Neueste Beiträge - Enricos Reisenotizen - Seite 35

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Schloss Lednice

Der Sommersitz der Liechtensteiner ist ein echtes Märchenschloss. Im Tudorstil umgebaut, mit anschließendem Park ist es einfach ein Traum, den man einmal besucht haben muss. Das Schloss Lednice wurde gerade neu renoviert, ebenso wie die Reitställe. Man kann wunderbar im Park spazieren gehen, eine Bootsfahrt machen oder mit einer Kutsche fahren.


Im Park steht auch das Minarett, das gerade renoviert wird und schon bald (2015) in seiner ganzen Pracht für den Besucher geöffnet werden soll. Bereits heute kann man die 302 Treppen hochsteigen und die Aussicht über den Park genießen. Wir konnten bereits jetzt einen Blick in die – derzeit für die Besucher noch geschlossenen – Räume werfen. Hier können Sie einen vielversprechenden Blick schon jetzt darauf werfen,

Mehr über Schloss Lednice und den Park erfahren Sie hier auf askEnrico. 

Schloss Lednice
691 44 Lednice, Zámek 1
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www.lednice.com/de/

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Die Tschechische Philhamonie in Grafenegg

Ich liebe die Musik von Smetana und Dvořák und mir gefällt Grafenegg. Was ist also näher liegender als zum Konzert der Tschechischen Philharmonie zu eilen… Vor dem Abendkonzert im Wolkenturm gab es auch noch eine Prélude im Hof des wunderschönen Schlosses. Bei Sonnenschein begannen Matthias Schulz (Flöte), Theresia Melichar (Oboe), Christoph Moser (Klarinette), David Seidel (Fagott), Jonas Ruder (Horn) mit den sechs Bagatellen von György Ligeti. Darauf folgten die Bagatellen op. 47 von Antonín Dvořák in der Bearbeitung von Reinhard Gutschy und schließlich mit weiterer Unterstützung durch Stefan Vohla (Klarinette), Franz Pickl (Horn) und Thomas Bachmair (Trompete) das Divertimento für Bläseroktett op.22.

Schloss Grafenegg

Dvořák war auch hier mein Favorit, aber obwohl ich mit „moderner" Musik so meine Schwierigkeiten habe, finde ich Ligeti doch auch immer wieder schön. Als Einstieg in eine neue Klangwelt ist er auf jeden Fall zu empfehlen. Hans Gál war mit gänzlich unbekannt, doch auch hier muss gesagt werden, dass es sich lohnt auch weitere Werke von ihm ausfindig zu machen. Da leider die Sonne über dem Dach des Schlosses verschwand und anstelle dessen eine große schwarze Wolke die ersten Regentropfen herab sandte, mussten Musiker wie Publikum in die Reitschule übersiedeln. Hier im Trockenen begann man dann noch einmal das Divertimento von vorne. Ein Danke schön an die Musiker.

Im Schlosshof noch bei Sonnenschein

Obwohl ich gerne noch das Schloss von innen besichtigt hätte, ein Blick beim Durchgang hinauf in die Kapelle versprach viel Sehenswertes, war es dafür schon zu spät. Schließlich begann die Einführung zum Abendkonzert durch Michael Krügerke. Ich schätze diese Einführungen sehr, da sie mir immer einen neuen Blick auf die Werke des Künstlers vermitteln. Daher also nicht verpassen. Auch Krügerke brachte wieder einige interessante Punkte zur Sprache, die er durch Hörbeispiele untermalte. Wenn ich auch nicht mit all seinen Interpretationen d'accord gehe, waren wertvolle Anregungen mit dabei.

Beim Fallen der ersten Tropfen übersiedeln wir in die Reithalle

Und dann kam der Höhepunkt! Grafenegg war wolkenverhangen, aber dennoch kam immer wieder die Sonne durch. Die Organisatoren zeigten sich auf Grund der Wettervorhersage optimistisch und so wanderte das Publikum in guter Laune zum Wolkenturm in Vorfreude auf das Konzert.

