Ferien - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Die „Zwillingsbrüder"

Der eine stammt aus Ephesos und „wohnt" nun in Wien, der andere hat seine Heimstätte in einem Museum in Mali Lošinj gefunden, das ihm zu Ehren errichtet wurde… 

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Neues von der Ferien-Messe Wien 2019

Die Ferienmesse ist jedes Jahr für alle „Urlaubswütigen" ein Fixpunkt. Hier kann man sich an vier Tagen über viele Reisedestinationen informieren, neue Länder und Regionen entdecken und mit den Experten seines Lieblingsziels plaudern und neue Tipps holen. 

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Advent und Meer und Köstliches aus der Kvarner Region

 Nein, es ist kein Rechtschreibfehler. In der Kvarner Bucht kann man hervorragend schlemmen, aber auch den Advent und das Meer genießen.

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Mehr Meer – eine Ode an das Mittelmeer …

Männer starren angeblich auf Grund eines alten Urinstinkts ins offene Feuer – ich starre aufs Meer…

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Wasserfälle, Wasserwege, Wassertraum – Krka

 Hier dreht sich einfach alles ums Wasser: es zischt, rumpelt und spritzt und ist sooo traumhaft schön.

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Musik, Kulinarik und much more

Zu Besuch auf der Go und Regiontour in Brünn. Es ist kaum zu glauben, mit wie viel Geschick man in Tschechien Moderne und Tradition verbindet, aber auch wie sehr immer wieder zu sehen ist, dass Musik (und der Genuss) einfach zum tschechischen Leben dazu gehört.

Musik, Musik, Musik ....

Ferienmessen, egal ob sie in Wien oder in Brünn stattfinden, zeigen die Vorzüge des Urlaubs im eigenen Land, bieten aber immer auch Anregungen für all jene, die das Fernweh in exotischere Länder gepackt hat, sowie Ideen für einen Ausflug oder Kurzurlaub zum Nachbarn.

Hier gibt es jede Menge identische Information

Während in Wien auch noch die Vienna Autoshow gleichzeitig um Besucher buhlt, ist die Go Regiontour in Brünn auf ihr alleinige Stärke angewiesen und das macht sie recht erfolgreich.

Der Lehrlings-Wettbewerb

Beiden gleich ist, dass sie sich auch noch den unterschiedlichen (oft regionalen) Genüssen verschrieben haben und auch das ist fein.

Es sieht köstlich aus, oder?

Meine Eindrücke der Wiener Ferien-Messe kennt ihr ja bereits. Am Freitag war es nun so weit, eine kleine Terminverschiebung machte es möglich, heuer auch die Go Regiontour in Brünn zu besuchen.

Ein Faun??

Meine Eindrücke der Wiener Ferien-Messe kennt ihr ja bereits. Am Freitag war es nun so weit, eine kleine Terminverschiebung machte es möglich, heuer auch die Go Regiontour in Brünn zu besuchen. Die Messe ist klein, aber fein.

Karten spielen im Barock?

Was sofort auffällt, ist auch die Liebe der Tschechen (und der Anbieter) zum „Theater spielen" und Verkleiden. Hier spielen die Mädels in Barockkostümen Karten, dort erzählt die mittelalterliche Bauersfrau den Besuchern alles Wissenswertes über die Urlaubsdestination, es wacht ein napoleonischer Soldat am Stand, man trifft Faune, Stelzengeher, Ameisen und viele andere Maskottchen mehr.

Seltsame Fahrzeuge sind in den Hallen unterwegs ...

Seltsame Fahrzeuge kreuzen des Besuchers Wege und das technische Museum Brünn wartet live mit vielen erstaunlichen Experimenten auf, die recht gefährlich aussehen, aber ganz lässig präsentiert werden. All diese Aktivitäten machen die Messe lebendig und noch besuchenswerter.

Die Saurier sind los ...

Auch mehrere Saurier aus dem technischen Museum sind vertreten (diese Schau würde mich wirklich auch interessieren – vielleicht schaffe ich es ja auch bis März noch nach Brünn).

Das wäre als Gewicht schon zu wenig - aber wie gesagt. die Erde zeigte ein unfreundlicheres Gewicht ...

Von der astronomischen Sternwarte hat man sich gerade jenes Modul ausgeliehen, mit dem man sein Gewicht sowohl auf der Erde als auch auf anderen Planeten angezeigt bekommt.

