übrigens: wer zu tief ins Pálinka- oder Weinglas geschaut hat, im Rigótanya kann man auch übernachten. Es empfiehlt sich aber vorab zu buchen.

Wer diese Spezialitäten nachkochen möchte, sollte sich die Rezepte bei ask-enrico.com ansehen. Hier finden sich die Anleitungen für die Ragoutsuppe mit Butternockerln, die Dödölle und den Topfenkuchen.

Das Badrestaurant

Ich gebe es ja zu: ich hatte eigentlich keine große Erwartung – der Name „Badrestaurant" schreckte mich. Da denkt man eigentlich bei uns an Berner Würstel mit Pommes, Fertigware aus der Metro oder einem anderen Gastroanbieter und Frische – naja. Livia hatte uns noch dazu ein gemütliches Restaurant versprochen, und gemütlich sind die meisten Badrestaurants bei uns auch nicht…

Marketinglady Livia aus Bük mit dem Gastgeber

Bitte vergesst all diese Vorurteile wenn ich nach Bük fahrt. Das einzige was hier gemeinsam ist, ist der Name und dass das Restaurant wirklich auch in der Therme ein Snackrestaurant betreibt. Ansonsten gibt es keine Gemeinsamkeiten: Toll gedeckte Tische, freundliches Personal, die flink und zuvorkommend trotz einer Hochzeits- und einer Geburtstagsfeier unseren Tisch betreuten.

Blick in Richtung Garten

Auch hier ist ein Garten für laue Sommernächste vorhanden, aber auch der Gastraum, dekoriert mit Jagdtrophäen ist gemütlich, obwohl ziemlich groß, eingerichtet. Durch die Größe kann es bei Feierlichkeiten schon ein bisschen laut werden, aber das wird durch die Güte der Küche und die Freundlichkeit des Personals locker wieder wettgemacht.

Blick in die Hunter Hall

Doch nun zu unserem Menü mit Weinbegleitung: Auch hier gab es einen Schnaps gleich zur Begrüßung, Himbeerschnaps von Pannonhalma für die Damen und Quitten für den Herrn. Die Suppe ist eine besondere Spezialität des Hauses: eine Fasanbrühe auf Újházy Art. Bitte mich nicht zu fragen, was genau diese Art ausmacht, ich kann nur sagen, sie schmeckt köstlich und ist ähnlich einer Hühnersuppe. Auch hier kommen die „kleinen" ungarischen Portionen auf den Tisch.

Hier muss niemand hungern: Die Fasansuppe für eine Person

​ Ich dachte zuerst, der Suppentopf ist für zwei Personen, doch weit gefehlt: alles meins! Dazu wurde ein Riesling (gerebelt!) von Szeremley aus der Badacsony Region serviert.

Das kommt davon, wenn man gierig ist - ich musste einfach gleich probieren - und dann erst das Foto schießen

Als Zwischengang wartete ein warmer Gänselebertoast und ein Tokajer Szamoródni der Kellerei Oremus auf uns. Probiert ihn ruhig – es sind auch die Zeiten der Kopfweh-Tokajer vorbei. Lasst Euch in diesem Lokal zu den einzelnen Gängen einfach von den Kellnern beraten. Ich bin mir sicher, ihr werdet zufrieden sein.

Auch der Pinot Noir war hervorragend

Es folgt: der erste Hauptgang.
Richtig gelesen: der 1. Hauptgang. Eine rosé Entenbrust mit heißen Weichseln und Topfenknödel, dazu ein Pinot Noir der Kellerei Vylyan aus Villány. Toll, dass wir vorab gefragt wurden, ob wir die Entenbrust lieber rosa oder durch hätten.

Wunderbar zart und ene ausgezeichnete Partnerschaft: die rosa Entenbrust mit den Topfenknödel und den Weichseln

Toll auch die Kombination, die ich so – ehrlich gesagt – bei meinen Kochexperimenten nie so auf den Teller gebracht hätte. Aber es ist eine ganz ausgezeichnete Kreation, die sich wunderbar ergänzt: das Säuerliche der Weichsel mit den nur ganz wenig süßlichen Topfenknödel und dazu eine perfekt rosa gebratenen und wunderbar gewürzte Entenbrust – Himmel im Mund (wie meine polnische Freundin zu sagen pflegt). Was sollte das noch toppen?

Der Hirschbraten - ein Gedicht ...

Ob ihr es glaubt oder nicht: man konnte es noch toppen:
Als 2. Hauptgang (in Worten: zweiten) wurde ein Hirschbraten auf Burgunder Art mit Kartoffelkrapfen mit Blaubeersauce und einem Segens Stierblut aus der Kellerei St. Andrea aus Eger serviert.

