Slowakei - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Die Hochzeit des Figaro im Konzerthaus

Die Einladung zu einer semiszenischen Aufführung der Oper ins Konzerthaus überraschte, war aber für einen wirklich gelungenen Abend verantwortlich.
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Töpfern in Pezinok

 Im kleinen Dörfchen Pezinok, unweit von Bratislava, findet man die Keramik-Werkstatt von Renáta Hermysová.

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Weihnachten beim Nachbarn - Bratislava

In der Adventzeit und während der Feiertage könnte man doch auch einmal einen kurzen Abstecher zum Nachbarn machen. Gerade für Wiener liegt es im wahrsten Sinn des Wortes nahe, sich auf einen Kurzurlaub oder einen Tagesausflug in die Slowakei zu begeben.

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Die Bratislavaer Jazztage zu Gast im Slowakischen Institut in Wien

In den Räumlichkeiten des Slowakischen Institutes in Wien fand am 11.10.2017 um 11:00 Uhr die Pressekonferenz zu Bratislava Jazztage statt. Das Festival Bratislava Jazztage geht bereits zum 43. Mal vom 20. bis 22.10.2017 in Incheba Bratislava über die Bühne.  

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Piešťany zu Gast in Wien

Letzte Woche war es soweit. Der Kurort Piešťany war zu Gast im slowakischen Institut in der Wipplingerstraße in Wien.

Piešťany zu Gast in Wien
Piešťany zu Gast in Wien

Piešťany ist nur an die zwei Autostunden von Wien entfernt. Ein schmucker Ort mit einer Kurinsel und ganz viel Jugendstil. Aber das ist eigentlich nicht der Hauptgrund nach Piešťany zu fahren. Das slowakische Heilbad kann auf eine Tradition von über 100 Jahren zurückschauen. Piešťany zählt zu den führenden europäischen Heilbädern für die Behandlung rheumatischer Erkrankungen sowie für die Rehabilitation des Bewegungsapparates und des Nervensystems.

Der heilende Schlamm von Piešťany
Der heilende Schlamm von Piešťany

Der heilende Schlamm ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Und auch das Wahrzeichen der Stadt – der Krückenbrecher – der die Besucher am Eingang der überdachten Brücke, die auf die Kurinsel führt begrüßt, ist vielen bekannt.

Der Krückenbrecher, das Wahrzeichen von  Piešťany
Der Krückenbrecher, das Wahrzeichen von Piešťany

Viele bedeutende Persönlichkeiten besuchten die Stadt und erfreuten sich nach ihren Kuren wieder bester oder zumindest besserer Gesundheit, egal ob Sportler, Musiker oder Politiker.

Das Schlammbad im Kurhaus Irma
Das Schlammbad im Kurhaus Irma

Für eine wirkungsvolle Heilkur sollte man sich mindestens zwei Wochen Zeit nehmen, aber auch für ein verlängertes Wochenende und eine Schnupperkur lohnt sich der Besuch des Heilbades. Keinesfalls sollte ihr – so keine Indikationen dagegen sprechen – das Schlammbad im Kurhaus Irma verpassen. Schon allein die Jugendstil-Umgebung erfreut das Auge.

Thermia Palace Hotel
Thermia Palace Hotel

Wer nicht im Hotel Thermia Palace untergebracht ist, muss dennoch in dem Jugendstil-Juwel auf einen Drink oder einen Kaffee vorbeizuschauen und auf jeden Fall einen Blick auf das Bild von Alfons Mucha über der Eingangstür des Restaurants.

Thermia Palace Hotel - das Restaurant mit dem Bild von Alfons Mucha
Thermia Palace Hotel - das Restaurant mit dem Bild von Alfons Mucha


Sportliche können auf der Kurinsel laufen, Nordic Walken, Radfahren oder natürlich einfach spazieren gehen. Der Kurpark ist wunderschön und vielleicht spielt die Kurkapelle und ihr könnt ein Tänzchen auch noch wagen. Ein Golfplatz ist auch ganz in der Nähe der Hotels zu finden.

