Österreich - Enricos Reisenotizen - Seite 8

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken
Das kleine Österreich träumt - vor allem in Wien - noch manchmal von seiner glorreichen Vergangenheit. Diese, aber auch viele neue Strömungen in Kunst, Kultur und Alltagsleben kann man heute in den ganz unterschiedlichen Bundesländern beobachten...

Der Wenzelkirtag in Wien

Jedes Jahr wird auch hier in Wien der Kirtag des Heiligen Wenzels in der Tschechischen Botschaft gefeiert.

Der böhmische Fürst aus der Dynastie der Přemysliden, Wenzel von Böhmen, wurde am 28. September 929 oder 935 in Stará Boleslav von seinem Bruder Boleslav ermordet.

Im Innenhof der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien

Er galt als wissbegieriger, lernfreudiger Mann, den man nachsagte nicht nur Lesen, sondern auch Griechisch und Latein zu können, außerdem war er besonders gottesfürchtig. Bereits im 10. Jahrhundert wird er als Heiliger verehrt und im Hochmittelalter wird er zum böhmischen Landespatron gekürt.

Besuchen Sie Tschechien - es hat viel zu bieten ...

Im Jahr 2000 wurde sein Todestag zum staatlichen Feiertag erklärt. Heuer feierte Pardubitz beim Kirtag mit.

Neben Bier gibt es auch jede Menge ausgezeichneten Wein in Tschechien

So konnte man nicht nur traditionelle Butterkuchen aus Brandýs verkosten, sondern auch Lebkuchen von Pavel Janoš, die Brauerei Pernštein lud zum hervorragenden Porter Bier, man konnte die Spitzen von Jiřina Rejentová bewundern und das Holzspielzeug von Zdeněk Bukáček , und sich über das Internationale Opernfestival Smetanova Litomyšl ebenso informieren wie über das Nationale Gestüt Kladruby nad Labem oder das Relax und Sport Resort Dolní Morava oder Handtücher und Textilien der Firma Svitap.

Sehen diese Torten nicht wunderschön aus ?

Der Gesangschor Kos der pädagogischen Mittelschule und Höheren Pädagogischen Fachschule Litomyšl sorgte für die musikalische Untermalung und so wurde, gekostet, getrunken, gefeiert, geplaudert und natürlich auch genetzwerkt – bis in die späten Abendstunden …

Der wunderbare Chor Kos

Weitere Impressionen vom Wenzelskirtag:

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Kirtag in Jedlesee

Der Kirtag ist zwar nicht mehr ganz das, was er einmal war, aber aus nostalgischen Gründen muss ich ihn trotzdem immer wieder besuchen. In den „alten" Zeiten war es immer ein Riesenfest. Bereits beim Anfang der Denglergasse (schräg vis à vis der Wohnung meiner Großmutter im Geburtshaus von Franz Jonas – heute leider abgerissen und durch einen voluminösen Neubau ersetzt) fingen die ersten „Standeln" an.

Zuckerwatte im Eimer, statt am Steckerl - das kann gar nichts ...

Zuckerwatte, gebrannte Aschanti, Florentiner und natürlich türkischer Honig waren damals die Highlights.

Gerade einen Stand habe ich noch mit den Köstlichkeiten von früher entdeckt ... (und natürlich auch mit einigen anderen Angeboten)

Aber auch die verschiedenen Spielzeugstandeln mit den vielen kleinen, wunderbaren Sachen, die ich zwar nicht brauchte, manchmal auch nach dem Kauf kaum mehr beachtete, aber trotzdem unbedingt haben wollte. Hier wurde mein erster Troll (heutzutage wieder als Kinofilm en vogue) mein eigen: ein kleine, manche meinen hässliche Figur mit lila Haaren. (Es folgten später noch einige andere…)

Heute sind Spongebob und Puh angesagt ...

Am Kirtag gab es aber noch ein wunderbares Angebot, das mich faszinierte und dem ich oft mein Erspartes opferte: die Überraschungs- oder Wunderpackerl. Anfangs – so glaube ich – für wohlfeile drei Schilling zu erstehen, verteuerten sie sich mit der Zeit über den Sprung von fünf Schilling auf zu guter Letzt zehn, aber egal: es war das Lotto und zugleich Brieflos meiner Kindheit.