Eine weitere Weinempfehlung ...

Der Hirsch: einzigartig zart, die Sauce ein molliges Gedicht, das hervorragend mit den Früchten und der Blaubeerensauce harmonierte und dazu noch die Kartoffelkrapfen, einfach perfekt. Auch wenn der Hunger längst einem Gefühl der Sattheit gewichen war, einfach unmöglich was übrig zu lassen. Es wäre wirklich schade gewesen.

... und eine kleine süße Köstlichkeit zum Abschluss ...

​Zum Abschluss gab es dann noch eine Somlauer Revolution – die Ungarische Siegertorte aus dem Jahre 2015. Ebenfalls köstlich. Dazu ein Tokajer der Kellerei Oremus. Hier musste ich dann wirklich leider passen…. Gott sei Dank gibt es keine Waage auf dem Hotelzimmer….

​Einen Restauranttipp habe ich aber noch!

Restaurant Aurora

Auch das Aurora ist zu Fuß zu erreichen, schließlich sind in Bük die Wege ja nicht besonders weit und nach so vielen guten Essen ist es gut, auch ein paar Schritte zu tun.

Livia Horvath mit dem Chef des Hauses

Bei unserem Ausflug war das Aurora allerdings der Abschiedsbesuch, danach ging es mit dem Bus wieder nach Wien zurück.

Das Gänseleber-Parfait

Doch nun zum Wesentlichen: Welche Köstlichkeiten wurden hier aufgetischt? Der erste Gang war ein Gänseleber-Parfait mit Zwetschken-Marmelade, dazu wurde ein Zenit 2015 der Kellerei Figula aus Balatonfüred kredenzt. Ich hoffe ja nur, dass all diese armen Gänse nicht gestopft wurden.

Ein Gläschen geht noch...

Das Parfait war wirklich ausgezeichnet und ganz hervorragend, ich muss aber gestehen, dass ich schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte.

Keine Bedenken hatte ich bei der Suppe: Eine wunderbare grüne Erbsencreme-Suppe mit Bacon Chips wurde serviert. Allein die Farbe war ein Traum und so frisch und leicht (ok, durch die Bacon Chips vielleicht nicht ganz so leicht, aber das braucht man einfach für den Geschmack) im Geschmack, ein Träumchen, wie der gute Horst Lichter meiner Kochshows sagen würde.

Ganz wunderbar und köstích - so eine Erbsensuppe schmeckt einfach ...

Doch es fehlte ja noch der Hauptgang und auch hier wurden wir nicht enttäuscht: Ein Zander- und ein Lachsfilet, auf den Punkt gegrillt, mit einer Garnele als Highlight auf einem wunderbaren Spargel-Risotto.

Schön für Augen und Gaumen ...

Der begleitende Weißwein stammt aus der Kellerei Figula, heißt einfach 3 und stammt aus 2014. Fruchtig und leicht passt er ausgezeichnet zu unserem Fischgericht. 

Zum Abschluss freuten sich unsere Mehlspeistiger ganz besonders über Vargabéles. Dies ist ein Topfennudelauflauf im Strudelteig, der mit einer sensationellen Vanillesauce und Erdbeeren zu einem Tokajer Szamorodni serviert wurde.

Auch diese Kombi hat uns ausgezeichnet geschmeckt ...

Restaurant Aurora
Bük, Rózsa utca1
Tel:+36 20 294 8430
www.aurora.co.hu (Die Seite befindet sich im Aufbau, Stand 6/2016)

Apropos: Mehlspeistiger

In einem Kurort wie Bükfürdő darf natürlich auch eine ausgezeichnete Konditorei nicht fehlen. Und auch da hätten wir einen Tipp.

Eine kleine Auswahl des Angebots der Konditorei ...

Machen Sie doch einen Spaziergang zum Kristallturm (gleich neben dem Hotel Caramell) und besuchen Sie die Konditorei Villa Rosato. Es gibt dort nicht nur tolle Fruchtsäfte, einen ausgezeichneten Café und gutes Eis, sondern auch Torten!!!!

Mein süßes Erdbeer-Geheimnis ...

Riesengroße Auswahl, sie schmecken supergut und sind auch noch soo schöne anzusehen. Zum Abnehmen kann man sich ja anschließend im Bogenschießen oder beim Klettern am Kristallturm versuchen – oder aber mit dem Bummelzug durch den Ort fahren. Egal, was Sie bei ihrem Besuch in Bük machen, die Torten müssen Sie einfach probiert haben.