Gespannte Erwartung im Auditorium

Doch dann. Obwohl es noch nicht regnete, wurde – um eine spätere Übersiedlung mitten im Konzert zu vermeiden – die Aufführung doch in das Auditorium verlegt – und es war richtig. Bald darauf prasselte der Regen auf Wolkenturm, Schloss und Rasen nieder. Auch einige Instrumente scheinen bei der Übersiedelung noch einige Tropfen abbekommen zu haben. Mit einiger Verspätung begann das Konzert und die Tschechische Philharmonie unter der Leitung von Jiři Bělohlávek begeisterte die Zuhörer. Es begann mit Bedřich Smetanas „Aus meinem Leben" in der Orchesterfassung von George Szell. Hier dieses Stück in der Originalfassung als Geigenkonzert.

Darauf folgten die „Biblischen Lieder" von Antonín Dvořák, die von der Mezzosopranistin Bernada Fink wunderbar interpretiert wurden.

Bernarda Fink, Foto © Julia Wesely

Nach der Pause ein weiterer Höhepunkt des Abends. Die Symphonie Nr. 9 e-moll op 95 „Aus der Neuen Welt" von Antonín Dvořák. Ein absolutes Highlight. Schmelz und Stärke, Emotionen pur, das alles war im Spiel der Tschechischen Philharmonie zu hören und mitzuerleben. Ein wirkliches Erlebnis. Leider habe ich auf YouTube kein Video mit der Tschechischen Philharmonie gefunden. Auf der Seite von Grafenegg kann man aber ein wenig mehr über die Dvořák und seine Symphonie erfahren und auch ein wenig in die einzelnen Sätze hineinhören. Klicken Sie hier

Begeisterter lauter Applaus und Jubel am Ende der Symphonie für den Dirigenten und sein Orchester. Jiří Bělohlávek und die Tschechische Philharmonie schenkten ihrem Publikum dann noch zwei Zugaben (einmal Smetana, einmal Dvořák) – der Saal tobte. 

Wenn Sie Gelegenheit haben, die Tschechische Philharmonie mit Smetana oder Dvořák hören zu können, zögern Sie nicht. Ich behaupte jetzt einmal, dass es wenige gibt, die tschechische Klänge so interpretieren können. Traumhaft. 


Mehr über Schloss Grafenegg und Klang trifft Kulisse erfahren Sie auf askEnrico.

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Der Freischütz in Gars

Wohl besser kann die Burgruine Gars kaum zu einer Oper passen als zum Freischütz von Carl Maria von Weber. So verzichtete man diesmal komplett auf einen zusätzlichen Bühnenaufbau – die Burgruine war Bühne genug…

Bühne, Orchester und Zuschauerraum

Oper auf der Burgruine Gars ist für mich immer wieder ein Erlebnis. Bereits in der Vergangenheit überraschte die Intendanz mit gelungenen Aufführungen, interessanten Inszenierungen und hoher Qualität. Nun, im 25. Jahr gab es so etwas wie einen Neuanfang. In den 1980ern wurde die Burgruine Gars von Porf. Karel Drgac entdeckt und mit den Open Air Festspielen wach geküsst. Er und die Oper-n-Air GmbH waren für den erfolgreichen Auf- und Ausbau der Opernaufführungen unter freiem Himmel verantwortlich. Schon im letzten Jahr konnte man erleben, dass sich Änderungen breit machten: Das „Burgrestaurant" wurde – zu unserem Bedauern – geschlossen, eine Catering-Firma übernahm die Bewirtung der Festspielgäste – zugleich wurden sogenannte VIP-Pakete angeboten. Wobei man dieser großes Lob aussprechen muss: Sowohl das Wildschweinragout als auch die Grammeltascherln waren hervorragend. Auch die Mohnzutzler bleiben uns in guter Erinnerung. Der „Chefin" sei hiermit noch einmal besonders gedankt: Da wir schon sehr früh auf der burg ankamen, sich unsere Furcht vor Regen bei Anblick der dunklen Wolken vergrößerte, der „überschirmte" VIP-Bereich jedoch ausreserviert war, gab sie ihr ok für die Übersiedlung eines Tisches unter die Tribüne. So konnten wir beruhigt und zufrieden unser Essen genießen und uns auf den Beginn der Vorstellung freuen.