Langos ist natürlich nicht zu verachten ...

In Zeitungspapier eingewickelt, die Ecken eingedreht, lauerten versteckt die unterschiedlichsten Spielsachen oder Schmuckgegenstände von Diademen über Ringe auf den Käufer – also auf mich! Es gab nichts Schöneres als die aufregenden Sekunden, wenn man vorsichtig das Papier aufwickelte, um entweder in helle Begeisterung oder tiefe Enttäuschung ob des versteckten Goodies auszubrechen.

Ungarn war auch noch mit einer weiteren Spezialität vertreten

Beide Gefühlsausbrüche führten allerdings zum gleichen Ergebnis: „Noch eines haben wollen…" Heute sind diese Überraschungspackerl rar, ja eigentlich gar nicht mehr zu sehen.

und auch Paprika, Nudeln und natürlich auch Würste aus dem Nachbarland wurden angeboten

Der Kirtag beginnt auch erst in der Mitte der Anton Boschgasse führt dafür aber dann weiter bis zur Wiese vor der Lorettokirche, wo die Fahrgeschäfte auf Kundschaft lauern. Es ist nun mehr ein Rummel mit einem Rummelplatz.

Aber auch Met bzw. Honigerzeugnisse aus der Slowakei durften nicht fehlen ...

Meist gibt es auch noch zwei kleine Bühnen, die – zumindest tagsüber – von der Konserve aus „befeuert" werden. Statt Zuckerwatte gibt es nun künstlich aussehende bunte Säfte, statt der Salzgurken und dem Kukuruz Langos, Steckerlfisch und Grillwürstel.

Die Schaukeln meiner Jugend ...

Neben der Wirtschaft 21, die nun den Kirtag veranstalten (keine Ahnung wer dies früher gemacht hat), war heuer auch wieder die SPÖ Floridsdorf vertreten. Das nebenbei auch der Sterbeverein Wien einen Informationsstand hatte, fand ich ein bissl befremdlich, aber so ist das Leben eben heutzutage.

Aber sonst ging es rund am Rummelplatz - die Ansicht hier täuscht ...

Eines allerdings gibt es noch immer: den türkischen Honig und die Aschanti! Und so kann ich mich ja doch wieder in alte Zeiten zurückbeamen. 

Das Hüftgold bleibt mir als Erinnerung bis zum nächsten Jahr und wenn ich beim Abbeissen des Türkischen Honig oder beim Draufbeissen auf die Aschanti nicht Acht gebe, erinnert mich auch noch länger eine Zahnarztrechnung an den Jedleseer Kirtag! Bis zum nächsten Jahr…

Am frühen Nachmittag wirkte die Bühne noch ein wenig verlassen ...
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Erntedankfest im Wiener Augarten

Gefeiert wird wie jedes Jahr! Heuer allerdings an einem anderen Ort. Das Erntedankfest 2016 fand heuer im Wiener Augarten statt.

Es ist ein Fest auf das sich die Wiener immer besonders freuen. Schließlich gibt es beim Erntedankfest jede Menge Schmankerl aus heimischer Produktion zu verkosten, die Musi spielt auf und die bunt geschmückten Wagen sind ebenfalls immer wieder eine Augenfreude.

Hier sieht man schon die ersten Standeln der Genussregionen

Neu war heuer allerdings der Veranstaltungsort: Statt am traditionellen Heldenplatz fand das Erntedankfest der Österreichischen Jungbauern heuer im historischen Ambiente des Wiener Augartens statt.

Harry Prünster moderierte ....

Natürlich erwartete das Publikum wieder ein volles Programm: Am Festgelände konnte man die Stadtlandwirtschaft und vor allem die Wiener Heurigen kennenlernen, aber auch am Bauernmarkt heimisch kaufen und sich auf der Heumilch-Alm ein Gläschen Milch gönnen.