Am Golfplatz
Am Golfplatz
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Sporteln in Piešťany

Keiner wird wahrscheinlich nicht nur wegen der Sportmöglichkeiten nach Piešťany fahren, obwohl – es gibt deren genug. Und wer von den Kurbehandlungen noch frisch genug ist, hat hier jede Menge Angebote sich so richtig auszupowern oder aber auch die Ruhe genießen, egal ob Sommer oder Winter. Und so möchten wir hier ein paar Alternativen für einen Sporturlaub aufzählen:

Fitnessstudio

Auf der Kurinsel – im Kurhaus Irma und im Hotel Balnea Esplanade – warten gleich zwei Fitness-studios inklusive Sauna und Poollandschaft auf Fitnessfreunde. Solltet ihr mit den Geräten noch nicht so vertraut sein, wendet euch an die mehrsprachigen Trainer. Sie beraten Euch gerne, stellen auch die neuesten Fitnesstrends vor und euer ganz individuelles Programm zusammen.

Golf

Zu einem First-Class-Kuror gehört auch ein Golfplatz mit allem PiPaPo. Piešťany erfüllt natürlich diese Anforderungen.

Am 9-Loch-Platz von Piešťany

Der Golfplatz befindet sich im nördlichen Teil der Kurinsel und bietet alles, was zum Golfleben gehört: ein Club Haus, ein stilvolles Café-Restaurant, zwei Golf-Simulatoren, eine Chipping Area, Putting Green und eine Driving Range.

Am Golfplatz

9 Löcher warten darauf von den urlaubenden Golffans bespielt zu werden.

Tennis

Auch Tennis hat in Piešťany eine lange Tradition, hier fanden schon die verschiedensten Tennisturniere statt und natürlich gibt es auch für die Kurgäste ein breites Angebot. Neben dem Gelände des Freibads Eva auf der Kurinsel gibt es zwei Plätze mit hochwertigem Sandboden in der Sommersaison.

Wer lieber mit einem Trainer spielt, einen Partner für ein Match sucht oder aber erst mit dem Tennis anfangen möchte, ist hier gut aufgehoben. Im Heilbad gibt es aber auch einen Tennisklub, der 13 Freilandplätze (11 Sand- und 2 Betonplätze) und 2 Kinderplätze anbietet. Außerdem gibt es auch noch zwei Hallenplätze mit Kunststoffbelag, die ganzjährig genutzt werden können.

Der Tennisklub liegt im Stadtpark, unweit vom Kurhotel Park entfernt und hier findet ihr ebenfalls Trainer und Spielpartner, außerdem gibt es im Klub einen Sportgeräteverleih für all jene, die sich vielleicht erst kurzfristig für ein Tennismatch begeistern konnten und ihre Ausrüstung nicht mitgebracht haben.

Wassersport

Kanu fahren, Paddeln, Wasserski oder Segeln – all diese Möglichkeiten gibt es in und um Piešťany. Die Waag und der Stausee eignen sich ideal für alle diese Sportarten.

Am nahen Stausee kann man auch Wasserski fahren

Der See wird von einem Damm zu einer Fläche von 4.3km2 aufgestaut und liegt zwischen Piešťany und Drahovce. Hier findet sich auch ein Wasserski-Schleppzug, ein Bootshaus und um den Staudamm herum ist auch ein 12 km langer Fußgänger- und Radweg angelegt.

Wie wäre es mit einer Schifffahrt?

In der Ratnovská-Bucht am Staudamm könnt ihr euch auch Wasserski, Kneeboard oder Neoprenanzüge ausborgen. Wer sich nicht ganz so sportlich betätigen möchte, unternimmt mit dem Schiff Xenia, das bei der Kolonnadenbrücke vor Anker liegt, eine Schifffahrt zum Staudamm und bewundert die – künstlich angelegte Vogelinsel, ein UNESCO registriertes Naturschutzgebiet- auf der viele seltene Vogelarten, wie z.B. die graue Möwe, leben und nisten

Angeln

Die Waag mit ihrem Flussarm hinter der Kurinsel, die Ratnovská zátoka, Horná Streda, Drahovské jazerá und das Wasserreservoir Čerenec sind alles lauter Anglerparadiese. Achtung! Nicht einfach losangeln – ihr braucht einen Anglerausweis bevor ihr die Rute ins Wasser halten könnt.

Diesen bekommt ihr im Geschäft für Angler und Touristikzubehör – Slávia Zentrum – in der Rázusova Str.7.

Squash

​Auch Freunde dieser Sportart werden in Piešťany nicht enttäuscht: vier moderne, klimatisierte Squashplätze mit Sauna, Bar stehen im Squash Club in der Hlboká Straße täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr zur Verfügung.