Ein guter Durstlöscher: Grüner Apfel-Saft
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Zu Besuch bei der Kaiserin

Ok, ich gebe es zu: ich bin ein Sisi-Fan, irgendwie erinnert sie mich immer ein bisschen auch an Prinzessin Diana. Klar, dass ich mich auf meiner letzten Pressereise entlang der Straße der Kaiser und Könige besonders auf Schloss Gödöllő freute.

Blick auf Schloss Gödöllö

​ Gödöllő war das Lieblingsschloss von Kaiserin Elisabeth, das sie immer wieder dazu nutzte, um vor dem strengen Reglement des Wiener Hofs fliehen zu können. Hier konnte sie auch ihrer großen Leidenschaft dem Reiten nachgehen.

Schloss Gödöllö

Sogar eine beheizbare Reithalle wartete hier auf die ungarische Königin, sodass sie mit ihren Pferden auch bei Schlechtwetter trainieren konnte.

In der ehemaligen Reithalle finden nun Konferenzen, Hochzeiten und unterschiedliche Veranstaltungen statt.

Das Schloss hat eine sehr wechselhafte Geschichte. Ursprünglich wurde es von Antal Grassalkovich I. gebaut, der gleich das ganze Dorf gekauft hatte. Grassalkovich war ein Vertrauter Maria Theresias, die auf dem Schloss auch einige Tage zu Besuch weilte. Sisi bestand bei ihren Besuchen darauf im Zimmer Maria Theresias zu schlafen, angeblich verehrte sie die Maria Theresia sehr.

Das Schloss zur Winterzeit (Foto © Schloss Gödöllő)

Sein Sohn, Antal II. erweiterte das Schloss, zeigte aber leider in finanziellen Dingen keine gute Hand, sodass der Enkel das Schloss bereits mit einem so hohen Schuldenstand übernahm, dass es sogar unter Zwangsverwaltung gestellt wurde. Die Besitzer wechselten von nun an immer wieder: auch der ungarische Revolutionär Kossuth hatte hier mit seiner Truppe einmal seine Basis.

Das Arbeitszimmer von Franz Joseph I. (Foto © Schloss Gödöllő)

Nach der Schlacht von Königsgrätz diente es als Lazarett und hier verliebte sich Sisi zum ersten Mal in den Besitz. Doch Franz Joseph lehnte ihren Wunsch, das Schloss zu kaufen ab, die Kassa war durch den Krieg leer und es hätte für den sparsamen Kaiser auch kein gutes Bild gemacht, in Zeiten wie diesen ein neues Schloss zu kaufen.

Veilchenblau war die Lieblingsfarbe der ungarischen Königin und österreichischen Kaiserin Elisabeth. (Foto © Schloss Gödöllő)

Schließlich kam das Schloss in den Besitz des Ungarischen Staates, der es anlässlich des Österreich-Ungarischen Ausgleichs und ihrer Krönung dem ungarischen Königspaar Sisi und Franz Joseph zum Geschenk machte, wobei sie nur Wohn- und Nutzungsrecht auf Lebenszeit innehatten.

Sisi, die die ungarische Sprache perfekt beherrschte, kam oft hier her, traf sich mit Personen, die am österreichischen Hof nicht so gerne gesehen wurden, ging reiten, trainierte ihre Pferde, schrieb Gedichte und konnte sich von den Wiener Intrigen erholen. Ihre häufigen Aufenthalte in Gödöllő führten zu Eifersüchteleien in Österreich, sogar die Presse nahm sich dieses Themas an.

Der Prunksaal auf Schloss Gödöllő (Foto © Schloss Gödöllő)

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es eine Zeitlang noch in der Horty Ära genutzt, doch nach dem Zweiten Weltkrieg ging es bergab. Das Schloss wurde geplündert, Teile von russischen Soldaten als Lager benutzt und auch als Altersheim wurde es genutzt. Erst 1990 ziehen die sowjetischen Truppen aus dem Schloss ab und es wird mit der Renovierung begonnen.

Heute strahlt schon wieder ein großer Teil des Schlosses im neuen alten Glanz. Schon von außen kann man erkennen, welch tolles Gebäude hier auf die Besucher wartet.

Blick auf den Park und das Schloss (Foto © Schloss Gödöllő)

Am besten man erkundet das Schloss und die Ausstellungen im Rahmen einer Führung, da hier nicht nur Informatives über das Schloss, sondern auch über die Geschichte und die Gerüchte der damaligen Zeit erzählt wird. Wie weit ging denn die Freundschaft zwischen Sisi und dem schmucken Grafen Andrassy? War Franz Joseph wirklich der Vater von Sisis Lieblingstochter Valerie?