Das kann doch wohl nicht wahr sein ...

​Dazu sei nur folgendes gesagt: Die Erde übertreibt maßlos, aber ich sollte mich vielleicht dann doch für die erste Marsmission interessieren …

Ein bisschen wie Pandora ...

Ein Stand erinnerte mich ein wenig an den Mutterbaum von Pandora und ganz besonders freut man sich natürlich, wenn man gute alte Bekannte wieder trifft:

Zu Besuch am Stand von Luhacovice ...

diesmal hatten wir nicht nur das Vergnügen in den Genuss des wunderbaren Luhacovicer Schnaps zu kommen und die neuesten Angebote des Kurorts kennen zu lernen, sondern es freute mich, auch hier wieder die p&f wineries und auch die Hersteller des ausgezeichneten Kognac und Weine vom Weingut Hlebec aus Kog wieder zu sehen.

Kognac von Hlebec und Šiponvon den p&f wineries

Ich kann nur für die Besucher hoffen, dass sie sich die Zeit genommen haben, einiges zu probieren. Es lohnt sich, wie auch Wiener Kollegen bestätigen können.


Außerdem wurde musiziert, was das Zeug hielt – von eher traditionellen Klängen, über Klassik, Barock bis hin zu Swing mit Band war alles dabei. Mit viel Freude vorgetragen, aber immer so, dass man sich gegenseitig nicht störte und es ein harmonisches Ganze der Messe ergab.

Hier wird gestickt und musiziert ...

Schön! Ich bin mir nicht sicher, ob das in Wien auch möglich gewesen wäre …

Rakousko 

Apropos Wien. Unsere Hauptstadt war mit ihren Museen ebenso wie Schloss Hof und Niederösterreich vertreten, das als Grenzregion sicher bei den tschechischen Besuchern punkten konnte.

Hier konnte man sich über Privatquartiere in Oberösterreich informieren

Die Privatunterkünfte Oberösterreich zeigten nicht nur wie familiär es bei Ihnen zugeht, sondern erfreuten die Besucher auch mit einem Glücksrad, bei dem es sogar einen Urlaub zu gewinnen gab.

In Wien gibt es viel zu sehen ...

Die "Brünner" Genusswelt

In der tschechischen Genusswelt stehen vor allem regionale Produkte im Vordergrund, wobei mich auch der Knoblauchstand sehr beeindruckt hat – Vampire haben in der Halle dann sicher nichts mehr verloren.

Knoblauch, Knoblauch - Vampire hätten da keine Chance ...

Natürlich musste ich Olmützer Quargel (die Originalen!!!) ebenso erwerben wie andere pikante Käsespezialitäten.

Köstliches vom Käse aus der Region ...

Einige der köstlichen Oblattenvarianten (Chilli!! Kirsch!!) fanden natürlich auch ihren Platz in meinem Einkaufssackerl und ich bin froh, dass es schon ziemlich spät und meine Kronen am Ende waren, sonst hätte ich wahrscheinlich noch bei den Ungarn Speck erstanden und auch das Pecser Weingut Bock, das ich auch schon während einer Pressereise besuchen durfte, heimgesucht und dies wäre nicht ohne eine Anzahl von Fläschelchen abgegangen.

Der ideale Lebenszwecke - Schweinespeck ...

​Weiteres Highlight ist ein Lehrlingswettbwerb der Köche, der hervorragende Kreationen und Teller lieferte.

Hier wird gekocht und bewertet ....

Ich habe zwar keine Ahnung wie die Speisen geschmeckt haben, aber das Aussehen war in jedem Fall 1A.

Sieht es nicht gut aus?

Am Wettbewerbsstand konnte man dann auch noch einige weitere Kuriositäten entdecken – ich hätte noch gerne länger in den alten, wunderschönen Kochbüchern geblättert und gelesen. Ich glaube, ich muss mich bald auf die Suche nach alten Kochbüchern machen.

Ein altes Wiener Kochbuch auf der Messe in Brünn

In der Zwischenzeit wird es auf askEnrico bald ein paar Schmankerl der Oberösterreichischen Privatvermieter geben – sie haben mir ihren Kalender überlassen, der zu jedem Monat nicht nur ein wunderschönes Bild aus der Gegend, sondern auch ein heimisches Gericht liefert. Vielen Dank dafür. Und da sind einige Schmankerl dabei, die ich Euch nicht vorenthalten möchte – also in nächster Zeit öfter mal bei den Rezepten vorbei schauen….