Auch Squash-Fans kommen hier auf ihre Rechnung

Im Club kann man sich auch Schläger, Bälle, Schuhe bis hin zu Handtüchern ausborgen. Weitere Infos findet ihr unter www.squashclub.sk

Wandern und Skilaufen

Wandern im Sommer, Skilaufen im Winter. Beides kann man rund um den Berg Bezovec machen. Unter seinem Gipfel befindet sich ein Touristik und Sportzentrum mit hervorragenden Bedingungen zum Wandern im Sommer oder zum Skifahren im Winter.

Radfahrwege gibt es hier ebenso wie Wanderwege. Räder kann man in den Hotels ausborgen

Das Skigebiet wartet mit 5 Skiliften und Skipisten mit einer Länge zwischen 300 und 600 Metern auf, eine Beschneiungsanlage sorgt auch in weniger schneereichen Wintern für ausreichende Schneelage auf den Pisten, neu ist auch der abendliche Pistenbetrieb. Weitere Infos unter www.lyziari.sk

Kegeln

Acht Bahnen (Brunswick) stehen den Kegel- und Bowlingfreunden in Piešťany im Bowling Center Victoria zur Verfügung. Weitere Info findet ihr hier www.bowlingpiestany.sk

Diese Auswahl sollte doch für einen sportlichen Aufenthalt reichen. Wer jetzt noch mehr über die Stadt und den Kurort erfahren möchte, kann sich darüber hier auf askEnrico informieren. Außerdem stellen wir dort auch das Hotel Thermia Palace und das Hotel Esplanade vor.

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Zum Christkindlmarkt nach Bratislava

Letztes Wochenende waren wir in Bratislava und Umgebung unterwegs, haben die Galerie Nedbalka besucht, die Stadt von Burg und UFO überblickt und die Biberburg mit Teufel und Engelchen heimgesucht und natürlich waren wir auch am Weihnachtsmarkt. Hier einige Tipps für Euren Besuch.

Lebkuchenherzen, Deko, süßes und saures - das alles gibt es am Weihnachtsmarkt in Bratislava

Am Hauptplatz in der Altstadt und am riesigen Platz vor der Alten Oper mitten in der Stadt steht ein Standl neben dem anderen und es gibt viel zu sehen und auch kulinarisch zu entdecken. Vielleicht fangen wir gleich einmal mit dem Kulinarischen an und damit kommen wir gleich zum ersten Tipp.

Tipp 1:

Am besten fahrt ihr mit großem Hunger nach Bratislava, denn nur so könnt ihr auch alle slowakischen Spezialitäten ausprobieren, und das müsst ihr einfach.

Natürlich gibt es auch einiges zum Mitnehmen - so kann man auch noch zu Hause slowakische Spezialitäten genießen

Auf jeden Fall Lokse (Loksche ausgesprochen) verkosten. Diese, den Palatschinken im Aussehen ähnlichen Köstlichkeiten, sind aus einem Kartoffelteig, der genauso hauchdünn wie eben Palatschinken ausgerollt wird und dann nach Lust und Laune gefüllt wird. Pikant oder süß.

Lokse - hier ziemlich klassisch ...

Mit Gänseleber oder nur mit Gänseschmalz oder Kraut oder Nutella, oder oder oder … Einfach durch die vielen Standln strandeln und auf den Geschmack kommen. Ich mag am liebsten die ganz einfachen – natürlich schon mit Schmalz (und Knoblauch)….

Lokse gibt es auch in der süßen Variante - und ich vergaß ganz die Strudel zu erwähnen ...

Ansonsten gibt es noch Würste in allen Längen und den verschiedensten Arten, meistens gegrillt und vielleicht nicht die gesündeste Ernährungsform (wie ein Journalistenkollege aus Deutschland mit leichtem Schaudern bemerkte), aber schließlich ist einmal keinmal und vor allem Wiener sollten diese Art von Fast Food ja wirklich auch gewohnt sein. Schließlich haben wir ja eine Würstlstandtradition!

Hier findet man nur eine kleine Wurstauswahl im Vergleich mit anderen Ständen ...

Natürlich solltet ihr auch die Kartoffelpuffer, Zigeunersteaks, Schmalzbrote auf der pikanten Seite oder Zimt-Trdelník, Mohnstrudel oder die hervorragenden Nuss- oder Mohnkipferl probieren.

Honig, Honigwein und Kerzen aus Bienenwachs - auch das gehört zum Weihnachtsmarkt in Bratislava

Vor allem die Kipferl schmecken herrlich, am besten einfach ein paar mitnehmen, sie waren eins, zwei, drei weg. Seitdem bin ich auf der Suche, wo es diese noch in Wien gibt - wunderbare Erinnerungen an frühere Zeiten - Kaffeeklatsch in den Frühstückspausen bei BASF inklusive tauchen auf.