Geschichte wird doch gleich viel interessanter und lebendiger, wenn auch noch ein paar Society-Gerüchte dabei sind, und die gab es damals genauso wie heute. Eine weitere Parallele von Sisi zu Diana…

Schloss Gödöllö ist nun im Besitz des ungarischen Staates

Doch dann die ganz große Überraschung: Wir lauschen gerade den einführenden Worten des Herrn Direktors und da erschien sie: Sisi.

Sisi, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn

Majestätisch begrüßte sie uns auf Deutsch und schwebte dann die Treppe nach oben in den Prunksaal zu unserem Fototermin.

In einem wunderschönen Kleid geht es über die Treppe zum Prunksaal

Huldvoll lächelnd spielte sie für uns Fotomodell, fächelte sich mit ihrem Fächer Luft zu, drehte eine Runde durch den Saal mit ihrer Schleppe – eben ganz königlich. Ob es so damals wohl auch gewesen ist?? (Natürlich ohne die Fotografen. Immerhin hat Sisi nach ihrem 30.Geburtstag verboten, dass von ihr Fotos oder Abbildungen gemacht wurden!)

Königlich mit roter Schleppe im Prunksaal von Schloss Gödöllö

Dann ging es noch fast zu schnell durch die Dauerausstellung der königlichen Gemächer, ein Kurzstopp in der Reithalle und im Barocktheater und schon mussten wir zum nächsten Programmpunkt weiter.


Sisi, ich komme wieder nach Gödöllö, und dann schaue ich mir alles (auch den Park!) ganz genau an – vielleicht erfahre ich dann ja auch wieder ein paar neue Society-Gerüchte von damals …

Sonderausstellung im Audienzsaal der Kaiserappartement der Wiener Hofburg (Foto © Dieter Nagl für SKB)

Wer noch mehr über die Reiterin Sisi erfahren möchte und vielleicht ganz zufällig in Wien ist, sollte sich die Sonderausstellung "Eine Kaiserin hoch zu Ross" im Audienzsaal der Kaiserappartements in der Wiener Hofburg anschauen (Sisi Museum und Silberkammer inklusive). Auch hier gilt: bei einer Kuratorenführung habt ihr auf jeden Fall das meiste Vergnügen. Mehr darüber auf askEnrico.

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Auf der Straße der Kaiser und Könige - Visegrád

Die Donau ist seit langem Verkehrsweg, Fischgrund, Lebensraum für viele Lebewesen und seltene Pflanzen. Die Donau teilte Länder und ihre Überschwemmungen verwüsteten manchmal ganze Landstriche. Und sie war eines: Die Straße der Kaiser und Könige.

Blick auf das Donauknie bei Visegrád

Wie Perlen an einer Kette sind die Orte und Städte an der Donau aufgefädelt, die alle mit Herrschern, Kaisern und Königen in Verbindung stehen. Auf Einladung der Arge Donau und des Ungarischen Tourismusamts waren wir auf der Straße der Kaiser und Könige unterwegs und machten einen ersten Stop in Visegrád.

Visegrád - Die Zitadelle

Den meisten wird der Name durch die Visegrád-Staaten (heute Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) bekannt vorkommen, ein loser Zusammenschluss der Staaten, um sich bei wichtigen Entscheidungen innerhalb der EU vorab abzustimmen. Diese Verbindung reicht allerdings lange Zeit zurück. 1335 trafen sich hier in Visegrád der ungarische, böhmische und polnische König, um Verhandlungen zu führen.

Damals wie heute geht man hier gerne auf die Jagd

Die Einladung erfolgte vom ungarischen König – Karl Robert Anjou, der die verschiedenen Streitereien und Unstimmigkeiten mit seinen „Kollegen" beenden wollte, um nicht ihren gemeinsamen Aufschwung und ihre Weiterentwicklung aufs Spiel zu setzen. (Was auch klappte!)

Das Tor nach Visegrád

Von Budapest kommend fährt man durch ein Tor, das den Anfang der Stadt kennzeichnet. Wenn man dann ziemlich bald nach links sieht, kann man noch einen Blick auf den Palast, die größte Sehenswürdigkeit der Stadt erhaschen.

Der Palast von Visegrád

Hier muss zu der damaligen Zeit wirklich das Paradies auf Erden gewesen sein. Nicht nur die Größe ist beeindruckend, es gab ein Bad (mit Warm- und Kaltwasser), ein ausgezeichnet durchdachtes Wasserleitungssystem, das auch dafür sorgte, dass die „Rückstände" des königlichen Toilettegangs (ja, es gab auch eine eigene Toilette für den König) weggespült wurden und so auch keine allzu große Geruchsbelästigung in den königlichen Räumen entstand.