Brot und Gebäck gehört dazu ...

Auch die Genuss-Regionen Österreichs waren wieder vertreten und boten so manches Schmankerl zum Verkosten und gleich zum Kaufen und Mitnehmen. Außerdem konnte man sich über die Nationalparks in Österreich, den Biosphärenpark Wienerwald und Urlaub am Bauernhof informieren, vieles über Wald und Holz lernen, die Motorsägen-Schnitzkünstler der Land&Forst Betriebe bewundern, Basteln, Malen, Werken und vieles mehr.

soo viele verschiedene Sorten ....

​In bewährter Form führte Harry Prünster wieder durch das Programm, dass am Samstag um 13:00 Uhr offiziell mit dem traditionellen Zwettler-Bieranstich eröffnet wurde.

Infos vom Nationalpark ...

Ein weiteres Highlight war am Sonntag der Umzug der Erntewägen um 14:00 Uhr. 

Wer noch weitere Fotos und Videos sehen will, findet sie unter www.erntedank.jungbauern.at  und bei uns auf Instagram

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Kino-Premiere Absolutely Fabulous

Bei Kino-Premieren bin ich eigentlich eher selten anzutreffen. Die Premiere von Absolutely Fabulous reizte aber doch. Und da es auch um Schönheit ging, war es nahe liegend eine gute Freundin und Expertin auf dem Gebiet der „Falten-Bekämpfung" und Schönheit mitzunehmen: Frau Univ.-Doz. Dr. Brigitta Balogh tauchte mit mir in die Geschichte zweier älter werdender Damen ein …

Absolutely fabulous, 2016 © Twentieth Century Fox

Absolutely Fabulous ist die Kinoversion einer äußerst erfolgreichen britischen Sitcom über eine PR-Managerin und eine Mode-Redakteurin, die beide ins fortgeschrittene Alter kommen, ein wenig zu viel dem Champagner zusprechen und sehen wie ihre Sterne langsam im Sinken begriffen sind und das Geld für ihr ausschweifendes Leben langsam knapp wird.

KInopremiere in der Millenium City in Wien

Um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen, muss eine neue Klientin für die PR-Agentur her: Kate Moss, die angeblich gerade ihren PR-Manager geschasst hat, wäre natürlich die optimale Kundin – diese Gelegenheit will man sich nicht entgehen lassen.

An der Côte d'Azur lässt es sich leben ... (Foto © Twentieth Century Fox)

Leider sind die Damen etwas übermotiviert und so stürzt Kate vom Balkon in die Themse, was schließlich dazu führt, dass beide Freundinnen polizeilich gesucht werden und sich nach Frankreich, an die heiß geliebte Côte d'Azur absetzen, um hier ihr tolles Leben weiter führen zu können.

Die Premiere war ein voller Erfolg. Gelockert durch ein Fläschchen Sekt von Schlumberger und Knabbergebäck von Kellys sahen wir auch über kleine Längen des Films hinweg und auch das 100. "Sweetie Darling" störte nicht.

Univ.-Doz.Dr. Brigitta Balogh

Allerdings bin ich mir mit Frau Dr. Balogh einig:
Die Botrox-Spritze sollte ein Fachmann oder noch besser eine Fachfrau setzen – ohne Champagner und Sekt….

Mehr über den Film findet ihr hier auf ask-enrico.com und wer sich auch einiger Fältchen oder sonstiger Schönheitsmängel entledigen möchte, kann sich hier weiter informieren.

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Beim Kaiser in der Kapuziniergruft.

Letzte Woche fand eine außergewöhnliche Buchpräsentation für ein außergewöhnliches Buch statt. Der Verlag Überreuther lud in die Kapuzinergruft, um das neue Buch von Sigrid Maria Größing vorzustellen.

Es war eine Veranstaltung in einem ungewöhnlichen Rahmen, aber es ist auch ein ungewöhnliches Buch: Sigrid Maria Größing ist eine Spezialistin auf dem Gebiet der Habsburger. Ihre Bücher und Biografien der ehemaligen Herrscher Österreichs sind informativ, unterhaltsam und lehrreich in einem.