Zum Trinken kann man zwischen Punsch (auch alkoholfreien Kinderpunsch für die Fahrer), heiße Schokolade, Glühwein oder Met (kalt und warm) und noch einigem mehr wählen.

Schon ziemlich gut besucht - der Platz vor der Alten Oper...

An beiden Plätzen - Hviezdoslavovo und Primaciálné námestí – gibt es Bühnen mit Live-Musik. Diese fällt allerdings manchmal um einiges rockiger und dafür vielleicht nicht ganz so weihnachtlich wie bei uns aus. Auch Marschmusik mit einer Polizeikapelle war bei unseren Besuch einmal dabei.

Tipp 2:

Auf beiden Weihnachtsmärkten trifft sich wirklich nicht nur ganz Bratislava, sondern auch Wiener sind, schon durch den heimischen Zungenschlag, merkbar vertreten. Wenn es euch möglich ist, besucht die Weihnachtsmärkte nicht unbedingt am Wochenende. Sobald es finster wird und die Beleuchtung aufgedreht wird, die mir auch sehr gut gefällt, werden die Plätze sehr voll.

Alle laufen zum Weihnachtsmarkt - und so ist es ...

Tipp 3:

Die „Taschlzieher" sprich Diebe sind hier wie da unterwegs. Daher passt auf eure Geldbörsen auf – auch wenn ihr beim Mäckie nur das WC benützen wollt (50 Cent). Ich weiß, wovon ich schreibe…

Tipp 4:

Selbstverständlich gibt es hier viele Ideen für Weihnachtsgeschenke: wer Keramik mag, sollte sich den Stand von Renáta Hermysová am Primaciálné námestí, gleich ums Eck beim Café Mayer anschauen.

Der schöne Nacy begrüßt Euch am Beginn des Weihnachtsmarktes

Sie hat nicht nur sehr schönes Geschirr, sondern auch ganz liebe Engel und sehr schöne Keramikringe (wovon ich natürlich gleich zwei erstehen musste).

Geschirr, Engel, Keramikringe, Uhren und vieles mehr ..

Tipp 5:

Ein kleines Museum, wo man altes, neues und köstliches und echt slowakisches erwerben kann, liegt ebenfalls ganz in der Nähe des Hauptplatzes in der Altstadt.

Im ältesten Shop der Stadt ...

​Einfach Richtung Rathaus gehen und dann nach links abbiegen, in der Biela 6 findet sich das älteste Geschäft der Stadt. Schaut vorbei – hier gibt's auch die Nuss- und Mohnkipferl, aber auch mit Schnaps/Likör gefüllte Schokoladekegel – unbedingt mitnehmen – sind köstlich!!!

Was nehmen wir alles mit??

Tipp 6:

Blick von der Burg auf das UFO-Restaurant auf der Brücke

Nützt bei schönem Wetter die Aussicht vom UFO oder von der Burg über die Stadt, wer müde vom Herumlaufen ist, kann sich – bei deutscher Führung – vom Oldtimer durch die Stadt kutschieren lassen, genießt ein Bier in einer kleinen Bierbrauerei (z.B. in der Bratislavské Meštianske Pivovary in der Drevená 8), oder schaut in der Galéria Nedbalka vorbei, wenn ihr euch für moderne Malerei interessiert.

Die Burg von Bratislava - vom UFO aus fotografiert

Bratislava hat wirklich einiges zu bieten.

Bei einer Rundfahrt mit dem Oldtimer kann man entspannt Bratislava kennen lernen

Tipp 7:

Nutzt öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise. Auch wenn heute keine Straßenbahn zwischen Wien und Bratislava verkehrt ist man mit Bahn und Bus günstig und unabhängig unterwegs. Und es spielt dann auch keine Rolle, wenn ihr doch einen Punsch mit Alkohol kosten wollt.

Anreise mit der Bahn: Wer mit der ÖBB nach Bratislava fährt, hat auch gleich ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt in der Tasche und auf die Fahrten mit den Oldtimern von Tour4u gibt es Ermäßigung. Tickets gibt es ab 10,10 Euro, die genauen Fahrzeiten bitte auf der ÖBB Seite nachschauen: https://tickets.oebb.at

Anreise mit Flixbus: Stündlich ab 7,50 Euro von Wien Hauptbahnhof oder Wien Erdberg. Weitere Info, genaue Fahrzeiten und Buchung hier: https://shop.flixbus.at

Tipp 8:

 Mehr über Bratislava findet ihr schon jetzt auf askEnrico. In nächster Zeit kommen noch einige Tipps dazu. Schaut öfter mal vorbei.

