Christoph - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Die Welt ist klein (nein, Scheibe ist sie keine um das auch gleich zu klären)

Eher zufällig sind wir im Zuge einer München Reise auf die „Food & Life" Messe in München Ende November gestoßen. Im Zuge dieser Messe wurden in einer Halle nur regionale Schmankerl geboten 

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Ein Kurzbesuch im Haus der Geschichte

Was macht man, wenn man ein Elektroauto zum Testen hat und das Wetter nicht so optimal ist? Richtig, man sucht sich eine Attraktion, die innerhalb der Reichweite (der Eifelturm war es nicht) des Autos ist, und wo eine Schnellladestation in der Nähe ist (Details zum Auto-Test an einer anderen Stelle).  

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Ein Ausflug auf Gemeindealpe, Bürgeralpe, Mariazell

Was tut man in Österreich an einem schönen Sommerwochenende wenn man ausnahmsweise einmal nicht arbeiten muss (oder will)? Genau: man geht wandern. In den letzten Jahren ist Wandern ja wieder „in", dementsprechend sind auch viele Lifte – ob Sessellift oder Gondel – in Skigebieten auch im Sommer in Betrieb.

Wir waren auf der Suche nach einer einfachen Wanderroute da eine unserer MitwandererInnen nicht ganz höhentauglich war, und das Gebiet um den Ötscher ist gut dafür geeignet. Wir entschieden uns nach der Anreise (mit dem Auto) gleich einmal für eine kleine Starthilfe - was jetzt die nette Umschreibung dafür ist, dass wir faul waren, und mit dem Lift nach ganz Oben gefahren sind. Im Fall der Gemeindealpe sind das dann 2 gesonderte Sessellifte.

Am Gipfel

Der Ausblick am „Gipfel" war leider ein wenig durch Wolken getrübt, bei guter Sicht ist es sicher noch beeindruckender als er ohnehin war. Bergab ging es dann zu Fuß vorbei an Kühen, Kuhfladen, Kuhglocken, Kuhfutter, …

Am Rande des Wanderweges

Eine spannende Alternative von der Gemeindealpe wieder herunter zu kommen ist die Möglichkeit sich einen Monsterroller oder ein Mountaincart zu leihen und dann auf einer speziell gesicherten Strecke nach unten zu fahren. Auf unserem Weg nach unten sah das bei den meisten Teilnehmern nach viel Spaß aus, wir werden das bei Gelegenheit selbst testen.
http://www.mitterbach.at/aktivurlaub/

Das Gipfelkreuz

Durch die Zeitersparnis mit dem Lift war der Tag nach der Ankunft an der Talstation noch viel zu jung und wir beschlossen auch noch die Bürgeralpe „abzustauben". Das setzt natürlich eine Fahrt ins Zentrum von Mariazell voraus, das dort die Talstation der Gondelbahn ist. Natürlich kann man nicht nach Mariazell fahren ohne dort den berühmten Lebkuchen zu kosten und zu kaufen.
http://www.lebkuchen-pirker.at/

Gedenktafel

Nach längerer Parkplatzsuche ging es mit der Gondel hinauf auf den Berg. Am Berg selbst gibt es viele Rundwanderwege von 1 Stunde bis zu Ganztagestouren. Wir wählten die Relax-Version uns genossen einfach nur den Ausblick auf den mittlerweile klaren Himmel. Der Abstieg erfolgte wieder zu Fuß, da die Gondel selbst um 17:00 die letzte Talfahrt hatte, was unseren Zeitrahmen zu sehr eingeengt hätte.

Am Weg

​Der Tag fand einen gemütlichen Ausklang in einer Pizzeria am Rande von Mariazell (sehr empfehlenswert) und einer Runde plantschen im Erlaufsee. Wir waren sehr erstaunt, dass es noch Bäder gibt, die keinen Eintritt verlangen, leider hatten wir keine Badesachen mit, eine Runde schwimmen kurz vor dem Sonnenuntergang wäre sicher auch nett gewesen. Die Quartiersuche war übrigens wie die Reise sehr spontan. Mia kannte noch von früher ein nettes Hotel, das zufällig noch ein Zimmer frei hatte. http://www.hotel-winterbach.at/hotel.html