Bei Kaiser Franz Joseph in der Kapuzinergruft

Da zum 100.Todestag des längst dienenden Kaiser von Österreich viele Bücher über ihn erschienen, hat sich die Autorin etwas ganz Besonderes ausgedacht: Der Kaiser kommt mehr oder weniger selbst zu Wort.

Die Autorin im Gespräch mit dem ORF

Bei einem Besuch bei seinen Lieben, die bereits alle in der Kapuzinergruft liegen, lässt er sein Leben Revue passieren, erinnert er sich an die vielen verschiedenen Weggabelungen bei seinen Entscheidungen und er überlegt auch, was er im Leben falsch und richtig gemacht hat.

Hier ruht die Gemahlin von Kaiser Franz Joseph: Elisabeth

Natürlich ist das Buch Fiktion, niemand weiß, ob der Kaiser tatsächlich so dachte oder nicht. Aber es ist interessant zu lesen und man erfährt so ganz nebenbei wieder einmal viel über die Habsburger und Österreichs Geschichte.

In der Kapuzinergruft: Die Grabstätten von Kaiserin Elisabeth, Kaiser Franz Joseph und Kronprinz Rudolf

Die Präsentation in der Kapuzinergruft, wo nun der Kaiser zwischen seiner geliebten Gattin Elisabeth und seinem Sohn Rudolf ruht, war daher ein passender Ort für die Buchpräsentation. Wahrscheinlich hätte der alte Herr auch gemeint: "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut." - seine Stimme auf Band war jedenfalls während der Präsentation auch zu hören ...

In der Kapuzinergruft

 Mehr über das Buch finden Sie bei den Buchrezensionen auf www.ask-enrico.com

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mischer'traxler bei der ersten London Design Biennale 2016

LeveL: the fragile balance of utopia heißt der österreichische Beitrag der von mischer'traxler gestaltet und von Austria Design Net organisiert wurde. Vom 7.-27.9.2016 präsentieren in London 30 Nationen aus sechs Kontinenten unter dem Motto „Utopia by Design" ihre Sicht des Themas im Somerset House in London. Inspiriert wurde das Thema vom 500-Jahr-Jubiläum des Klassikers der politischen Philosophie „Utopia" von Thomas Morus.

Gezeigt werden Auftragsarbeiten aus den Bereichen zeitgenössisches Design sowie designorientierte Innovationen, Kreativität und Forschung. Thematisiert werden die Herausforderungen, die die derzeitige Gesellschaft beschäftigen: Nachhaltigkeit, Migration, Umweltverschmutzung, allgemeine Verfügbarkeit von Wasser und soziale Gleichheit.

Katharina Mischer und Thomas Traxler, LeveL: the fragile balance of utopia, 2016, Kinetische Lichtinstallation, Österreich-Beitrag/London Design Biennale 2016, Visualisierung: mischer'traxler studio © mischer'traxler studio

Die österreichischen Vertreter Katharina Mischer (*1982) und Thomas Traxler (*1981) balancieren zwischen Handwerk und Technologie und gestalten unter dem Label mischer'traxler studio Objekte, Möbel, alternative Produktionsprozesse und interaktive Installationen, wobei ihr Hauptaugenmerk im Experimentellen und Konzeptionellen unter Einbeziehung des gegebenen Kontextes liegt.

Katharina Mischer und Thomas Traxler,

Für die Biennale entwickelten sie einen von Thomas Geisler, Gastkurator, MAK Wien kuratierten Beitrag unter dem Titel LeveL: the fragile balance of utopia – eine kinetische Lichtinstallation, die die „Zerbrechlichkeit" von Utopien zum Thema hat. Die raumgreifende Installation hängt in einem 40 Quadratmeter großen Raum im Somerset House und steht als Metapher eines Mobiles für das Modell einer Utopie als „ideales System", das zugleich auch als Lichtobjekt das historische Ambiente ergänzt.