Der Löwenbrunnen im Palast von Visegrád

Und da sind dann auch noch die vielen schönen Brunnen, aus denen bei besonderen Festen auch Wein sprudeln konnte.

Unser Guide - vielen Dank für die tollen Erklärungen

Am besten man besucht den Palast mit so einem kundigen Führer, wie wir hatten. Ausgezeichnetes Deutsch (nicht verwunderlich bei einem gebürtigen Deutschen) und dazu noch Archäologie-Student, der in Visegrád der Liebe wegen hängen blieb und nun all sein Wissen über den Palast weitergibt und noch dazu auch noch einige Sprichwörter erklären kann.

Heute gibt's Wildschweinbraten ...

Nachdem wir auch noch die Küche des Palastes besucht haben und dort auch einiges über die mittelalterliche Kochkunst erfahren haben, macht sich langsam Hunger breit.

Das Pálinkamúzeum in Visegrád

Jetzt wäre doch die beste Zeit für einen Aperitif - und schon sind wir auf dem Weg ins Palinkamuseum, wo wir vieles über die Herstellung – und auch über das Schwarzbrennen – der ungarischen Spezialität erfahren.

Der Chef des Hauses berichtet über die Gefahren des Schwarzbrennens

Wusstet ihr z.B. dass Palinka auch aus Quitten gemacht werden kann? Oder dass das Brennen von Palinka lange Jahre in Ungarn verboten war? Oder dass selbst Milchkannen für die Schwarzbrennerei umgebaut wurden?

Probieren geht über Studieren ...

Tja, all das kann man im Palinkamuseum erfahren – und natürlich auch verschiedene Sorten verkosten …

Zur Begrüßung wird getrommelt

Danach geht's ab ins Renaissance Restaurant, wo Trommler jede Reisegruppe laut begrüßen.

Es war schon köstlich ...

Drinnen geht es dann mit einem Lautenspieler und zarteren Klängen weiter. Wichtig jedoch: Das Essen schmeckt hervorragend.

Im Inneren des Renaissancerestaurants erklingt ruhige Lautenmusik ...

Nach einem Abstecher nach Esztergom – einem weiteren Ort der Straße der Kaiser und Könige, doch davon später, - geht es zu einem weiteren Highlight in Visegrád: einem Ritterspiel am Salamon-Turm.

Im Inneren des Salomonturms - bei einem Gläschen Wein

Dieser Turm war Teil der früheren Befestigungsanlage, die lange Zeit als uneinnehmbar galt. Auch hier sind die Trommler wieder in Aktion, ein König und eine Königin wird gewählt, ein Hofnarr ist klarerweise auch dabei und nach einer kleinen Strafaktion sind die Ritterspiele eröffnet: Bogen, Schwert, Armbrust, Lanzen, Morgensterne, Hellebarden und Streitaxt sind in ihrer Anwendung zu sehen.

Der Kampf beginnt ...

Da kracht es schon anständig und ich denke, auch der König war froh, bei den Kämpfen nicht mitmischen zu müssen. Zum Abschluss kann man auch noch mit dem Falken ein kleines Tête à tête veranstalten.


Der Vogel muss sich auch was denken, wenn er von einem Arm der Besucher auf den anderen klettert und wir alle ein Selfie bzw. Foto mit ihm möchten. Brav kommt er aber allen Fotowünschen nach und manchmal hat es fast den Anschein, ob er versteht, was man ihm zuflüstert.

Er versteht mich schon ....

Ein wunderschöner Tag nimmt nun sein Ende. Zurück geht es ins Thermal Hotel Visegrád, wo noch das Thermalwasser und der Wellness-Bereich auf uns warten.

Blick auf den Innenhof des Palastes von Visegrád

Es war ein Kurzbesuch und um der Stadt gerecht zu werden, muss man länger bleiben oder wieder kommen – was ich mir auch fest vorgenommen habe. Schließlich muss noch eine Menge erkundet werden: 

  • Die Umgebung des wunderschönen Donauknies – da muss man einfach eine Wanderung oder auch eine Schifffahrt machen Wandern, Joggen oder Nordic Walken in den umliegenden Wäldern, vielleicht entdecke ich dann ja auch das eine oder andere Wildschwein (zwei haben wir vom Palast aus gesehen) oder Hirsche.
  • Das Thermalwasser (auch Visegrád ist reich an Quellen und Heilwasser) und auch die verschiedenen Wellness-Einrichtungen genießen, eben einmal so richtig schön Relaxen und Entspannen.
  • Die Zitadelle besichtigen – hier gibt es auch noch einige Ausstellungen, die man besucht haben sollte
  • Durch den alten Stadtkern spazieren und schauen was die Stadt noch alles zu bieten hat
  • Die Ruinen des nahen Römerlagers auf dem Sibrik-Hügel besichtigen
  • Und dann wären da noch die Internationalen Palastspiele. Ein Spektakel das einmal jährlich die ganze Stadt in Beschlag nimmt. 
  • Vielleicht geht sich dabei ja dann auch noch der eine oder andere Konzertbesuch aus… 
  • Tja und den Wochenmarkt sollte ich doch auch noch einmal besuchen. 