Sonnentor gibt es auch in Tschechien

Mit einem Wort – es war ein gelungener Ausflug nach Brünn – mit vielen Anregungen und Eindrücken. 

Was es so alles dann noch zu „be"reisen gibt, folgt später – das Jahr ist ja noch jung.

Hier werden Stramberger Ohren gemacht ...
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Auf der Straße der Kaiser und Könige - Visegrád

Die Donau ist seit langem Verkehrsweg, Fischgrund, Lebensraum für viele Lebewesen und seltene Pflanzen. Die Donau teilte Länder und ihre Überschwemmungen verwüsteten manchmal ganze Landstriche. Und sie war eines: Die Straße der Kaiser und Könige.

Blick auf das Donauknie bei Visegrád

Wie Perlen an einer Kette sind die Orte und Städte an der Donau aufgefädelt, die alle mit Herrschern, Kaisern und Königen in Verbindung stehen. Auf Einladung der Arge Donau und des Ungarischen Tourismusamts waren wir auf der Straße der Kaiser und Könige unterwegs und machten einen ersten Stop in Visegrád.

Visegrád - Die Zitadelle

Den meisten wird der Name durch die Visegrád-Staaten (heute Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn) bekannt vorkommen, ein loser Zusammenschluss der Staaten, um sich bei wichtigen Entscheidungen innerhalb der EU vorab abzustimmen. Diese Verbindung reicht allerdings lange Zeit zurück. 1335 trafen sich hier in Visegrád der ungarische, böhmische und polnische König, um Verhandlungen zu führen.

Damals wie heute geht man hier gerne auf die Jagd

Die Einladung erfolgte vom ungarischen König – Karl Robert Anjou, der die verschiedenen Streitereien und Unstimmigkeiten mit seinen „Kollegen" beenden wollte, um nicht ihren gemeinsamen Aufschwung und ihre Weiterentwicklung aufs Spiel zu setzen. (Was auch klappte!)

Das Tor nach Visegrád

Von Budapest kommend fährt man durch ein Tor, das den Anfang der Stadt kennzeichnet. Wenn man dann ziemlich bald nach links sieht, kann man noch einen Blick auf den Palast, die größte Sehenswürdigkeit der Stadt erhaschen.

Der Palast von Visegrád

Hier muss zu der damaligen Zeit wirklich das Paradies auf Erden gewesen sein. Nicht nur die Größe ist beeindruckend, es gab ein Bad (mit Warm- und Kaltwasser), ein ausgezeichnet durchdachtes Wasserleitungssystem, das auch dafür sorgte, dass die „Rückstände" des königlichen Toilettegangs (ja, es gab auch eine eigene Toilette für den König) weggespült wurden und so auch keine allzu große Geruchsbelästigung in den königlichen Räumen entstand.

Der Löwenbrunnen im Palast von Visegrád

Und da sind dann auch noch die vielen schönen Brunnen, aus denen bei besonderen Festen auch Wein sprudeln konnte.

Unser Guide - vielen Dank für die tollen Erklärungen

Am besten man besucht den Palast mit so einem kundigen Führer, wie wir hatten. Ausgezeichnetes Deutsch (nicht verwunderlich bei einem gebürtigen Deutschen) und dazu noch Archäologie-Student, der in Visegrád der Liebe wegen hängen blieb und nun all sein Wissen über den Palast weitergibt und noch dazu auch noch einige Sprichwörter erklären kann.

Heute gibt's Wildschweinbraten ...

Nachdem wir auch noch die Küche des Palastes besucht haben und dort auch einiges über die mittelalterliche Kochkunst erfahren haben, macht sich langsam Hunger breit.

Das Pálinkamúzeum in Visegrád

Jetzt wäre doch die beste Zeit für einen Aperitif - und schon sind wir auf dem Weg ins Palinkamuseum, wo wir vieles über die Herstellung – und auch über das Schwarzbrennen – der ungarischen Spezialität erfahren.

Der Chef des Hauses berichtet über die Gefahren des Schwarzbrennens

Wusstet ihr z.B. dass Palinka auch aus Quitten gemacht werden kann? Oder dass das Brennen von Palinka lange Jahre in Ungarn verboten war? Oder dass selbst Milchkannen für die Schwarzbrennerei umgebaut wurden?