Die Open-Air Fans bei ihrem Spezialtisch am blauen Teppich

Heuer konnte man auch an den unterschiedlichen Webadressen erkennen, dass hier eine Ära zu Ende ging, anscheinend nicht ganz konfliktfrei. So gibt es auf der „alten" Seite nur noch einen kleinen Überblick über die früheren Produktionen und auf der neuen Website der Opernfestspiele fehlt der Hinweis auf Vergangenes ganz. Schade. 

Doch nun endlich zum Musikalischen.

Der neue Intendant und Dirigent Dr. Johannes Wildner (Foto © Oper Burg Gars)

Johannes Wildner ist nicht nur neuer Intendant, (wenngleich der Freischütz noch von seinem Vorgänger ausgewählt wurde) sondern hat auch die musikalische Leitung inne. Auch am letzten Tag der Aufführungsserie merkte man noch seine Begeisterung für die neue Aufgabe. Überrascht hat es allerdings schon, dass er vor dem berühmten Jägerchor vom Dirigentenpult auf die „Bühne" herab eilte und sich beim Publikum für das Kommen bedankte. Noch überraschender war es allerdings, dass er die Besucher zum Mitsingen aufforderte und auch gleich den Refrain einstudierte. Das wird man noch üben müssen – die Mitwirkung der Zuhörerschaft muss noch als dürftig bezeichnet werden.

Vor der Vorstellung

Am Dirigat gab es nichts auszusetzen. Schwungvoll wurde das Orchester – auch neu: Die Klangvereinigung Wien – jeder Anforderung gerecht. Das Bühnenbild harmonierte wunderbar mit der Ruine der Burg, einige „moderne" Einfälle wie die „Yogaübungen" des Eremiten oder der „Friseursessel" widersetzten sich zwar meinen Interpretationsversuchen, wobei ich zweiteren noch als Hochzeitsvorbereitung ansehen kann, aber man kann ja ohne weiteres einmal einen anderen Weg gehen.

Gesanglich und schauspielerisch ausgezeichnet – Der Chor der Oper Burg Gars

Hervorragend der Chor der Oper der Burg Gars, auch was seine schauspielerische Darstellung betraf.

Agathe und Ännchen

Wunderbar Yasushi Hirano als Eremit, hervorragend Selcuk Cara als Caspar und Claudia Goebl als Ännchen. Alle drei beeindrucken auch durch ihre Ausdruckskraft und ihr Schauspiel. Michael Bedjai als Max und Bettina Jensen als Agathe hatten einige wunderbare Momente und überzeugten mit solider Gesangesleistung. Sehr gefallen haben mir auch die Brautjungfern beim Binden des „Jungfernkranz".

Die Freikugeln werden gegossen

Große schwarze Wolken zogen am Beginn der Oper über die Burgruine, aber außer ein paar Tropfen, die unter Publikum und Darsteller schon einen kleinen Schrecken verbreiteten, blieb es dann doch trocken. 

Alles in allem: ein gelungener Abend, eine schöne Aufführung und wir sind schon gespannt auf das nächste Jahr.


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Ausstellung in Laa an der Thaya

„Regionale Lebensmittel. Was wird in unserer Region angebaut".

Der Titel lockte.

Hochzeitskolatschen aus Südmähren

Außerdem werde ich mehr und mehr ein überzeugter Fan der regionalen Lebensmittelproduktion. Schließlich soll und muss man ja den Großen, die auf unsere Wünsche keine Rücksicht nehmen wollen (siehe einfach Nestle zum Thema Genmanipulierte Pflanzen) ein Schnippchen schlagen. Außerdem kann man einen Ausflug mit dem Besuch beim Bauern des Vertrauens verbinden und sich über saisonale Highlights freuen. Es müssen ja nicht unbedingt Erdbeeren im Dezember sein – schmecken sowieso nach nichts. Und über holländische Tomaten (das Wort Paradeiser ist hier wirklich nicht angebracht) hab ich sowieso ein gut gepflegtes Vorurteil.
Auf nach Laa an der Thaya mit großen Erwartungen: Ich dachte an diverse Schmankerl, die es eben in dieser Gegend hüben wie drüben (Österreich und Südmähren) gibt, dachte an die Adressen von Bauern, Produzenten und Herstellern, an Rezepte und an alle Köstlichkeiten der Regionen…