So wie es aussieht, werden da wohl mehrere Besuche notwendig sein ….

Zeit zum Relaxen im Thermal Hotel Visegrád

Mehr über Visegràd, das Renaissance Restaurant und das Thermal Hotel Visegràd findet ihr auch auf www.ask-enrico.com.

Der beeindruckende Palast bietet auch eine schöne Aussicht auf die Donau


Hier noch einige wichtige Adressen:
www.visitvisegrad.hu (Die Seite der Stadt in Deutsch, Englisch, Ungarisch)
www.thv.hu (Thermal Hotel Visegrád, Deutsch, Englisch, Ungarisch)
www.lepencespa.hu (Das Wellness und Spa-Center des Thermal Hotels, das aber auch für Gäste von außerhalb des Hotels nutzbar ist – Ungarisch) www.renvisegrad.hu (Renaissance Restaurant Visegrád - Ungarisch)
www.parkerdo.hu (Zitadelle – Ungarisch)
www.palinkamuzeumvisegrad.hu (Palinkamusem – Ungarisch)
http://www.strassederkaiserundkoenige.com (Deutsch)
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Frühlingsfestival in Budapest

Das ungarische Tourismusamt lud zur Vorstellung des diesjährigen Frühlingsfestivals (8.-24.4.2016) in die ungarische Botschaft, wo es neben vielen Informationen auch fantastische Klavierdarbietungen einen Vorgeschmack auf das Festival gaben.

Programmvorstellung des Budapester Frühlingsfestivals in der ungarischen Botschaft

110 Programmpunkte, 60 Austragungsorte – das sind nur die Eckdaten, die zeigen sollen, wie groß das Frühlingsfestival, das heuer bereits zum 36. Mal veranstaltet wird, geworden ist und Budapest wieder in einen ganz besonderen kulturellen Hotspot verwandeln wird. .

Obwohl auch diesmal die Klassik mit Konzerten, Opern- und Ballettaufführungen im Mittelpunkt steht, geht das Frühlingsfest weit darüber hinaus und bietet seinen Besuchern auch Jazz-, World-Music-, Crossover, Tanz-, Theaterveranstaltungen und Kunstevents. Zu einem Preis von 5 – 55 Euro ist wirklich für jeden Geschmack und jedes „Börsel" etwas dabei…

Franz Liszt

Ferenc Liszt ist eine der herausragenden Gestalten der Musikgeschichte und heiß zwischen Österreich und Ungarn als einer der ihren umkämpft. Zwar in Raiding (im heutigen Österreich) geboren, fühlte er sich als zu Lebzeiten wahrscheinlich mehr als Ungar, obwohl er angeblich die Sprache nicht so gut beherrschte und wurde auch von ungarischen Adeligen in seiner Laufbahn unterstützt.

Inspiration © Istvan Praczki

​2016 steht das in Weimar entstandene Hauptwerk des Komponisten, das Oratorium Christus, auf dem Programm und wird gemeinsam von der Staatskapelle Weimar und dem Chor des Ungarischen Rundfunks aufgeführt. Auch das Werk des für seine Elektro- und Computermusik international bekannten Komponisten László DubrovayFaust, der Verdammte – wurde von Liszt inspiriert. Aufgeführt wird es durch das Ballett Pécs, das dieses Jahr sein 55-jähriges Bestehen feiert. Ebenfalls zu hören (und zu sehen) sind die ungarischen Pianisten Gábor Farkas und József Balog, die mit dem Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks ebenfalls Werke von Liszt aufführen. Interessant werden sicher auch die Darbietungen des Jazzpianisten und Komponisten Kálmán Oláh, der ein Konzert mit Improvisationen zu Liszt-Themen spielen wird.