Am Weg

Das Hotel liegt in ruhiger Lage und bietet faire Preise und hat eine Miniatur-Eisenbahn entlang des Speisesaals. Der Sonntag begann dann mit den Ötscherliften in Lackenhof. Wir hatten eigentlich geplant nach der Bergstation den Weg zum Gipfel zu gehen (ca. 1,5 Stunden). Allerdings ist das mit Muskelkater und Begleitern mit Höhenangst keine gute Idee. Sinnvollerweise drehten wir daher nach ca. 30 Minuten um, ich ging zu Fuß zur Talstation hinunter, die Muskelkater-Fraktion fuhr mit dem Lift auch wieder hinunter. Als gemeinsame Entschädigung gab es dann eine Jause am nicht weit entfernten Lunzer See. Bedingt durch das schöne Wetter war der See allerdings ziemlich gut besucht.
http://www.lackenhof.at/oetscherlift

Das Haubiversum

Zum Abschluss des Wochenendes nahmen wir auf der Heimreise noch das Haubiversum mit. 

Für alle die mit dem Begriff nichts anfangen können: Dort kann man einen Blick hinter die Kulissen der industriellen Fertigung von Backwaren werfen, also Brot und Gebäck dass man dann z.B. bei Billa und Co kaufen kann. Die Führung beginnt (Achtung: Spoiler!) mit dem Backen des eigenen Mohnfliesserls (oder wie wir Waldviertler sagen: Mohnstriezerl). Beim Rundgang selbst erfährt man alles über die Firmengeschichte und das industrielle Bäckerhandwerk. Erwähnenswert ist, dass man im Haubiversum versucht, möglichst viel an regionalen Zutaten aus Österreich zu verwenden. Da wir als Hobby selbst Brot (aber eher die Slow-Baking Variante) backen waren die Einblicke sehr spannend und inspirierend. 

Kleiner Tipp: Sinnvollerweise sollte man eher eine Führung unter der Woche buchen, da dann in den Hallen auch wirklich voller Betrieb ist.
https://www.haubis.com/at/das-haubiversum-top-ausflugsziel-niederoesterreich

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West-Norwegen

oder: bei 200 Tagen Regen pro Jahr bleiben ja noch genug schöne Tage übrig. Als bekennende Skandinavien-Liebhaber haben wir uns heuer entschlossen West-Norwegen zu erkunden.

… und los geht’s mit unserem California …

Wir (meine Freundin Mia und ich) sind in Skandinavien meist mit unserem VW California Beach unterwegs. Für Nicht-Kenner: das ist ein quasi puristisches Wohnmobil, mit dem Vorteil, dass das Auto „normale" Abmessungen hat, man also noch in die meisten (ok, sagen wie viele) Parkgaragen kommt und natürlich auch bei Fähren, meist die PKW Preise bezahlt. Im Bericht gehe ich dann noch auf ein paar Details unserer Erfahrungen mit „unserem" California ein.

Das geht sich aus …

Wir sind daher sehr individuell unterwegs, d.h. wir schlafen meist im California, selten in Hütten oder Hotels und wir stehen auch selten auf offiziellen Campingplätzen. Alle, die also gerne Pauschalreisen buchen, und sich mit dem Bus von einer Touristenattraktion zur nächsten bringen lassen, dürfen hier aufhören zu lesen. Das soll jetzt übrigens keine (Ab-) Wertung dieser Form von Urlaub sein – es wäre einfach nur nichts für uns.

Etappe 1 – ans nördliche Ende von Deutschland

Geplant war eine Abreise gegen 8:00 Früh und eine gemütlich Etappe von ca 900km bis ans nördliche Ende von Deutschland. Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten nach Skandinavien zu kommen. Wenn man wie wir mit dem Auto unterwegs ist, gibt es z.B. den Autoreisezug nach Hamburg. Leider erlaubt die ÖBB nur Höhen bis 1,96m unser California ist laut Zulassungsschein 1,99m hoch – also knapp zu hoch. Wir sollten vielleicht mal versuchen vor der Verladung Luft rauszulassen, ich glaube nächstes Jahr rufe ich bei der ÖBB an und schlage das einmal vor.

Als zweite Frage für die Skandinavien Anreise bleibt immer: Fähre oder Brücken. Wir haben beides probiert, speziell für West-Norwegen ist die Fähre sicher eine interessante Alternative, da man sich den Teil durch Schweden erspart. Letztlich sind wir aber doch wieder über die Brücken gefahren. Hauptgrund war die größere Flexibilität (man muss nicht reservieren) und die geplante Reiseroute. Da wir auch noch einen Bro-Bizz haben (so ein automatisches Maut-Ding, davon später noch mehr), kommen wir auch relativ günstig über die Brücken.