Ausstellung „Regionale Lebensmittel“ , Laa an der Thaya

Da wurde ich ein bissl enttäuscht…

Ausstellung „Regionale Lebensmittel“ , Laa an der Thaya

Man geht es ein etwas theoretischer an. Es ist eine kleine Ausstellung, die in einigen Tafeln die Produkte der Region aufzählt. Die mit EUStat belegt, wie viele Kilogramm Lebensmittel wir weg schmeißen oder am Transportweg verderben. Es ist ein Plädoyer für Regionalität und Saisonalität – es ist wichtig sich darüber Gedanken zu machen, aber es war trotzdem enttäuschend, wenn man eigentlich eine Liste an Schmankerl und Spezialitäten und edler Tropfen und vielleicht noch ein paar Rezepte dazu zum Nachkochen erwartet.

Ausstellung „Regionale Lebensmittel“ , Laa an der Thaya

Kinder werden vielleicht an den „Wischbildschirmen" Freude haben, wo man in Comic-artiger Weise in Deutsch und in Tschechisch erfahren kann, wie Brot, Wein, Käse oder Wein hergestellt wird. Es ist schön zu sehen, dass man Ausstellungen auch zweisprachig ausstatten kann, und wenn Sie beim Zwiebelfest in Laa an der Thaya vorbeischauen und Sie haben Zeit, schauen Sie auch im Bürgerspital vorbei. Die Ausstellung ist bis zum Ende des Zwiebelfestes am 17. August 2014 geöffnet.

Ausstellung „Regionale Lebensmittel“ , Laa an der Thaya

Zu guter Letzt gab es aber doch noch einige Schmankerl: Die Tourismuszentrale Südmähren lud die Gäste der Vernissage zu Wurst, Brot, Wein und Käse. Und die Klobassi haben es mir angetan: Es waren drei an der Zahl, eine Wurst leckerer als die andere: Dédova klobása, Plesňová klobása und Klobásna z udirny. Die Namen hab ich ja nun und auch einen Namen des Herstellers – aber wo kann ich sie kaufen ?????

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Dede Efendi Restaurant

Nach der Besichtigung von Çavusin und dem Treffen mit der anatolischen Damen ging es zum Mittagessen ins Dede Efendi Restaurant.

Das Dede Efendi Restaurant

Das Restaurant ist typisch auf Touristen und Reisegruppen ausgerichtet. Dennoch: was hier innerhalb kürzester Zeit abgewickelt wird und das dazu noch mit großer Freundlichkeit verdient Respekt. Obwohl wir zuerst einen Platz im Haus zugewiesen bekamen, gelang es unseren Reiseführer die Belegschaft des Hauses zu überzeugen, dass wir lieber im Freien, im Garten sitzen möchten. 
In Windeseile übersiedelten wir und auch die dazugehörigen Vorspeisen wurden – obwohl wir schon im Inneren an dem einen oder anderen gekostet hatten – schnell wieder neu und komplett aufgedeckt. Wenn ich denke, was in manchen österreichischen Lokalen schon eine Übersiedlung von einem Tisch zu einem anderen innerhalb eines Raumes oft auslöst, weil damit eben ein anderer Kellner zuständig ist, war ich hier von der Flexibilität schwer begeistert.

Zuerst war im Inneren des Restaurants für uns gedeckt

Im Garten war es viel luftiger und die Hitze gut erträglich. Ehrlich: In den Räumen wäre es doch sehr heiß geworden. Es standen zwar fast alle Fenster offen, da das Lokal aber mehr als gut besucht war, musste man im Inneren mit Lärm und Hitze rechnen. Zu Beginn wurden verschiedene türkische Vorspeisen aufgetragen, mit Salat und Brot. Wirklich alles sehr delikat: gefüllte Weinblätter, eine Art „türkischer" Bauernsalat, Nudelsalat, auch eine Art türkisches Tzaziki war dabei.