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Heilender Schlamm und Jugendstiljuwelen

Es ist wohl das berühmteste Heilbad in der Slowakei und gleichzeitig ein Jugendstil-Juwel, wenn auch noch einiges zu tun ist, um die alte Größe und Berühmtheit wieder auferstehen zu lassen.

Kleine Teiche im Kurpark auf der Kurinsel

Es ist schon spät im Herbst bei unserem Besuch. Das Wetter ist bewölkt und windig, die Blätter an den Bäumen verfärben sich gerade und segeln zu Boden. Herbststimmung. Eigentlich wartet man nur auf die ersten Nebelschwaden.

Blick auf die Waag

Wir überqueren die Waag, biegen noch ein, zweimal kurz ab und mir bleibt der Mund vor Staunen offen stehen: ein tiptop-renoviertes Jugendstil-Juwel steht vor uns.

Das Danubius Health Spa Resort Thermia Palace

Gepflegte Grünanlagen, in denen noch die letzten Blumen blühen, umrahmt von Steinfiguren, die anscheinend auch – schon eine ganze Weile – das Hotel betrachten. Wir sind angekommen – an der ersten Adresse von Piešťany – dem Thermia Palace Hotel.

Blick vom Hotel Thermia Palace auf den Kurpark

Dieses Gebäude solltet ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen. Allein die Bar und vor allem der Speisesaal sind sehenswert!

Im Speisesaal des Hotel Thermia Palace mit Blick auf das Bild von Alfons Mucha

Über dem Eingang ein Bild eines meiner Lieblings-Jugendstil-Maler Alfons Mucha – einfach unverkennbar. Auch er war einer der berühmten Gäste, die bereits hier zur Kur waren.

Auch Hugo Portisch kurte schon im Hotel Thermia Palace

Die Liste ist lang und viele bekannte Namen sind dabei: neben Ban Ki-moon waren auch Right Said Fred, Status Quo oder Hugo Portisch um nur einige zu nennen, waren im Heilbad, um sich zu erholen und auszukurieren.

Das Kurhaus Irma - eine weitere Jugendstilperle

Wer hier Unterkunft nimmt, hat noch einen weiteren (Jugendstil)-Vorteil. Mit einem direkten Gang verbunden kommt man nämlich ins daneben liegende Irma und kann so seine Anwendungen, wie zum Beispiel ein Schlammbad ebenfalls in Jugendstil-Atmosphäre genießen.

Im Schlammbad des Kurhauses Irma

Hier taucht man ein ins warme Heilwasser, aber Achtung: Der Schlamm lauert am Grund und allen, die schon ein Schaudern durchfährt, wenn sie nur an den Neusiedler See denken, werden sich hier wahrscheinlich nicht so wohl fühlen. Wer sich allerdings überwindet, kann kurz nach unten greifen und sich schmerzende Stellen mit dem heilenden Schlamm einschmieren.

Blick in die Kuppel des Schlammbades

Lange darf so ein Aufenthalt sowieso nicht dauern, es wäre auch für einen gesunden Kreislauf zu anstrengend. Daher ist nach ca. 10-15 Minuten Schluss, es geht ab in die Dusche und danach nimmt man noch ene, fest eingewickelte, Ruhepause. Einfach toll entspannend.

Hier ruht man - fest eingepackt - nach dem Schlammbad

Später ist es Zeit für einen Rundgang durch den Park. Er wurde schon vor langer Zeit angelegt und so sind viele alte, manche bereits über 200 Jahre alte Bäume zu sehen, auch exotisches – wie Ginkos – wurden hier angepflanzt.

Victoria Regia - sie blühen auch noch spät im Herbst - wenn auch nur kurz ...

Sehenswert sind auch die kleinen Teiche: in manchen tummeln sich Kois, die meisten sind mit einer ganz speziellen Art von Seerose bewachsen. Die Victoria Regia blüht angeblich nur ganz kurz: in der ersten Nacht weiß und in der zweiten rosarot.

Victoria Regia

Auf jeden Fall ist sie eines: wunderschön und auch die großen Blätter und die Verzweigungen, die über das ganze Wasser miteinander verbunden sind, sehen wunderschön aus.