Katharina Mischer und Thomas Traxler, LeveL: the fragile balance of utopia, 2016, Kinetische Lichtinstallation, Österreich-Beitrag/London Design Biennale 2016, Visualisierung: mischer'traxler studio © mischer'traxler studio

Seine volle Strahlkraft erreicht das fein austarierte Hängeobjekt nur im ausbalancierten Zustand. Jede Bewegung im Raum, ob durch BesucherInnen oder andere Einflüsse (wie einem Luftzug) zeigt seinen Einfluss auf die Gestalt und die Leuchtkraft des Objekts: die Installation „reagiert" auf und mit dem Publikum.

Katharina Mischer und Thomas Traxler, LeveL: the fragile balance of utopia, 2016, Kinetische Lichtinstallation, Österreich-Beitrag/London Design Biennale 2016, Visualisierung: mischer'traxler studio © mischer'traxler studio

Höchster Anspruch an die „handwerkliche" Verarbeitung findet sich hier gemeinsam mit computer-technologischer wie künstlerisch-ästhetischer Sichtweise und Machart.

Die Arbeiten von mischer'traxler studio finden sich bereits in zahlreichen Museen, auf Designfestivals und auf Designmessen, aber auch in internationalen Sammlungen wie unter anderem im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst Wien, im Art Institute Chicago oder im Vitra Design Museum, Weil am Rhein vertreten.

Außerdem wurden mischer'traxler studio bereits mit mehreren Preisen wie u.a, dem „Wu Guanzhong Art & Science Innovation Award" (2012), dem „Österreichischen Förderpreis für Experimentelles Design" des Bundeskanzleramt Österreich (2009), einem Anerkennungspreis des Prix Ars Electronica (2009), dem „designer of the future award" der Design Miami (2011) oder dem „Young Talent Award" der Stiftung Be Open (2014) ausgezeichnet.

 7.-27.9.2016 London Design Biennale 2016
Somerset House, Strand, London, WC2R 1LA, Großbritannien
#LDB16 @londonbiennale
www.londondesignbiennale.com

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Ein Puradies in Leogang

Der Skizirkus Saalbach Hinterglemm Leogang gilt als einer der größten, wenn nicht der größte in Österreich. 200 km bestens präparierte Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade warten auf die sportlichen Gäste im Winter und im Sommer zählt der größte Bikepark Österreich zu den Attraktionen. Mit der Wintersaison 2016/17 wird Leogang jetzt um eine Attraktion reicher – das Puradies eröffnet in Leogang.

Badhaus "Innere Mitte" im Winter (Foto © Puradies)

Wir waren bei der Vorstellung des neuen 4-Sterne Ressorts in Wien dabei.

Der Embachhof und die Chalets im Steinalmdorf der Familie Madreiter sind bereits lange Jahre den Gästen bekannt. Sie gehörten zu den Ersten, die bereits in den 1950ern Ferienzimmer an Gäste vermieteten. Der Embachhof ist ein alter Pinzgauer Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert, der nicht nur seit über 50 Jahren für eine Bio-Landwirtschaft, sondern auch 20 Zimmer für seine Gäste bietet.

Blick auf das Badhaus mit dem Naturteich (Foto © Peter Kühnl, Puradies)

2007 wurde um die gemütlichen Chalets des Steinalmdorfes auf Vier Sterne Niveau erweitert. Mit dem Steinalmdorf entstand das erste Almhüttendorf in der Region des Skizirkus Saalbach-Hinterglemm-Leogang.

 Nun wurde wieder ein innovativer Schritt am schönsten Fleck von Leogang gesetzt:

Nach dem Badehaus „Innere Mitte", das im Herbst 2015 eröffnet wurde, entsteht nun das Puradies, das mit der Wintersaison 2016/17 eröffnet wird.

Entspannen mit malerischen Ausblick (Foto © Puradies)

Derzeit entstehen in Erweiterung des Embachhofs knapp 60 neue Suiten, bei deren Gestaltung besonders auf natürliches Design, paradiesische Himmelbetten und die größten Terrassen der Region mit zehn bis 50 m2 Wert gelegt wurde, die für romantische Abende, aber auch Sonnennachmittage sorgen werden. Aber das ist noch nicht alles, was den Gast erwartet.