Probieren geht über Studieren ...

Tja, all das kann man im Palinkamuseum erfahren – und natürlich auch verschiedene Sorten verkosten …

Zur Begrüßung wird getrommelt

Danach geht's ab ins Renaissance Restaurant, wo Trommler jede Reisegruppe laut begrüßen.

Es war schon köstlich ...

Drinnen geht es dann mit einem Lautenspieler und zarteren Klängen weiter. Wichtig jedoch: Das Essen schmeckt hervorragend.

Im Inneren des Renaissancerestaurants erklingt ruhige Lautenmusik ...

Nach einem Abstecher nach Esztergom – einem weiteren Ort der Straße der Kaiser und Könige, doch davon später, - geht es zu einem weiteren Highlight in Visegrád: einem Ritterspiel am Salamon-Turm.

Im Inneren des Salomonturms - bei einem Gläschen Wein

Dieser Turm war Teil der früheren Befestigungsanlage, die lange Zeit als uneinnehmbar galt. Auch hier sind die Trommler wieder in Aktion, ein König und eine Königin wird gewählt, ein Hofnarr ist klarerweise auch dabei und nach einer kleinen Strafaktion sind die Ritterspiele eröffnet: Bogen, Schwert, Armbrust, Lanzen, Morgensterne, Hellebarden und Streitaxt sind in ihrer Anwendung zu sehen.

Der Kampf beginnt ...

Da kracht es schon anständig und ich denke, auch der König war froh, bei den Kämpfen nicht mitmischen zu müssen. Zum Abschluss kann man auch noch mit dem Falken ein kleines Tête à tête veranstalten.


Der Vogel muss sich auch was denken, wenn er von einem Arm der Besucher auf den anderen klettert und wir alle ein Selfie bzw. Foto mit ihm möchten. Brav kommt er aber allen Fotowünschen nach und manchmal hat es fast den Anschein, ob er versteht, was man ihm zuflüstert.

Er versteht mich schon ....

Ein wunderschöner Tag nimmt nun sein Ende. Zurück geht es ins Thermal Hotel Visegrád, wo noch das Thermalwasser und der Wellness-Bereich auf uns warten.

Blick auf den Innenhof des Palastes von Visegrád

Es war ein Kurzbesuch und um der Stadt gerecht zu werden, muss man länger bleiben oder wieder kommen – was ich mir auch fest vorgenommen habe. Schließlich muss noch eine Menge erkundet werden: 

  • Die Umgebung des wunderschönen Donauknies – da muss man einfach eine Wanderung oder auch eine Schifffahrt machen Wandern, Joggen oder Nordic Walken in den umliegenden Wäldern, vielleicht entdecke ich dann ja auch das eine oder andere Wildschwein (zwei haben wir vom Palast aus gesehen) oder Hirsche.
  • Das Thermalwasser (auch Visegrád ist reich an Quellen und Heilwasser) und auch die verschiedenen Wellness-Einrichtungen genießen, eben einmal so richtig schön Relaxen und Entspannen.
  • Die Zitadelle besichtigen – hier gibt es auch noch einige Ausstellungen, die man besucht haben sollte
  • Durch den alten Stadtkern spazieren und schauen was die Stadt noch alles zu bieten hat
  • Die Ruinen des nahen Römerlagers auf dem Sibrik-Hügel besichtigen
  • Und dann wären da noch die Internationalen Palastspiele. Ein Spektakel das einmal jährlich die ganze Stadt in Beschlag nimmt. 
  • Vielleicht geht sich dabei ja dann auch noch der eine oder andere Konzertbesuch aus… 
  • Tja und den Wochenmarkt sollte ich doch auch noch einmal besuchen. 

So wie es aussieht, werden da wohl mehrere Besuche notwendig sein ….

Zeit zum Relaxen im Thermal Hotel Visegrád

Mehr über Visegràd, das Renaissance Restaurant und das Thermal Hotel Visegràd findet ihr auch auf www.ask-enrico.com.