Dede Efendi Restaurant

Darauf folgten eine überaus wohlschmeckende Suppe und ein Eintopf, den ich mal in Ermangelung der genauen Bezeichnung als türkisches Gulasch bezeichnen würde.

Die Suppe

Alles aber wieder sehr fein, gut gewürzt und köstlich.

Das „türkische Gulasch“

Alles in allem zusammengefasst:

Ein Restaurant, das sich auf Touristen spezialisiert hat, es aber dennoch schafft, Schmackhaftes auf den Tisch zu bringen. Sowohl Essen wie auch die Getränke waren ruckzuck am Tisch, man ist es gewohnt, Reisegruppen, die nicht viel Zeit haben, in Schnelligkeit gepaart mit Freundlichkeit zu bedienen. Wenn es das Wetter zulässt, sollte man unbedingt versuchen, einen Platz im Freien zu ergattern. Im Inneren kann es ganz schön warm und laut werden. 

Dedeefendi Restaurant Kappadokia
Ahmet Neis
Asar Kaya Mevkii Göreme Kavşaği
Ortahisar – Ürgüp
Tel: +90 384 343 2424
Mobil: 0829 905 323 16
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.dedeefendirestaurant.com

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Çavuşin

Çavuşin liegt an der Verbindungsstraße zwischen Avanos und Göreme. Es ist nur ein kleiner Ort, der auch in der Hochsaison nicht ganz so stark von Touristen überlaufen ist und daher auch nur wenige Souvenirläden am Beginn des Weges auf das Aussichtsplateau und der Johanniskirche besitzt.

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Avanos

Avanos war unser Ausgangspunkt für unsere weiteren Ausflüge in die verschiedenen Täler. Dennoch sollte man zumindest einen kleinen Spaziergang durch die Stadt oder entlang des Roten Flusses machen.

Avanos – Spaziergang entlang des Roten Flusses

Die Stadt wird schon bei den Hetitern für ihre Handwerkskunst beim Töpfern erwähnt und diese Tradition hat sich bis heute erhalten. Avanos ist die Stadt der Töpfereien und Ziegeleien. Das Material dazu, den roten Ton, liefert der Rote Fluss, Kızılırmak, der längste Strom der Türkei, der die Stadt in zwei Teile trennt. Es zahlt sich hier entlang zu gehen, den Enten zuzuschauen oder eine Fahrt mit einer Gondel am Fluss zu machen.

Avanos - am Fluss

Wenn Sie länger in der Stadt sind und Märkte lieben, sollten Sie diesen hier nicht verpassen. Hier bekommen Sie fast alles – ob es Blumen und Pflanzen, Obst und Gemüse, Haushaltsartikel, Klopapier oder Schuhe sind – ganz egal. Es duftet nach Gewürzen und die Händler bieten lautstark ihre Waren an. Mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 bis 15.000 ist die Stadt klein genug um nicht nur auf Touristen Rücksicht zu nehmen. So sind hier – außer den Souvenirläden und eines großen Restaurants mit Disco, in dem auch die touristischen türkischen Abende abgehalten werden – noch ziemlich ursprünglich. Der Markt ist es in jedem Fall.

Der Markt von Avanos

Die Einwohner der Stadt leben hier größtenteils vom Tourismus oder arbeiten in der Landwirtschaft. So wird hier hauptsächlich Getreide und Zuckerrüben angebaut, aber auch Wein und Obstbäume kann man finden. Sehenswert ist die Krawanserei Sarihan, die Moschee Alaaddin Camii aus dem Jahr 1202, die der seldschukische Sultan Alaattin Keykubat erbauen ließ, am zentralen Platz Cumhurriyet Meydanı befindet sich eine große Moschee und ein Denkmal zu Ehren der Töpferei. 