Schlafzimmer Puradies (Foto © Puradies)

Das Badhaus „Innere Mitte"

Das über 500 m2 große Badhaus befindet sich auf dem sonnigsten Platz, einem Kraftplatz, in der Mitte von Leogang. Es beherbergt großzügige Saunen, großzügige Ruheräumlichkeiten, modernste Erlebnisduschen, einen exklusiven Beautybereich und zwei Puradies Private Spa Suiten „Wolke 7", die auf ihrer Größe von 80m2 einen Sundeckpool, Tee- und Champagnerbar, Sauna, Infrarotkabine, Massageliege und Erlebnisduschen bieten und (fast) alle Luxusträume erfüllen.

Badhaus mit Bergpanorama (Foto © Peter Kühnl, Puradies)

​ Vom Fitness- und Yogaraum blickt man zum majestätischen Birnhorn, auf der Meditationsplattform davor kann man im Sommer in Ruhe durchatmen und der Naturbadeteich ergänzt das Angebot einfach ideal.

Das neue Badhaus lockt mit 360 Grad Himmelsblick und Wellnessfreuden nach alpiner Tradition und einem vielfältigen Massageangebot. Außerdem kann man hier im Urlaub auch lernen, wie man selbst richtig massiert.

Badhaus und Haupthaus (Foto © Peter Kühnl, Puradies)

Rund um das Puradies gibt es nur freie Fläche, keine anderen Hotels oder Einrichtungen stören den Blick auf die Berge und doch kann man im Winter gleich die Ski anschnallen und ganz einfach – ohne Auto oder Skibus zu benutzen – in seinen Skitag starten.

Kulinarischer Genuss

Küche auf Haubenniveau direkt an der Piste. Lockerer, alpiner Stil in den innovativen Restaurants erfreut den Gaumen der Gäste. Selbstverständlich werden frische, lokale Produkte dafür verwendet und nun zieht zur Wintersaison die gehobene Haubenküche mit Andrè Stahl ins Puradies ein.

Haubenkoch Andrè Stahl (Foto © Puradies)

Mit ihm konnte Familie Madreiter einen der 20 besten Köche Österreich für ihre Urlaubsoase gewinnen: 2014 wurde Andrè Stahl vom Restaurant & Hotel-Guide zum „Koch des Jahres 2015" gewählt. Zwei Hauben und 16 Punkte im Gault Millau, 5* und 96 Punkte bei À la Carte und 3 Gabeln und 92 Punkte bei Falstaff krönen seine Küche. Stahl steht für handwerkliche Perfektion und überzeugt durch seinen persönlichen Stil.

Pralinenmanufaktur

Naschkatzen und Schokolade-Liebhaber werden begeistert sein, immerhin wartet das Puradies mit einer eigenen Pralinenmanufaktur auf. Vielleicht möchten Sie ja auch einmal nicht nur genießen, sondern auch selbst Hand anlegen und lernen wie man diese kleinen Köstlichkeiten fertigt. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Schokolade macht glücklich!

madreiter.cooking

Im Rahmen der alpinen Kochschule steht der Chef – Michael Madreiter – selbst hinter dem Herd. Wenn er auch in den Restaurants den Kochlöffel seinem Starkoch und dem Kochteam überlässt, Madreiter kocht gerne selbst und hat einige Rezepte vorbereitet, die er gerne an seine Gäste weitergeben möchte. Lassen Sie sich überraschen…

Die Greisslerei

In der Greisslerei werden Wein, regionale Produkte und Erzeugnisse des eigenen Biobauernhofs Embachhof angeboten. Auf 150m2 finden Sie ein umfangreiches Sortiment mit mehr als 300 lokalen Köstlichkeiten, darunter Käse, Speck, Würste, selbstgemachte Marmelade und Chutneys, Liköre, Schnäpse, Gewürze, Salze und eine erlesene Auswahl an Weinen aus den verschiedensten Regionen Österreichs.