Der beeindruckende Palast bietet auch eine schöne Aussicht auf die Donau


Hier noch einige wichtige Adressen:
www.visitvisegrad.hu (Die Seite der Stadt in Deutsch, Englisch, Ungarisch)
www.thv.hu (Thermal Hotel Visegrád, Deutsch, Englisch, Ungarisch)
www.lepencespa.hu (Das Wellness und Spa-Center des Thermal Hotels, das aber auch für Gäste von außerhalb des Hotels nutzbar ist – Ungarisch) www.renvisegrad.hu (Renaissance Restaurant Visegrád - Ungarisch)
www.parkerdo.hu (Zitadelle – Ungarisch)
www.palinkamuzeumvisegrad.hu (Palinkamusem – Ungarisch)
http://www.strassederkaiserundkoenige.com (Deutsch)
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Opatija im Regen – einfach schön…

Oft genügen zwei, drei Tage um nach einer anstrengenden Arbeitszeit wieder voll da zu sein. Für mich dabei wichtig sind eine nicht zu lange Anreise, eine interessante Umgebung und ein „Wohlfühlhotel". Auf nach Abbazia ins Hotel Bristol … Ich liebe das Meer und ich liebe Kroatien. Die schroffen Felsen, an die die Wellen klatschen – wunderbare Landschaft auch im Inneren, gutes Essen, hervorragende Weine und – ausgezeichnete Hotels. Nach einem anstrengenden Messewochenende hatten wir uns ein paar Tage Erholung verdient; am besten am Meer. Wir wählten den alten Kurort Abbazia.

Das Mädchen und die Möwe

Das heutige Opatija (Abtei auf Kroatisch) hat eine lange Geschichte – auch oder besonders als Erholungs- und Kurort. Den Grundstein zur Tourismusentwicklung legte eigentlich ein Geschäftsmann – Iginijo Scarpa aus Rijeka – bereits 1844 – der hier eine wunderschöne Villa (Villa Angiolina) für seine Frau baute und dazu den botanischen Garten anlegen ließ. Weiterer Meilenstein in der touristischen Entwicklung war dann 1873 die Eröffnung der Eisenbahnstrecke nach Matulji. Damals begann die Wiener Gesellschaft Abbazia zu entdecken, das 1889 von der Österreichischen Regierung offiziell als erstes klimatisches Seebad an der Adria anerkannt wurde. Eine Ausstellung in der Villa Angiolina widmet sich dieser Zeit, wie auch der Entwicklung der Bademode. Es ist teilweise unglaublich, wie „angezogen" früher gebadet wurde – verpassen Sie die Ausstellung nicht, es ist sehenswert!

Bademode und Schwimmgürtel von einst

Abbazia wurde zum Treffpunkt des Who ist Who in Europa: Kaiser Franz Joseph I., Kronprinz Rudolf und seine Gattin, James Joyce, Dr. Julius Glaxo, Dr. Theodor Billroth, Kaiser Wilhelm II., Antonin Tschechow, Gustav Mahler und viele andere Prominente besuchten die Stadt. Um dem Gästeansturm gerecht zu werden, entstanden Hotels und Villen und unter anderem auch der 12 km lange Lungomare, ein wunderschöner Spazierweg entlang des Meeres, der Volosko an einem und Lovran am anderen Ende mit Opatija verbindet. Das Flair der damaligen Zeit ging in dieser Stadt nie verloren. Auch wenn auch hier alles schnelllebiger geworden ist und (vor allem) die Hotelstandards selbstverständlich an heutiges Niveau angepasst wurden, der Stadtkern mit seinen Gebäuden, den Parks, den Cafés und Restaurants erinnert noch immer an k.u.k Zeiten. Irgendwie wäre es nicht verwunderlich, den alten Kaiser um die Ecke biegen zu sehen.

Opatija

Obwohl das mediterrane Klima meistens mit mehr Sonnenschein aufwartet, waren wir diesmal nicht vom Sonnenschein verfolgt. Der Regen wurde aber doch hin und wieder von trockenen Phasen unterbrochen, sodass wir am Lungomare entlang spazierten, die Sterne kroatischer Berühmtheiten (unter anderem Janica Kostelić und Nikola Tesla) am Walk of Fame bewunderten oder die Markthalle von Opatija inspizierten (und natürlich wieder Käse ohne Ende einkauften). Einen Schlechtwetter-Tag konnten wir hervorragend nutzen: Es geht eben nichts über ein „Wohlfühlhotel"!

Hotel Bristol

Das Hotel Bristol liegt ziemlich im Zentrum der Stadt, genau vis à vis vom Park Angiolina. Unser Zimmer im 5. Stock hatte zusätzlich noch einen wunderbaren Ausblick aufs Meer, den wir besonders am Tag unserer Abreise bei strahlendem Sonnenschein genießen konnten. Außen ehrwürdig wie ein Ringstraßen-Palais spielt das Hotel in seinem Inneren alle Stückerl.