Was soll ich sagen – wie immer sind wir nicht um 8:00 sondern erst um 14:00 von zuhause weggefahren, aber was sind schon 6 Stunden Zeitverlust auf einer Etappe? Der nicht zu unterschätzende Vorteil – ja, ich bin Optimist – durch die Verschiebung waren die großteils staufreien Autobahnen in Deutschland. Im Vergleich zur Rückreise, wo wir tagsüber unterwegs waren, ist die Reise außerhalb der Berufsverkehrszeiten eine gute Option. Wie dem auch sei, gegen 1:00 nachts waren wir am Tagesziel in Neumünster kurz vor Dänemark.

Tag 2 oder das Wikingerfest lag gerade am Weg …

Nach einer kurzen Nacht am Waldrand ging es weiter Richtung Tagesziel Ängelholm in Schweden. Beim Plaudern auf der Autobahn sind wir auf die Idee gekommen Freunde anzurufen, die gerade in Dänemark Urlaub machten, um Sie zu fragen, wo sie denn gerade sind. Wie es der Zufall will, waren sie auf dem Weg zu einem Wikinger-Festival in Trelleborg.

Beim Wikinger-Fest

Skandinavien-Kenner kennen diese Stadt als Zielhafen für Fähren in Südschweden. Bis zu diesem Tag war auch ich dieser Meinung. Was jetzt aber folgte, war eine 10 minütige Diskussion meiner Freundin mit ihrem telefonischen Visavis wo genau Trelleborg liegt. Wir wollten uns nach der (Öresund) Brücke treffen, weil wir ja das beschriebene Trelleborg meinten. Unsere Freunde meinten aber, dass das bald nach der ersten (Storebelt) Brücke ist, was dann ja in Dänemark ist. Nach einigem Hin und Her (als Fahrer habe ich nur Bruchstücke davon mitbekommen, dafür hatte ich 10 Minuten beste Unterhaltung) fanden wir dann heraus, dass es zwei Trelleborgs gibt (die nur mein VW Navi nicht findet, auch dazu noch mehr) und das dänische Trelleborg nur 10km von unserer Route abseits liegt.

Beim Wikinger-Fest

Das erste spontane Reiseziel war also das Wikingerfest in Trelleborg. An der Stelle noch Grüße an unsere Freunde Kathi und Mansch – war echt nett 1200km entfernt von zuhause Freunde zu treffen.

Wikingerfestung Trelleborg

Dort sieht man die Grundmauern eines Wikinger-Forts, das um 980 vom damaligen Wikingerkönig geschaffen wurde. Beeindruckend ist auch das nachgebaute Langhaus. Wie schon gesagt fand hier das jährliche Wikingerfestival statt und es gab viele, viele Aussteller und Schausteller.

Wikingerfest

Man konnte alles kaufen vom Schaf-Fell bis zu Schmuck. Am schönsten ist es immer in die Atmosphäre bei solchen Festivals einzutauchen – man fühlt sich richtig zurück versetzt in die alten Wikingerzeiten.

Am Wikingerfest

​Als kulinarischen Tipp könnte ich jetzt z.B. den selbstgemachten Honig nennen, der dort u.a. verkauft wurde. Details gibt es hier: http://en.natmus.dk/museums/trelleborg/

Wikingerfest in Trelleborg

Nach dem Besuch machten wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Ängelholm. Dort ist ein schöner öffentlicher Sandstrand, den wir noch von unserer letzten Schwedenreise kannten. Voller Freude schlugen wir unser Nachtlager auf und begannen zu kochen (was gibt es Schöneres als gutes Essen mit der Freundin und Blick auf den Sandstrand). Das ist leider auch schon das Ende vom romantischen Teil dieses Abends, denn scheinbar (es war Samstag) hatten die einheimischen Jugendlichen genau an diesem Tag vor, ca. 100 Meter entfernt von uns eine Techno-Party zu schmeißen. Etwas resigniert verlagerten wir unser Nachtlager ca. 800 Meter entfernt in einen angrenzenden Wald. Leider war die Nacht aber dann nicht das, was man sich von Skandinavien erwarten würde (Ruhe). Merke: Bäume schlucken Schall eher schlecht.

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