Lounge & Bar „Freiraum"

Es ist das neue Design-Highlight des Puradies: einzigartig in Österreich und wahrscheinlich auch international. 16.000 Eichenholzwürfel werden zu einem durchgehenden Sitzmöbel gefräst, bei dem Lounge, Bar, Kunstobjekt und Wendeltreppe ineinander verschmelzen. Über 4,5 Meter hoch und 40 Meter lang ist das aufsehenerregende Objekt.

Bar & Lounge (Foto © Puradies)

Ein 3,5 Tonnen schwerer Baldachin, von der Decke abgehängt, krönt das Design-Highlight. Im zweistöckigen Neubau, der überwiegend aus Glas besteht, bietet die Kulisse des neuen, einzigartigen Barerlebnisses, wobei auch eine Bibliothek und eine Raucherlounge ebenfalls Teil des „Freiraums" sein wird. Genießen Sie die stimmungsvolle Atmosphäre, wenn sich die Abendsonne herabsenkt und durch die große Glasfassaden in die Lounge leuchtet, einen feinen Tropfen mit oder ohne edlem Rauchwerk oder einen Cocktail und lassen Sie den Tag ruhig und entspannt ausklingen.

Heaven Spa im Puradies (Foto © Puradies)

 Zimmer und Suiten können bereits jetzt Online über die Website gebucht werden. Schauen Sie doch vorbei… 

Puradies Embachhof – Familie Madreiter
5771 Leogang, Rain 9
Tel: +43 6583 8275
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.puradies.com

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Euro Velo 13: Radfahren entlang des Eisernen Vorhangs

Radeln entlang der Linie, die einst Europa teilte – von der Barrent See bis zum Schwarzen Meer führt der Velo 13 – Iron Curtain auf über 6.800 km. Bis 1989 trennte der Eiserne Vorhang Europa in zwei Einflusssphären, heute können sich Radfahrer und Wanderer auf die Spuren dieses Bandes durch Europa begeben und dabei seine Geschichte und auch die Einzigartigkeit der Fauna und Flora der Gebiete kennenlernen, durch die er führt.

Der Euro Velo 13 - beim Nationalpark Podyjí und den Resten des Eisernen Vorhangs

Die Route

Der Euro Velo 13 beginnt an der Barent See und verläuft dann entlang der norwegisch- und finnisch-russischen Grenze bis zur Ostsee, passiert die Küstenstreifen von Estland, Lettland, Litauern, Kaliningrad, Polen und der ehemaligen DDR. Von Lübeck bis zum sächsisch-bayrisch-tschechischen Dreiländereck folgt der Radweg der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Weiter geht es über die Höhen des Böhmerwalds, vorbei an Mähren und Bratislava nach Wien, wo die Donau überquert wird und dann an der Südgrenze Ungarns weiter über Slowenien, Kroatien und die Vojvodina. Zwischen Rumänien und Serbien folgt der Euro Velo 13 weitgehend dem Lauf der Donau, um schließlich über Bulgarien, Mazedonien und Griechenland am nördlichsten Punkt der Türkei an der Schwarzmeerküste zu enden.

Radfahren im Nationalpark Prodyjí

Kaum jemand wird diese ganze Strecke in einem bewältigen, wohl aber kann man einzelne Streckenabschnitte bewältigen, je nach Lust und Laune und natürlich von der jeweiligen Kondition abhängig. Der Euro Velo 13 ist aber nicht nur wegen des Radfahrens oder Wanderns interessant.

Euro Velo 13

Er verbindet mehrere Nationalparks (so z.B. den Nationalpark Thayatal und den Nationalpark Podyjí in Österreich und Tschechien), er führt mehrmals zwischen den einzelnen Ländern hin und her und bietet eine Vielzahl einzigartiger Landschaften, die gerade deshalb interessant sind, da sie in früheren Zeiten als Sperrgebiet galten und damit die Natur sich unbeeinflusst von Menschenhand entwickeln konnte. Außerdem gibt es entlang der Strecke unzählige Mahnmale, Museen und Freiluft-Einrichtungen, die an die Geschichte der Spaltung Europas und deren Überwindung durch die friedliche Revolution in Ost-Europa erinnern.