Hotel Bristol Opatija

Besonders erwähnenswert finde ich das ausgesprochen freundliche und gut gelaunte Personal. Hier hat man als Gast wirklich den Eindruck nicht nur willkommen zu sein, sondern auch dass den Mitarbeitern die Arbeit Spaß macht und dass sie gerne hier arbeiten. Egal ob beim Frühstück oder beim Abendessen, an der Rezeption, im Café Palme oder im Wellness und SPA-Bereich. Überall strahlenden und gut gelaunte Mitarbeiter!

Apropos Wellness und SPA:

Das Hotel nennt einen kleinen, aber feinen Wellness-Bereich sein eigen, in dem Sie ein Jacuzzi, eine finnische Sauna und ein Dampfbad erwarten. Wunderbar bequeme Liegen laden zum Verweilen ein. Wer unbedingt möchte, kann sich außerdem noch im gut ausgestatteten Fitnessraum die überflüssigen Kalorien abtrainieren. .

Wellness-Bereich im Hotel Bristol in Opatija

Das Hotel bietet verschiedene Wellness- und SPA-Pakete und Anwendungen wie nadelfreie Mesotherapie zur Hautverjüngung, Sauerstoff Anti Aging Behandlungen und zertifizierten Fasten-Urlaub (mehr darüber erfahren Sie hier), aber auch die unterschiedlichsten Massagen, Fuss- und Handbehandlungen und Epilationen an. Da ich (noch?) zu meinen Falten und Aussehen stehe und wir uns bereits auf die landestypische Küche gefreut hatten, aber so richtig ausspannen wollten, entschieden wir uns am Regentag für eine Ganzkörpermassage. Und was soll ich sagen? Ein Gedicht. Ich habe mich selten so gut danach gefühlt und es war überraschend wieviel Gefühl aber auch Druck und Stärke eine so kleine, zarte Person entwickeln kann. Immer mit der richtigen Nuance: so dass es gerade noch nicht wehtat, aber dennoch mehr als eine Streicheleinheit war. Einfach toll.

Jakuzzi im Hotel Bristol Opatija (Foto © Zirojevic)

Das kulinarische Angebot

Frühstücksbuffet: hervorragend in Ordnung. Eine gute und reiche Auswahl an Brot und Gebäck, Wurst, Käse, Schinken, Eier – einfach alles was das Herz so am Morgen begehrt. Gesundes wie Obst, Gemüse, Müsli etc mit eingeschlossen. Für alle, die in der Früh bereits einen alkoholischen Kick benötigen, steht sogar eine Flasche Sekt bereit. Der Kaffee ist ok, kann aber mit dem Meinl-Kaffee im Café Palme nicht ganz mithalten.

Meeresfrüchte-Risotto

Wer faul ist und den ganzen Tag herumgestreunt ist, mag abends – vor allem wenn es wieder Schusterbuben regnet – nicht mehr vor die Tür. Im Hotel Bristol ist das aber kein Problem, denn auch das Abendbuffet ist durchaus empfehlenswert. Wir haben uns an zwei Abenden durch die Angebote gekostet und immer wieder unsere Highlights gefunden.

Die wunderbare Dessertauswahl

Mein absoluter Favorit war der fruchtige Hühnersalat in Currysauce. Aber auch die Hühnerfilets (nach Mailänder Art oder mit istrischen Kräutern), die Makrele, Gnocchi mit Gorgonzola-Sauce, Meeresfrüchte-Risotto und einiges mehr haben uns ausgezeichnet gemundet. Bei den Desserts ist unbedingt die Schokotorte mit Zitronen"gelee" zu erwähnen, von der mein Mann noch heute schwärmt.

Restaurant Roko

Restaurant Roko

Wer sich jedoch in die Stadt aufmacht, dem können wir das Restaurant Roko empfehlen. Rustikal, aber sehr geschmackvoll eingerichtet – hier stimmt alles bis zu den Servietten und Speisekarten. Noch besser aber: die Karte! 

Wir probierten einmal Schoko-Ravioli mit Kürbisfüllung – wenn es auch vielleicht komisch klingt. Der Chef des Hauses weiß, was er empfiehlt – sie waren einfach köstlich. Aber auch die Istrische Rhapsodie Tagliatelle mit Steinpilzen und der Spezialität der Gegend – den weißen Trüffeln – sollten Sie probieren. Einfach ein Gedicht.