Schlendern Sie durch die Altstadt, in der es viele kleine schöne Häuser gibt und vielleicht finden Sie ja in einer der Töpfereien ihr ganz persönliches Souvenir.


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Suhan Hotel, Kappadokien

Am Ende des 2.Tages kommen wir wohlbehalten im Sühan Hotel in Avanos an, in dem wir nun die nächsten drei Nächte verbringen werden. Es ist ein großes Hotel, in dem viele Reisegruppen bei ihren Kappadokien-Reisen Unterkunft finden. Wie viele Menschen wirklich hier übernachten, merkt man eigentlich erst beim Abendessen, wenn das normale Hotelrestaurant fast bis auf den letzten Platz besetzt ist. Kein Problem für die, auch hier, sehr freundlichen Kellner, kein Problem für die Küche. Egal ob Frühstück oder Abendessen, die Köstlichkeiten am Büffet sind ausreichend vorhanden und werden auch immer wieder nach gefüllt. Natürlich kann es vorkommen, dass die eine oder andere Schüssel einmal kurz leer wird, nach einer kleinen Wartezeit ist aber alles wieder vorhanden. Einziger Kritikpunkt, wenn man einen finden möchte, ist die Lautstärke, die sich durch die vielen Gäste ergibt.

Suhan Hotel in Avanos

Das Hotel Suhan Cappadocia liegt im Stadtzentrum von Avanos am Kızılırmak – am Roten Fluss. 2011 eröffnet wirkt es von außen (und auch von innen) wie ein Palast. Das Fünf-Sterne Haus zählt auch zu den größten Hotels der Gegend.

Suhan Hotel Avanos, Lobby

Eine große Lobby wartet auf Besucher, das Einchecken geht schnell und problemlos, die Rezeption ist 24 Stunden geöffnet. Im Eingangsbereich finden Sie noch die Lobby-Bar, wo ein ausgezeichneter türkischer Café sortiert wird, Unterhaltung bietet ein Flachbild-Fernseher und ein offener Kamin sorgt für Gemütlichkeit. Der Internet- und Leseraum ist frei zugänglich.

Suhan Hotel, Avanos: Auf dem Weg zum Restaurant

Das Hotel hat 453 Zimmer, die auf vier Stockwerken in drei Gebäudekomplexen aufgeteilt sind und die sich in 441 Standardzimmer, 4 Suiten und 8 Junior Suiten einteilen lassen. Alle Zimmer sind mit SAT/LCD-TV, Telefon, Radio, Minibar, Tresor, Klimaanlage, Teppichboden, Bad/Dusche/WC, Fön und W-LAN ausgestattet.

Suhan Hotel, Avanos

Neben dem Hotelrestaurant, das traditionelle anatolische Küche anbietet, bietet das Suhan Hotel noch ein á la Carte-Restaurant, in dem französisch gekocht wird. Selbstverständlich sind auch alkoholische Getränke erhältlich und den Rotwein aus Kappadokien, nicht gerade billig, können wir empfehlen. Uns hat er vorzüglich gemundet. Wenn Sie mehrere Tage bleiben, können Sie auch ruhig eine Flasche bestellen. Diese wird – so sie nicht vollständig ausgetrunken wird, auf Ihr Zimmer reserviert und am nächsten Tag auf Verlangen wieder hervor geholt.

Suhan Hotel, Avanos: Blick auf den Roten Fluss

Im SPA Wellness Center erwartet ein Türkisches Bad die Gäste und wer erschöpft vom Sightseeing zurückkehrt wird sich über eine Massage freuen. Im Hotel befinden sich auch zwei Schwimmbäder, ein Hallenbad mit 180m2 und ein Freibad mit 450m2.

Suhan Hotel, Avanos: Blick auf den Roten Fluss

Bei schönem Wetter kann man sich im gut gepflegten Garten mit Blick auf den Roten Fluss entspannen.

Suhan Hotel, Avanos: Garten

Suhan Hotel
Yeni Mahalle, Kızılırmak Caddesi Nr.12
Avanos – Nevşehir
Tel: +90 384 511 67 21
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.suhanhotel.com

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