Euro Velo 13 Iron Curtain Trail

Der Euro Velo 13 ist so wie alle Euro Verlos durchgängig und einheitlich markiert, Radfahrer müssen nur dem quadratischen blau-gelb-weißen Logo mit der Zahl 13 im Sternenkranz und der Route folgen.

Ein kleiner Radausflug zwischen Tschechien und Österreich auf dem Euro Velo 13 in zwei Etappen.

Von Čižov zur Thayabrücke nach Hardegg

Wir haben bei unserem Ausflug mit dem Weinviertel Tourismus und dem Tourismuszentrale Südmähren einen kleinen Abschnitt als Wanderweg (von Čižov zur Thayabrücke nach Hardegg) und einen etwas größeren vom Galgenberg nach Mikulov getestet.

Der Kolonnadenweg und die Reste des Eisernen Vorhangs

Den ersten Abschnitt sind wir – es regnete – gewandert, kein Problem bei einer ca. 5 km langen Strecke. Wer sich für den Nationalpark interessierte, kann sich viel Informationsmaterial im Nationalparkhaus in Čižov holen und nur ein paar Schritte weiter sieht man die Überreste des Eisernen Vorhangs. Allein der Wachturm auf der Anhöhe erscheint auch jetzt noch gespenstig genug und ich zumindest habe in Erinnerung an diese Zeiten noch immer bei dem Anblick ein ungutes Gefühl verspürt. Dann geht es weiter durch den Nationalpark Podyjí und wenn es ihre Zeit erlaubt, sollten Sie die Ausblickswarte besuchen.

Die Reste des Eisernen Vorhangs bei Čižov

Bald erreicht man dann die Thayabrücke mit dem kleinen ehemaligen Zollhaus auf der österreichischen Seite. Hier ist ein kleines Museum untergebracht, das man auch kurz besuchen sollte. Es widmet sich der Geschichte der Brücke und zeigt auch den Jubel bei der Wiedereröffnung.

Vom Galgenberg nach Sedlec

​Der zweite Abschnitt war schon etwas länger und bei strahlendem Sonnenschein auch toll zu fahren.

Der Rastplatz an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien

Wir starteten diesmal bei der Kellergasse am Galgenberg (Wildendürnbach) und los ging es über die Felder Richtung Mikulov ins 15km entfernte Sedlec. Hügelig geht es in der typischen Weinviertler Landschaft dahin, wer ein wenig Kondition mitbringt, hat keine Probleme, wer so wie ich Couchpotato und Bildschirmarbeiter ist, kommt schon ziemlich ins Schwitzen und muss auch den einen oder anderen Anstieg schieben. Dennoch es ist eine tolle Fahrt. Bis auf einmal, knapp vor der Grenze zu Tschechien ist der Weg auch hervorragend ausgeschildert, folgen Sie immer dem blauen Schild mit der 13 im Sternenkranz.

Das Grenzschild

Am Rastplatz an der Grenze staunt man über das Schild, das den Grenzübergang für Wanderer, Radfahrer und Skifahrer (!) als geöffnet erklärt. Hier kann man ein wenig Rast machen und die Gegend genießen. Dann geht es auf tschechischer Seite weiter, wo die Strecke entlang eines ehemaligen Kolonnenwegs führt und dann einige Zeit entlang der Bahnstrecke.

Die Gedenktafeln am Euro Velo13

Auf diesem sogenannten Weg der Freiheit sind zahlreiche Infotafeln am Wegesrand angebracht, die die verschiedenen Methoden zeigen, mit denen die Menschen versuchten den Eisernen Vorhang zu überwinden. Ein Denkmal erinnert an die vielen Toten, die es nicht in den Westen geschafft hatten.

Das Denkmal für die Opfer

Dann erwartet uns schon die Mlyn Sedlec – ein fahrradfreundlicher Betrieb, bei dem wir unseren Durst und Hunger stillen.

Weitere Informationen über die Euro Velo-Touren und viele nützliche Informationen für Radfahrer finden sich auch noch www.eurovelo.org und www.eurovelo.com

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