Auf der Suche nach Istrischem Wein – über das Učka-Gebirge Richtung Pula

Kroatischer Wein beginnt gerade erst seinen Siegeszug auch außerhalb des Landes. Sei es nun Teran, Malvazija, Dingač oder Postup, egal ob in Istrien oder Dalmatien – Sie werden gute Tröpfchen in diesem Land finden. 

Wenn man daher einen Tipp von einem Kenner kroatischen Weines bekommt, soll man sich auf den Weg machen – egal wie schwierig die Anreise sein kann.

Malvazija und Cabernet Sauvingon

So machten wir uns am zweiten Tag auf, um Krnica zu finden und dort eine Straße namens Šegotići. 

Damit begann der Tag mit einem Irrtum und weiteren Hindernissen. Obwohl ausgestattet mit Handy und Navi-App, die zwar Krnica, aber dort keine Straße Šegotići fand, hatte ich mir den Weg noch in Google Maps angesehen und einen kleinen Weg entlang des Meeres ausgemacht, der zwar länger dauern würde, aber mir sympathischer erschien. 

Leider nicht so das Navi meines Mannes. Dieses bestand auf eine Fahrt über bzw. durch (Tunnel!) das Učka-Gebirge und da es ein wenig anders eingestellt ist als meines, waren wir schon schwupps einmal, zweimal, dreimal auf steilen Hängen und äußerst schmalen Gässchen gelandet. Noch in Opatija!! Kein guter Start für jemanden wie mich, der in diesen engen Umgebungen leicht zur Hysterie neigt und Worte wie „Jetzt bitte umdrehen" nicht gerne aus dem Lautsprecher hört. 

Nach mehreren Versuchen gelang es uns dann aber doch die Stadt zu verlassen und nachdem wir einige steilere Anstiege überwunden hatten, wurde das Wetter auch strahlend schön! Sonne vertreibt auch den Gram von falschen Routen und fürchterlich engen Straßen.

Über so viele Auszeichnungen staunt man nur …

Bereits um einiges besser gelaunt trafen wir in Krnica ein, aber wo jetzt die Straße finden? 

Das Navi weigerte sich weiterhin standhaft, die Straße zu kennen. Der erste Versuch brachte uns auf einer schmalen kurvenreichen Straße ans Meer, weit und breit war kein Weinbauer zu sehen. 

Zwei nette Kroaten versuchten mir bedauernd zu erklären, dass wir hier total falsch abgebogen waren. Also wieder zurück. Nachdem wir bereits das dritte Mal beim Dorfgasthaus vorbeifuhren, war zum zweiten Mal nachfragen angesagt. 

Wieder bekam ich ziemlich bedauernd erklärt, dass ich da doch noch ein paar Kilometer vor mir hätte. Wir machten uns also wieder auf den Weg und dieses Mal waren wir erfolgreich, hatten wir doch die erste Hürde nun geschafft: Wir hatten begriffen, dass wir ein Dorf und keine Straße suchten.

Hier reifen die guten Tropfen

Doch auch in Šegotići ist es noch nicht sooo leicht, zum Winzer Siljan zu gelangen. 

Trotzdem scheinen es zahlreiche Touristen und auch Einheimische geschafft zu haben, da z.B. Teran leider schon ausverkauft war. Da aber auch der Cabernet Sauvignon und der Malvazija ausgezeichnet schmeckten, waren wir nicht umsonst gekommen. 

Außerdem kann man hier auch noch einen hervorragenden Grappa, die Spezialität der Familie – einen Terano – aber auch Olivenöl erwerben. Der Weg lohnt sich also in jedem Fall, schaffen Sie nur genug Platz in ihrem Kofferraum und bestimmen Sie bereits vorher den Fahrer des Autos. Dieser sollte sich beim Verkosten zurückhalten – in Kroatien gilt eine Promillegrenze von 0,5 – für Fahrer unter 25 Jahren herrscht absolutes Alkoholverbot. 

So kehrten wir schließlich mit reicher „Beute" glücklich entlang der Küste in unser Hotel in Opatija zurück.


Hier finden Sie weitere Informationen über Opatija, das Hotel Bristol, das Restaurant Roko und den Winzer Siljan.

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