Balázs Kovács mit Dezső Ránki und Edith Klukon bei der Präsentation der Frühjahrfestivals

Béla Bartók

Ein anderer großer Künstler der ungarischen Musikgeschichte feiert 2016 seinen 135. Geburtstag und daher ist es nahe liegend, dass mehrere Veranstaltungen des Frühlingsfestivals im Zeichen dieses Jubiläums stehen werden. So ist beim Eröffnungskonzert das Budapester Festivalorchester unter der Leitung von David Robertson unter der Mitwirkung von Kim Kashkashian zu hören, die Bártoks Bratschenkonzert spielen wird.

Kim Kashkashian © Steve Riskind

Andrea Rost hat in ihrem Konzert Bartók und Kodály im Programm und ihr Konzert mit Klavierbegleitung und Klängen von Volksinstrumenten und echter zeitgenössischer Volksmusik könnte ein Highlight des Frühlingsfestivals darstellen. Zu Ehren des großen Komponisten schließt das Festival mit einem Chor-Fest, bei dem neun Chöre verschiedene Chorwerke von Béla Bartók vortragen.

Andrea Rost, Balazs Szokolay, Balazs Dongo Szokolay

China

Auch China steht heuer im Mittelpunkt des Festivalgeschehens: als besonderes Highlight ist hier die Aufführung von Puccinis Turandot zu sehen, die die Chinesische Nationaloper gestaltet. Alle Darsteller, das Orchester und der Chor kommen aus Peking.

Wangwei als Turandot

Die Bühnenadaption von The Moon Opera, Bi Feiyus erfolgreichem Roman, wird ebenfalls von Pekinger Künstlern, dem Yabin Studio aufgeführt, die traditionellen und modernen Tanz sowie Elemente der chinesischen Oper in vollkommener Harmonie verschmelzen werden.

The Moon Opera © Wang Ning

Eine weiterer Höhepunkt könnte das Konzert von Wu Wei werden, der auf seiner Mundorgel traditionelle Melodien, aber auch verschiedene Musikstile und Musikrichtungen verschmelzt und auch zeitgenössische Stücke auf dem seit viertausend Jahren existierenden Instrument vorstellen wird.

Wu Wei

Das Ungarische Nationalmuseum zeigt Kleidungsstücke junger und arrivierter chinesischer Modeschöpfer, aber auch Kreationen der berühmten ungarischen Designerin und Seidenliebhaberin - Katti Zoób – sind ausgestellt.

Berühmte Künstler, berühmte Werke und weitere Highlights Weltstar

Ramón Vargas gibt sich in Idomeneo von Mozart die Ehre, Vladimir Galuzin wird in Tschaikowskis Pique Dame zu hören sein. Das Orchestra Filarmonica della Scala, von Myung-Whun Chung dirigiert präsentiert Mozarts Sinfonie in g-Moll und Mahlers 5. Sinfonie. ..

Ramon Vargas

Ein einzigartiges Erlebnis verspricht auch das Konzert des Ungarischen Nationalen Philharmonie Orchesters, das Beethovens Klavierkonzert in c-Moll – gespielt von Shai Wosner aus Israel – und Rachmaninows Aleko in der konzertanten Form mit Dimitrij Uljanov in der Titelrolle spielen wird.

Shai Wosner © Marco Borggreve

Das Schwedische Kammerorchester kombiniert bei ihrem Konzert Bachs Brandenburgische Konzerte mit extra zu diesem Anlass komponierten musikalischen Kommentaren und Bearbeitungen von sechs zeitgenössischen Komponisten, um zu beweisen, dass die beinahe dreihundert Jahre alten Werke noch immer unser musikalisches Denken beeinflussen. Längst kein Geheimtipp mehr ist das Pianisten-Ehepaar Dezső Ránki – Edith Klukon, das sein Konzert dem vor 150 Jahren geborenen Eric Satie widmet. Ich hatte bei der Pressekonferenz das Glück eine kleine Darbietung zu hören und kann nur eine Empfehlung abgeben: unbedingt anhören!!!

Dezso Ranki und Edit Klukon © Andrea Felvegi

In jedem Fall erwähnenswert sind auch das Konzert des KodályStreichquartetts, das gemeinsam mit den Bläsern der Berliner Philharmoniker selten aufgeführte Stücke von Richard Strauss, Smetana und Schubert spielen wird und die Aufführung der außergewöhnlichen Jazzoperette Die Herzogin von Chicago von Imre Kálmán. Schlagzeug-Virtuose Martin Grubinger kehrt mit Orffs Carmina Burana auf das Festival zurück.