Sie ist moderner gestaltet - die Bühne beim Kursalon

Der Park lädt so richtig zum Herumflanieren ein und man kann sich vorstellen, dass es im Sommer ein sehr sehr angenehmer Ort zum Chillen und Entspannen ist. Im alten Kursalon ist nun ein Café-Restaurant untergebracht, in der Hauptsaison gibt es hier Tanzveranstaltungen und Konzerte, auch Jazzfestivals – und sollte es wirklich an einem Tag regnen kann man sich ins Balneologische Museum begeben, Land und Leute, einst und jetzt, und vieles mehr kennen lernen.

Gleich neben dem Kursalon ist der Eingang zum Balneologischen Museum

Der einzige Platz, den man vielleicht meiden sollte, sind die Schlammbecken, die am hinteren Teil der Insel – beim Nebenarm der Waag liegen. Nicht, dass es gefährlich wäre, hier erhält der Schlamm in Verbindung mit dem Heilwasser seine Wirkung. Da dieses aber auch Schwefel beinhaltet, ist der Duft – naja, sagen wir, es lohnt sich nicht in dieser Ecke der Kurinsel all zulange zuzubringen….

Hier reift der Schlamm heran ...

Besser ihr spaziert über die längste überdachte Brücke der Slowakei in die Stadt Piešťany. Von der Kurinsel kommend, am Ende der Brücke, steht auch das Wahrzeichen der Stadt: der Krückenbrecher. Schließlich braucht man ja nach einer Kur in Piešťany keine Krücken mehr!

Das Wahrzeichen von Piešťany - der Krückenbrecher

Auch in der Stadt gibt es – vor allem in der Fußgängerzone – schon wunderschön renovierte, alte Häuser und im Sommer muss es wirklich schön sein, hier vor den Cafés in der Sonne zu sitzen und die Stadt zu genießen.

In der Stadt - am Anfang der Fußgängerzone

Wer sich für die Geschichte der Stadt und für die Menschen dahinter interessiert, bucht am besten eine Stadtführung oder liest auf askEnrico nach, wer die Natur genießen will und den Fluss, macht am besten eine Schifffahrt, die ihn bis zum nahe gelegenen Stausee und wieder zurück nach Piešťany bringt.

Blick auf den Golfplatz von Piešťany

Für die sportlichen Gäste gibt es – angefangen von Golf bis Yoga – ebenfalls fast unzählige Möglichkeiten etwas für seine Gesundheit und seinen Bewegungsdrang zu tun. Und sollten alle diese Alternativen noch nicht reichen, dann kann man einen Ausflug ins nahe Trnava, nach Nitra oder zu anderen Sehenswürdigkeiten buchen. Langeweile kommt in Piešťany sicher nicht auf.

Teile sind renoviert - Teile der Stadt warten noch auf die Wiederentdeckung

Leider warten noch ein paar Gebäude auf ihre Wiedererweckung – und man sieht ihnen an, welchen Glanz sie einst ausgestrahlt haben. Ob das nun das Hotel Slovan auf der Kurinsel oder das Haus von Ľudovít Winter ist, beide wären einer Renovierung würdig – ersteres, da es das erste Hotel war, das auf der Kurinsel gebaut wurde und auch heute noch – fast schon als Ruine – eine besondere Atmosphäre ausstrahlt, zweiteres weil sich das Haus jenes Mannes, der so viel für den Ort und den Ruhm der Bäder getan hat, es einfach verdient hätte.

Die Gedenktafel für Ludovit Winter wurde angebracht - sein Haus noch nicht renoviert ...

Klar ist natürlich, dass zuerst die finanziellen Mittel dafür verdient werden müssen, aber vielleicht kann man ja einmal mit der Planung beginnen. Vor allem dem Hotel Slovan scheint nicht mehr allzu viel Zeit zu bleiben, wenn man das Gebäude retten will.

Der Speisesaal im Thermia Palace

Auch wenn sich das Heilbad mehr als Kurort (sprich längerer Aufenthalt, ärztliche Untersuchung, genauer Behandlungsplan) sieht, kann man es ruhig riskieren einmal ein (verlängertes) Wochenende hier zu verbringen. Lasst es euch gut gehen, genießt den Schlamm, die Behandlungsangebote, den Jugendstil- und k.u.k-Flair, das eine oder andere Kurkonzert oder das Jazzfestival. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Im Balneologischen Museum

Weitere Informationen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Geschichte und das Heilwasser findet ihr auf www.ask-enrico.com und unter www.visitpiestany.sk

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