Martin Grubinger © Felix Broede

Ferner werden der Jazzgitarist Ferenc Snétberger, der Womex Artist Award Gewinner Cheikh Lô, die australische Jazz-Pianisten Sarah McKenzie, Richard Bona, Joey DeFrancesco, Jeff Mills,Wayne Shorter und Robert Glasper erwartet. Außergewöhnliches präsentieren Igudesman&Joo, die klassische Musik mit unwiderstehlichen Humor kombinieren, aber auch Les 7 doigts de la main, die als originellsten Vertreter des Neuen Zirkus gelten, oder Kimmo Pohjonen und Minna Tervamäki mit ihrer atemberaubenden Produktion Bright Shadow oder Ula Sickle und Kinshasa Electric mit ihrer improvisativen, auf DJ-Musik basierenden Tanzvorführung.

Igudesman&Joo © Michael Sachsenmaier

Das St. Petersburger Michailowski-Theater bringt die drei Einakter Without Words, Duende und Na Floresta auf die Bühne nach Budapest.

Für Fans der bildenden Künste gibt es ebenfalls einen herausragenden Leckerbissen: die Ungarische Nationalgalerie zeigt eine groß angelegte Picasso-Ausstellung, die alle Perioden des Gesamtwerkes des katalanischen Genies einschließt und mehr als hundert Werke, darunter Bilder, Zeichnungen und Plastiken präsentiert und die ständigen Veränderungen bei der Formung der menschlichen Gestalt thematisiert. Außerdem schließt sich zum ersten Mal auch die Budapest Art Week dem Festival an, die Liebhaber der Bildenden Kunst eine Woche lang zu besonderen Programmen und Führungen in ca. 60 Museen und Galerien einlädt. 

Schlendern Sie aber auch während des Festivals durch Budapest, freuen Sie sich auf die Promenade zur Festivaleröffnung oder auf das Chorsingen am Abschlusstag und verpassen Sie nicht, sich unter dem Motto Kopf hoch Budapest genauer umzusehen und die Geheimnisse über charakteristische Jugendstilgebäude der Stadt zu entdecken. 

Karten sind je nach Kategorie von 5 – 55 Euro erhältlich und können über die Website des Festivals www.btf.hu, Vienna Ticket Office www.viennaticketoffice.com, Classictic www.classictic.com oder Eurotours International www.eurotours.at bezogen werden. 

8.-24.4.2016 Budapester Frühlingsfestival
www.btf.hu Hier finden Sie das genaue Programm, die Website ist in Englisch.

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Ausflug nach Keszthely

Ein Ausflug nach Hevíz oder nach Keszthely an den Balaton ist immer etwas Schönes. Bereits vor Jahren hat es mich einmal im Rahmen einer Pressereise nach Keszthely verschlagen. Wir haben dort das wunderschöne Schloss der Festetics' besucht und dann waren wir auch an der Strandpromenade und beim Pier des Balaton.

Am Ufer des Balaton in Keszthely

Grund genug wieder einmal vorbeizuschauen.

Die Uferpromenade in Keszthely

Einiges hat sich dort verändert – und um es gleich zu sagen: zum Besten! Die Strandpromenade ist neu angelegt, es gibt einen großen Kinderspielplatz und wer turnen will, findet Turngeräte, die für alle frei zugänglich sind.

Die Ausflugsschiffe warten auf Passagiere

Kaiserin Sisi wacht über den Zugang zum Pier, auf dem die Ausflugsboote schon auf Kundschaft warten. Schwäne und Enten freuen sich über die Ausflugsgäste, die immer genug Brot zum Füttern mithaben. An den Standeln beim Ufer gibt es für alle, die Süßes gerne mögen, die berühmten ungarischen Baumstämme und die ebenso berühmten ungarischen Langos, wenn es eher pikant sein sollte.

Hotels und im Hintergrund Restaurants und Standl

Ein Stück weiter kann man das Strandbad besuchen und davor gibt es in der „Restaurantzeile" jede Menge Möglichkeiten, ungarische Spezialitäten zu verkosten.

Der Eingang zum Strandbad

Achtung beim Parken: Die Parkplätze vor dem Pier und der Promenade sind Kurzparkzone. Ihr müsst an den Automaten einen Parkschein ziehen. Das hatten wir leider verpasst. Allerdings sind wir gerade zurückgekommen, wie eine Politesse einen Strafzettel ausgefüllt hatte. Doch wir hatten Glück! Man ist hier wirklich fremdenfreundlich. Als sie unsere bedrückten Gesichter sah, zerknüllte sie das Strafmandat und ließ uns unbehelligt ziehen. Toll, das wäre uns in Wien als Ungarn wahrscheinlich nicht passiert…

Blick auf den Balaton

Mehr über Hevíz, das Schloss Festetics und Keszthey erfahren Sie auch hier auf askEnrico.

Die Schwäne und Enten freuen sich über die Besucher – vor allem wenn diese Brot und Futter mithaben
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